Vortrag und Diskussion: „Geteilte Erinnerungen – 80 Jahre nach dem 23. August 1939“

Am 23. August 1939 schließen das Deutsche Reich und die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt (Hitler-Stalin- bzw. Molotow-Ribbentrop-Pakt). In einem Geheimen Zusatzprotokoll teilen beide Mittelosteuropa in „Interessensphären“ auf. Mit dem deutschen Angriff auf Polen beginnt am 1. September der Zweite Weltkrieg, ab dem 17. September marschiert die Rote Armee in Ostpolen ein. Im Jahr darauf besetzt und annektiert die Sowjetunion Litauen, Lettland, Estland und Teile Rumäniens. Anlässlich des 50. Jahrestages des Paktes schließen sich über eine Million Esten, Letten und Litauer zu einer Menschenkette zusammen, um für ihre Freiheit zu demonstrieren. Erst 1989 bestätigt Moskau die Existenz des Geheimen Zusatzprotokolls. Am 2. April 2009 erklärt das Europäische Parlament den 23. August zum „Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime“.

Die Veranstaltung will den Fragen nachgehen, welche Rolle der 23. August 1939 und seine Folgen in der heutigen Außen- und Sicherheitspolitik spielen und welche Bedeutung dieses Datum in Polen und dem Baltikum, in Deutschland und Russland hat.

Datum: Donnerstag, 22.August, 19.00 Uhr

Ort: Topographie des Terrors, Auditorium, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

Informationen

Anmeldung bis zum 20. August: staendigekonferenz@orte-der-erinnerung.de

Termin: 
22.08.2019 19:00