Veranstaltung zum 76. Jahrestag der Wannsee-Konferenz

Aus Anlass des 76. Jahrestags der Wannsee-Konferenz findet am Sonntag, den 21. Januar im Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin ein Gespräch mit der Zeitzeugin Batsheva Dagan statt.

Batsheva Dagan wurde 1925 als Isabella Rubinstein in Łódz (Polen) geboren. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flohen ihre Eltern mit ihr und zwei ihrer Schwestern nach Radom, wo 1941 ein Ghetto eingerichtet wurde. Die Eltern wurden von dort nach Treblinka deportiert und ermordet.
Mit gefälschten Papieren floh Batsheva Dagan als polnische Zwangsarbeiterin nach Deutschland, wo sie als Dienstmädchen arbeitete. Nach einigen Monaten wurde sie verraten, verhaftet und zuerst in verschiedenen Gefängnissen, ab Mai 1943 in Auschwitz-Birkenau inhaftiert. Auf einem Todesmarsch über das Frauen-KZ Ravensbrück und dessen Außenlager Malchow wurde sie im Mai 1945 in Lübz befreit. Außer ihr hatten von den neun Geschwistern drei weitere überlebt. Sie wanderte noch im selben Jahr nach Israel aus, wurde Kinderpsychologin und schrieb mehrere Bücher und Gedichte über die Shoah.

Sonntag, 21. Januar 2018, 11.00 Uhr
Ort: Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin

Anmeldung unter: office@ghwk.de oder Tel. 030 805001-0

Vor der Veranstaltung wird an dem Sonntag um 9.30 Uhr ein jüdisch-christlicher Gedenkgottesdienst in der Andreaskirche, Lindenstraße 2, 14109 Berlin-Wannsee durchgeführt.
 

Termin: 
21.01.2018 11:00