Tagung: Frauen und Rechtsextremismus – ein Widerspruch?

Feminismus und Antirassismus zusammen gedacht.

Taten wie sexuelle Übergriffe bzw. jegliche Gewalt gegen Frauen werden von Rechten instrumentalisiert, um fremdenfeindliche Hetze zu verbreiten. Propagiert wird, dass durch die Grenzöffnung die „deutschen“ Frauen nicht mehr geschützt sind. Dieser offenkundige Rassismus, indem nur die nicht-deutsche Bevölkerung zu Tätern gemacht wird, ist ein wichtiges Ideologielement der „rechten Bewegung“ geworden. Es wird von rechten Organisationen als Kampagne missbraucht. Nach dem Mord einer jungen Frau in Kandel gründen sich Bürgerinitiativen wie „Mütter gegen Gewalt“, bei deren Demos überwiegend männliche Personen aus verschiedenen Gruppierungen und Parteien wie NPD, die Rechte, die Identitäre Bewegung, Pegida oder AfD mitwirken.

Auch die Kritik gegen das „Gender Mainstreaming“ findet Einzug in den öffentlichen Diskurs. Die rechte Propaganda macht ebenso wenig Halt vor den Werkstoren und wird zunehmend zu einem Problem für die Durchsetzung der Gleichbehandlung der Geschlechter am Arbeitsplatz. Um diesen negativen Entwicklungen entgegenzuwirken, müssen Feminismus und Antirassismus zusammen gedacht werden. Dies gilt es gerade auch vor dem Hintergrund der aktiven, aber durchaus ambivalenten Rolle der Frau in der rechten Szene zu berücksichtigen, deren Rolle zwischen der traditionellen „Kümmerin“ und der aggressiven, militanten „Kriegerin“ oszilliert.

Mit dieser Thematik beschäftigt sich die Tagung des „Kumpelvereins“ (Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.) am 8./9. Juni in der IG BAU-Bildungsstätte in Steinbach.

Freitag, 8. Juni, 17.00 Uhr bis Samstag, 9. Juni, 12.00 Uhr

Ort: Bildungsstätte Steinbach, IG Bauen-Agrar-Umwelt, Waldstraße 31, 61449 Steinbach

Informationen

Anmeldung

Termin: 
08.06.2018 17:00 - 09.06.2018 12:00