Fachtagung: Alle gegen alle? Diskriminierung in der pluralen Gesellschaft

Die Radikalisierung der öffentlichen Debatte innerhalb weniger Jahre, die Zunahme von politisch motivierter Kriminalität und auch die wachsende Präsenz von rechtspopulistischen Einstellungen in Parlament und Medien sind Grund genug zur Frage, ob die heutige deutsche Gesellschaft diskriminierend ist. Diese Diskussion wird teilweise erbittert geführt, nicht zuletzt weil unsere Gesellschaft viel Wandel in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Neue Migration, der Mauerfall, die Öffnung der innereuropäischen Grenzen, die Balkankriege und die aktuelle Flüchtlingssituation sorgen dafür, dass die deutsche Gesellschaft heute multikultureller denn je ist.

Die aktuellen Debatten um Antisemitismus in der muslimischen Gemeinschaft beweisen, dass unsere Gesellschaft Probleme mit dem scheinbar neuen diskriminierenden Verhalten hat, obwohl z. B. die FES-Mitte-Studien bereits seit Jahren auch die Verwurzelung der Diskriminierungen in ganz Deutschland nachweisen. Zeigt das, dass wir die fest in der deutschen Bevölkerung verankerten diskriminierenden Denkweisen und Verhalten nicht wahrnehmen und nur auf die Anderen schauen? 

Auf der Tagung in der Friedrich-Ebert-Stiftung soll ein breiter Überblick zum Thema der Diskriminierungen in der deutschen Gesellschaft angeboten werden, damit Pädagoginnen und Pädagogen aus unterschiedlichen Feldern durch gegenseitiges Kennenlernen und Vernetzen mit anderen gegen Diskriminierung Engagierten für diese Thematik sensibilisiert werden können.

Dienstag, 18. September, 9.30 bis 17.30 Uhr

Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28 (Haus 2), 10785 Berlin

Programm

Anmeldung

Termin: 
18.09.2018 09:30 - 17:30