Buchvorstellung und Gespräch: Karl Fruchtmann. Ein jüdischer Erzähler

Der Regisseur Karl Fruchtmann (1915 - 2003) wurde in der Zeit des Nationalsozialismus als Jude mehrfach in Konzentrationslagern inhaftiert. 1937 gelang ihm die Flucht nach Palästina. Zwanzig Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete für verschiedene Fernsehanstalten.

Seine Filme sind noch heute eindrucksvolles Zeugnis eines lebenslangen Kampfes gegen das Vergessen: Fruchtmanns Grundthemen waren die Unterdrückung und die Gewalt von Menschen gegen andere Menschen, wesentlich gespeist durch seine eigenen Lagererfahrungen. Filme wie „Kaddisch nach einem Lebenden“ (1969), „Zeugen - Aussagen zum Mord an einem Volk“ (1981) und „Die Grube“ (1995) sind Marksteine bei dem Versuch, die Schrecken der Verfolgung, Ausgrenzung und des millionenfachen Mordes an den europäischen Jüdinnen und Juden einem Fernsehpublikum begreifbar zu machen.

Rolf Aurich und Dr. Ruth Preusse im Gespräch mit Professor Karl Prümm, Mitautor des von Thorsten Musial und Nicky Rittmeyer herausgebenen Buchs über Karl Fruchtmann.

Datum: Sonntag, 22. September 2019. 11.00 Uhr

Ort: Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin

Anmeldung unter veranstaltungen@ghwk.de

Informationen

Termin: 
22.09.2019 11:00