kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus

Hier setzt die Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit dem Bundesprogramm "kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus" an. Das Ziel: Menschen in solchen schwierigen Situationen vor Ort mit fachkompetenter Beratung und Hilfe zu unterstützen.
Um die Beratung und Unterstützung zu organisieren, wurde in jedem Bundesland eine Landeskoordinierungsstelle bzw. eine Erstkontaktstelle eingerichtet. Hier werden Informationen über die im Land vorhandenen Einrichtungen, Fachkräfte und ihre Kompetenzen gebündelt. Die Landeskoordinierungsstelle steuert und verknüpft diese Ressourcen und Hilfsangebote zu einem Beratungsnetzwerk. Tritt ein Konflikt mit rechtsextremem Hintergrund auf, können sich Opfer, Ratsuchende und kommunale Ansprechpartnerinnen und -partner direkt an die Landeskoordinierungsstelle oder an die Erstkontaktstelle des Bundeslandes wenden. Aus dem Pool von Expertinnen und Experten des Beratungsnetzwerks wird dann ein Mobiles Interventionsteam gebildet. Es hilft nicht nur schnell und unmittelbar vor Ort bei der Lösung von Problemen, sondern sucht auch nach dauerhaften Auswegen.

Die aktuelle Programmphase endet 2010. Das Bundesprogramm "kompetent. für Demokratie" ergänzt das präventiv-pädagogisch ausgerichtete Programm "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" und wird mit fünf Millionen Euro jährlich finanziert. Für die Begleitung und Organisation fördert das BMFSFJ eine Zentralstelle in der Stiftung Demokratische Jugend.

Kontakt:

kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus; c/o Stiftung Demokratische Jugend
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Berlin

Tel.: 030 - 20078960
 

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"Stiftung Bürgermut"

Die Stiftung möchte bürgerschaftliches Engagement in der Bundesrepublik, gleich zu welchem Thema, fördern. Sie sucht daher 1000 Projekte, in welchen Menschen die Gesellschaft offen, fair und kreativ gestalten möchten. Engagierten Bürgern bietet sie umfassende Hilfestellungen.
Kontakt:
Stiftung Bürgermut
Propststraße 1
10178 Berlin
Tel.: 030/ 30881666
Fax: 030/ 30881670
E-Mail: info(at)buergermut.de

Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland e.V.

Gesicht Zeigen! ist eine im Jahre 2000 von Uwe-Karsten Heye und Paul Spiegel gegründete bundesweite Initiative gegen rechte Gewalt und für mehr Zivilcourage. Der Verein initiiert öffentliche Kampagnen gegen Rechtsextremismus, unterstützt Aktionen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und ist zur Anlaufstelle geworden für Menschen, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren wollen und dabei Unterstützung brauchen. Gesicht Zeigen! hilft, prominente Persönlichkeiten für Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen zu vermitteln, ist Mitveranstalter bei Demonstrationen, organisiert Zeitzeugengespräche an Schulen und stellt Know how und Informationsmaterialien gegen rechte Gewalt zur Verfügung.

Kontaktadresse:

Gesicht Zeigen!
Koppenstr. 93
10243 Berlin

Tel: 030- 30 30 808 0
Fax: 030- 30 30 808 30
E-Mail: kontakt@gesichtzeigen.de

"Mit Recht gegen rechts"

Die Initiative „Mit Recht gegen Rechts“ der Friedrich-Naumann-Stiftung lobt einen Schülerwettbewerb gegen Rechtsextremismus aus und führt vor allem Veranstaltungen durch. Zudem sammelt sie auf der Homepage Hintergrundinformationen und Presseartikel über Rechtsextremismus und stellt diese zum Download bereit. Schirmherrin ist Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
Kontakt:
Friedrich-Naumann-Stiftung
Virtuelle Akademie
Karl-Marx-Straße 2
14482 Potsdam
Telefon: 0331/7019-200
virtuelle-akademie@fnst-freiheit.org

Interkultureller Rat in Deutschland e.V.

Der Interkulturelle Rat
Der Interkulturelle Rat wurde am 30. August 1994 gegründet. In ihm arbeiten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität sowie verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Religionsgemeinschaften, Migranten- und Menschenrechtsorganisationen, Kommunen und staatlichen Stellen, Medien und Wissenschaft zusammen.

Funktion und Zweck des Interkulturellen Rates

Die Globalisierung ist nicht nur auf die Wirtschaft beschränkt. Sie bringt auch kulturelle und politische Herausforderungen mit sich. Wanderungsbewegungen nehmen zu. Gesellschaften werden multikulturell.

Das macht eine interkulturelle Politik erforderlich, die Interessen von ethnischen, religiösen und kulturellen Minderheiten ebenso berücksichtigt wie Erwartungen und Ängste der Mehrheitsgesellschaft. Der Interkulturelle Rat tritt für die Entwicklung und Umsetzung einer interkulturellen Politik ein.

Der Interkulturelle Rat arbeitet mit staatlichen Stellen, Migranten- und Menschenrechtsorganisationen und anderen gesellschaftliche Gruppen zusammen und fördert den Dialog der verschiedenen Gruppen miteinander. Auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene werden Runde Tische, Gesprächsforen oder Gremien befürwortet und initiiert, in denen an der Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt gearbeitet wird.

Darüber hinaus bildet die Vernetzung auf nationaler und europäischer Ebene einen Schwerpunkt der Arbeit, wie zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien. Der Interkulturelle Rat veröffentlicht Argumentationshilfen und Broschüren, um über aktuelle Themen zu informieren und führt eigene Veranstaltungen wie die Interkulturellen Konferenzen und Fachtagungen durch. Presseinformationen und Medienarbeit tragen zur öffentlichen Bewußtseinsbildung bei.

Ziele des Interkulturellen Rates

* Wir wollen interkulturelle und interreligiöse Dialogstrukturen zwischen deutschen und ausländischen Bürgerinnen und Bürgern und ihren Organisationen entwickeln und so den Tendenzen zum ethnischen Rückzug der Minderheiten entgegenwirken.
* Wir wollen durch eine langfristig angelegte Aufklärungsarbeit Vorbehalte in der Bevölkerung abbauen und Akzeptanz für Deutschland als Einwanderungsland schaffen
* und fremdenfeindliche Einstellungen überwinden und zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen.

Interkultureller Rat in Deutschland
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