Chronik L.E.

Mit dem Ladenschlussbündnis in Leipzig wurde bald klar, es bedarf einer umfangreichen und vor allem sicheren Informationsquelle zu den Naziaktivitäten der Stadt. Diese Informationsquelle bietet nun das Dokumentations- und Analyseprojekt Chronik. L.E. 



Die beiden Großbuchstaben stehen dabei für Leipzig und Umgebung und beobachtet und ausgewertet werden all jene Ereignisse bei denen es zu Gewalt- und Propaganda-Aktionen organisierter und nichtorganisierter Neonazis kam, Rassismus im Alltag und in den Medien sowie rassistische, antisemitische und sexistische Vorfälle gegen Homosexuelle, Behinderte und Obdachlose.



Oberste Priorität in der Berichterstattung hat dabei die Qualität und die Seriosität der Informationen. Veröffentlichte Beiträge durchlaufen stets zunächst einen internen Moderations- und Verifikationsprozess. Die Informationen sollen dabei vor allem MultiplikatorInnen aus den Bereichen Erziehung, Schule, Lokalpolitik und Medien dienen.



Chronik L.E. wird von einer ehrenamtlichen Redaktion betreut. Zudem erhält das Projekt Unterstützung durch das Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.




Kontakt:
Engagierte Wissenschaft e.V. 
Kochstraße 132 (im Werk II) 
04277 Leipzig 
E-Mail: chronik.le@engagiertewissenschaft.de

Weitere Artikel

KopfWelten e.V. – gegen Rassismus und Intoleranz

Der Verein KopfWelten e.V. möchte Rassismus und Gewalt innovativ entgegenwirken. Dazu wurde das Ausstellungsprojekt "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? – Afrika in der populären Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts" entworfen. Es thematisiert bestehende Vorurteile und möchte so dazu beitragen, vorherrschende Afrikabilder nachhaltig zu verändern und so langfristig Rassismus abzubauen. Der Verein geht auch in Schulprojekten, Konferenzen, Vorträgen und Publikationen gegen Rassismus an.
Kontakt:
KopfWelten e.V. – gegen Rassismus und Intoleranz
c/o Institut für Afrikanistik
Frau Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst
Universität zu Köln
Meister-Ekkehart-Str. 7
50923 Köln
Tel: +49.(0)221.470.2708
Fax: +49.(0)221.470.5158

Bildungswerk Stanislaw Hantz

"Er erzählte uns von seinen Erfahrungen, Erinnerungen an die Zeit in Auschwitz. Von Hunger und Durst, von Todesangst. Von den Menschen, denen er dort begegnete, Freunden wie Peinigern. Von seinen Gedanken über die Vergangenheit und die Gegenwart mit der Vergangenheit."
1995 fuhren Vertreter der Initiative erstmals mit dem ehemaligen Auschwitz-Häftling Stanislaw Hantz in die Gedenkstätte Auschwitz. Seither begleitet der Namensgeber des Bildungswerks ihre Reisen in das frühere Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und gibt sein Wissen an die TeilnehmerInnen weiter.

Mittlerweile kennzeichnen zahlreiche Kontakte zu Gedenkstätten, HistorikerInnen und Überlebenden wie auch gewachsene Erfahrung, viele Projekte und noch mehr Ideen die Arbeit der Initiative.

Jährlich veranstaltet das Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. Studienreisen zu ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagern, organisiert Tagesseminare, Lesungen und ZeitzeugInnengespräche; es arbeitet mit dem Club der ehemaligen Konzentrationslagerhäftlinge in Zgorzelec (Polen) zusammen wie auch mit den Gedenkstätten Sobibór und Belzec.

Zusammengefasst zeichnet sich die Arbeit des Bildungswerks durch acht Arbeitsfelder aus:

Studienfahrten zu Gedenkstätten ehemaliger Konzentrations- und Vernichtungslager.
Einmal jährlich bietet das Bildungswerk Interessierten beiderlei Geschlechts eine Fahrt in das ehemalige Lager Auschwitz/Birkenau an. Eine weitere Frauenstudienfahrt dorthin beschäftigt sich vorrangig mit weiblichen Erfahrungen in Auschwitz auf der Verfolgten- wie auch auf der Täterinnenseite. Des Weiteren werden regelmäßige Studienfahrten nach Ostpolen in die ehemaligen Vernichtungslager der so genannten „Aktion Reinhardt“ veranstaltet: Sobibór, Treblinka und Belzec. Im Zentrum der Bildungsreise nach Lodz stehen das ehemalige Getto „Litzmannstadt“ wie auch ein Besuch der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Chelmno (Kulmhof).

Projekt einer Gedenkallee in Sobibór.
Im Jahr 2002 initiierte das Bildungswerk die Errichtung eines Gedenkweges für die Ermordeten von Sobibór. Anlässlich des 60. Jahrestages des Aufstandes von Sobibòr wurde er im Jahre 2003 eingeweiht. Auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers wurde eine Allee des Gedenkens angelegt, die an den letzten Weg der Deportierten von der Rampe zu den Gaskammern erinnert und die Möglichkeit bietet, dem Schicksal Einzelner zu gedenken, die hier ermordet wurden. Dieses offene Projekt werden in enger Zusammenarbeit mit der niederländischen Stichting Sobibór durchgeführt.

Publikationen
Neben Materialiensammlungen zu Aspekten der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager gab das Bildungswerk außerdem die Neuauflage der wissenschaftlichen Abhandlung „Vernichtungslager Sobibòr“ von Jules Schelvis heraus. Weitere Planungen sehen die Übersetzung und Veröffentlichung eines Berichtes des Treblinka-Überlebenden Samuel Willenberg vor.

Organisation von Veranstaltungen.
Die Initiative bietet die Koordination und Planung von Lesungen und Berichten mit Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager wie auch NS-geschichtliche Vorträgen von HistorikerInnen an. Aufgrund des überregionalen Charakters des Vereins können diese Abend- oder auch Schulveranstaltungen gegebenenfalls in mehreren Städten in Folge angeboten werden.

Unterstützung bei Gruppenreisen zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wie auch zu den ehemaligen Vernichtungslagern der „Aktion Reinhardt".
PädagogInnen bietet das Bildungswerk an, sie inhaltlich und organisatorisch bei Besuchen der Konzentrations- und Vernichtungslager zu unterstützen. Bei entsprechender Nachfrage werden Fahrten mit besonderen thematischen Schwerpunkten organisiert, wie z.B. der Vernichtungspolitik, Ghettoisierung oder Verfolgungsgeschichte von Sinti und Roma.

Unterstützung der Gedenkstätte Sobibór in ihrer Arbeit.
Über Spenden möchte das Bildungswerk die Gelegenheit nutzen, zum Ausbau eines Arbeits- und Dokumentationsraums, der Publikation von Broschüren des Museums und der Finanzierung einer neuen Ausstellung beizutragen.

Erinnerungsarbeit in Izbica, ehemaliges Durchgangsghetto in Ostpolen.
Gemeinsam mit Lehrern und Lehrerinnen der Maria-Konopnicka-Schule in Izbica veranstaltete die Initiative 2003 einen Schülerwettbewerb zum Thema „Erinnern an die Juden in Izbica“. 2005 errichteten sie auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof in Izbica Stelltafeln, die auf die dort befindlichen Massengräber hinweisen.

Internationale Zusammenarbeit.
Die Initiative verbindet eine langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit sowohl mit den Gedenkstätten in Belzec und Sobibór wie auch mit der niederländischen Stichting Sobibór. Darüber hinaus pflegen sie einen intensiven Kontakt zu polnischen Vereinigungen ehemaliger Konzentrationslagerhäftlinge und zu einzelnen ehemaligen Häftlingen. Dieser Kontakt besteht neben einer oftmals intensiven Zusammenarbeit im kontinuierlichen Austausch über aktuelle Probleme, in der Unterstützung durch Medikamentensammlung und in gemeinsamen Unternehmungen.

Kontakt:
Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V.
Dörnbergstrasse 12
34119 Kassel
info{at}bildungswerk-ks.de

IBIS - Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V.

Der Verein IBIS - Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V. versteht diese alte Bedeutung als Herausforderung, anscheinend Selbstverständliches in Frage zu stellen und durch den Wechsel von Perspektiven zu neuem Wissen, Erfahrungen und Handeln zu gelangen.
IBIS - Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. besteht seit Mai 1994. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von IBIS e.V. sind qualifizierte Fachkräfte mit breitem Erfahrungshintergrund und möchten mit ihrer Arbeit dazu beitragen, in Deutschland gleichberechtigt und ohne rassistische Vorbehalte zusammenzuleben.

IBIS - Interkulturelle Arbeitsstelle arbeitet hauptsächlich zu folgenden Themen:

* Interkulturelle Bildung
* Migration
* multikulturelle Gesellschaft
* Flucht
* Asyl
* Diskriminierung
* Rassismus
* Nord-Süd-Beziehungen
Schwerpunkte der Arbeit von IBIS-Interkulturelle Arbeitsstelle sind:

* Weiterbildung und Beratung
* Antidiskriminierungsarbeit
* Dokumentation
* Information
* Herausgabe von Publikationen

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.
Alexanderstrasse 48
D 26121 Oldenburg
Tel.: +49 +441 884016
Fax: +49 +441 9849606
Mailadresse
Website

Endstation Rechts.

Endstation Rechts. ist eine Kampagne der Jusos Mecklenburg-Vorpommern gegen Rechtsextremismus und die NPD. Gegründet wurde Endstation-Rechts um den Einzug der NPD in den Landtag bei den Wahlen 2006 zu verhindern. Dieses Ziel wurde leider verfehlt. Dennoch engagiert sich die Initiative weiter, und lädt alle Interessierten dazu ein, sie zu unterstützen. Unabhängig von Mitgliedschaften oder Verpflichtungen kann sich jeder beteiligen, der etwas tun möchte gegen Rechts.

Endstation Rechts. organisiert Diskussionsabende, beteiligt sich an Demonstrationen, und veranstaltet Seminare und Projekttage an Schulen. Hervorzuheben ist auch die Homepage, auf der über Neuigkeiten im Bereich von Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern, besonders über die NPD informiert wird. Auch ein Newsletter wird von Endstation Rechts. herausgegeben.