Hintergrund

Elektronische Propaganda

06.05.2004 - So sehr Rechtsextremisten zwar die politische Moderne ablehnen, so sehr nutzen sie aber auch die Errungenschaften der technologischen Moderne. Letzteres gilt insbesondere für die neuen Kommunikationsmittel wie Info-Telefone, Mail-Boxen und das Internet. Speziell zu dem letztgenannten Medium haben die Mitarbeiter des "Dokumentenarchivs des österreichischen Widerstandes" in Wien einen Sammelband herausgegeben, der sich mit den verschiedensten Aspekten des Themas beschäftigt.

Die Konstruktion von Feindbildern. Zum Sprachgebrauch in neonazistischen Medien

06.05.2004 - "Zecken", "Asylbetrüger", "Demokratur", "multikriminelle Gesellschaft" - deutsche Neonazis haben einen Jargon geschaffen, der deutlicher kaum sein könnte. Ihr Vokabular dient der beständigen Vergewisserung der eigenen Klientel, auf der richtigen Seite zu stehen, und der Abgrenzung von politischen Gegnern, genauer: der Bezeichnung der Feinde.

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 9

06.05.2004 - Das von dem Historiker Wolfgang Benz für das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin herausgegebene „Jahrbuch für Antisemitismusforschung“ versteht sich als Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus- und Minderheitenforschung, die sowohl interdisziplinär als auch länderübergreifend ausgerichtet sind.

Rechtsextreismus im Internet. Die neue Gefahr

06.05.2004 - Als im März 1993 der Mailbox-Verbund "Thule-Netz" startete, 1995 die Stormfront-Page aus Florida als erste neonazistische Seite im Internet auftauchte und im folgenden Jahr die deutsche Szene nachzog, ließ sich erahnen, dass computergestützte Kommunikation den internationalen Rechtsextremismus verändern würde.

Von Lidice nach Kalavryta. Widerstand und Besatzungsterror

06.05.2004 - Die blutige Spur des Terrors der deutschen Nazi-Okkupationsmacht in den Jahren 1943 und 1944 zieht sich durch ganz Europa. Das tschechische Lidice und Oradour in Frankreich stehen als schaurige Symbole dafür.

Dienen und Verdienen, Hitlers Geschenke an seine Eliten

06.05.2004 - Man sollte meinen, inzwischen sei nun wirklich alles untersucht und geschildert, was Hitler und sein Umfeld betrifft, seine Politik, sein Privatleben, seine Jugend in Wien, sein Tagesablauf undsoweiter

Für Volk und Vaterland. Das Mediennetz der Rechten – Presse, Musik, Internet

06.05.2004 - Der Autor Thomas Pfeiffer macht gleich im Vorwort klar, was er mit seiner vor kurzem vorgelegten Studie leisten möchte: einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit rechtsextremistischem Denken und Handeln in Deutschland. Den Kern des aus seiner Dissertation an der Universität Bochum hervorgegangenen Buches stellen neun akribisch recherchierte Fallstudien zum "Mediennetzwerk der Rechten" dar. Pfeiffer formuliert als zentrale Ziele des gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus die Herstellung von "Gegenöffentlichkeit" und "kultureller Hegemonie" und beschreibt ihn als neue soziale Bewegung. Diese in der Sozialwissenschaft seit Jahren umstrittene Beschreibung wird sehr knapp, aber schlüssig unter Einbeziehung von Gegenargumenten begründet. Begrifflich unterscheidet der Autor zwischen "alter" und "neuer" Rechter, wobei letztere durch "neue strategische Orientierungen, Organisations- und Ausdrucksformen der die Neue Rechte tragenden jungen Generation" (S.24) gekennzeichnet ist und sich ideologisch in die Hauptströmungen "Nationalrevolutionäre" und "Konservative Revolutionäre" teilt. Im Sinne Wolfgang Gessenharters versteht er die "neue Rechte" als "Scharnier zwischen Rechtsextremismus und etabliertem Konservatismus" (S. 27).

Gall, Lothar, Pohl, Manfred (Hrsg.)

06.05.2004 - Namhafte Historiker dokumentieren in acht Kapiteln 150 Jahre Eisenbahngeschichte in Deutschland. Der besonders relevante Teil "Die Deutsche Reichsbahn in der nationalsozialistischen Diktator 1933 bis 1945" von Klaus Hildebrand jedoch ist lückenhaft und einseitig.