Hintergrund

Judenmord. NS-Politik, Zwangsarbeit und das Verhalten der Täter

06.05.2004 - Analysen zur Massenvernichtung der Juden im Zweiten Weltkrieg sowohl aus der Perspektive von "oben", also der NS-Führungsspitze, und von "unten", also den konkreten Tätern vor Ort, präsentiert der an der University of North Carolina lehrende Historiker Christopher R. Browning in seinem Buch "Judenmord. NS-Politik, Zwangsarbeit und das Verhalten der Täter". Darin thematisiert Browning dem Untertitel entsprechend die drei wichtigsten Komplexe der gegenwärtigen Holocaust-Forschung: den Prozess der Entscheidungsfindung zum Holocaust durch das nationalsozialistische Regime, den Charakter der Zwangsarbeit und die Einstellungen der Täter.

Karrieren im Zwielicht – Hitlers Eliten nach 1945

06.05.2004 - Eine eher versöhnliche Bilanz zieht Norbert Frei zum Ausklang des von ihm herausgegebenen Buches "Karrieren im Zwielicht – Hitlers Eliten nach 1945" . Der Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum – durch Veröffentlichungen wie "Vergangenheitspolitik" oder "Der Führerstaat" international bekannt geworden – stellt mit Blick auf die Funktionseliten der Hitler-Zeit fest, dass nach der Gründung der Bundesrepublik nur wenige die "Einladung zur Anpassung" ausgeschlagen hätten.

Die Wannsee-Konferenz, Wie die NS- Bürokratie den Holocaust organisierte

06.05.2004 - Es gibt "Jubiläen", an die sich kaum jemand erinnern würde, wenn nicht fleißige Chronisten sie aus der Versenkung der Geschichte hervorholen würden. Aber es gibt auch historische Ereignisse, die man sich völlig unabhängig von Jahrestagen immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte. Die Wannsee-Konferenz, deren Teilnehmer im Januar 1942 die "Endlösung der Judenfrage" besprachen, gehört sicher zur zweiten Kategorie.

Ausgemerzt! Das Lexikon der Juden in der Musik und seine mörderischen Folgen

06.05.2004 - Die Nazis haben sich im großen Umfang systematisch den musikalischen Besitz der jüdischen Künstler angeeignet.

Ein konservativer Revolutionär zwischen Tradition und Moderne

06.05.2004 - Edgar Julius Jung (1894-1934) war wohl der wichtigste Aktivist und Theoretiker der Jungkonservativen der Konservativen Revolution. Diese geistige Strömung des "antidemokratischen Denkens in der Weimarer Republik" (Kurt Sontheimer) gilt als ein ideologischer Wegbereiter der nationalsozialistischen Diktatur. Der Politologe Helmut Jahnke will in seiner Arbeit "Edgar Julius Jung. Ein konservativer Revolutionär zwischen Tradition und Moderne" diesen intellektuellen Protagonisten jener Zeit hinsichtlich seiner ideologisch-programmatischen Auffassung und seines politischen Wirkens portraitieren.

Katyn. Das Staatsverbrechen – das Staatsgeheimnis.

06.05.2004 - Schon das Wort Katyn löst Beklemmung aus, klingt nach Mord und Grauen. Was die Forschungen von Geschichts- und Militärwissenschaftlern, Untersuchungen von Gerichtsmedizinern, Aussagen von Zeitzeugen und Hinterbliebenen seit den 40er-Jahren bis in die Gegenwart über das wirkliche Geschehen in und um Katyn zutage brachten, hat der Historiker Gerd Kaiser in seinem soeben erschienenen Buch zusammengetragen.

Deutsche Medizin im Dritten Reich - Karrieren vor und nach 1945

06.05.2004 - Zahlreiche willfährige Mediziner des NS-Regimes machten später in der Bundesrepublik Karriere.

Der Doppelstaat

06.05.2004 - Die einzige innerhalb Deutschlands während der nationalsozialistischen Diktatur ausgearbeitete kritische Analyse des Regimes stellte Ernst Fraenkels Buch "Der Doppelstaat" dar.

"Den Rauch hatten wir täglich vor Augen", Der natio- nalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma

06.05.2004 - "Die Zahl der in Europa bis Kriegsende in Konzentrationslagern und von SS-’Einsatzgruppen’ ermordeten Roma und Sinti wird auf eine halbe Million geschätzt. Von den durch die Nazis erfassten 40 000 deutschen und österreichischen Sinti und Roma wurden über 25 000 ermordet."