Hintergrund

Helden, Täter und Verräter - Studien zum DDR-Antifaschismus

06.05.2004 - Es ist eine viel bemühte Behauptung: Wenn auch vieles an der DDR verurteilenswert gewesen sei, so sei es dem sozialistischen Deutschland doch immerhin gelungen, nach dem Dritten Reich einen saubereren antifaschistischen Weg einzuschlagen als die Bundesrepublik.

Die große Täuschung. Hitler, Stalin und das Unternehmen "Barbarossa"

06.05.2004 - Die seit Mitte der Achtzigerjahre wieder aufkommenden Behauptungen über den angeblichen "Präventiv-Krieg"-Charakter des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 motivierten den israelischen Historiker Gabriel Gorodetsky nicht nur immer wieder zu kritischen Stellungnahmen. Er sah sich dadurch auch zu einer intensiven Aufarbeitung der seinerzeitigen Ereignisse motiviert, wozu ihm die jetzt zugänglichen Archive der ehemaligen Sowjetunion zusätzlich Stoff boten. Als Resultat der Forschungen legte Gorodetsky 1999 eine umfangreiche Studie unter dem Titel "Grand Delusion. Stalin and the German Invasion of Russia" vor. Ihre deutsche Übersetzung erschien unter dem Titel "Die große Täuschung. Hitler, Stalin und das Unternehmen ‘Barbarossa’". Deren Hauptanliegen ist es, Stalins Politik hinsichtlich ihrer Ausrichtung und Motive darzustellen.

Fluchtort Shanghai. Erinnerungen1938 bis 1948

06.05.2004 - Nach 1938 gab es für deutsche Juden ohne Visa nur noch Shanghai. Auch Ernest G. Heppner hat dort überlebt. Sein Werk verknüpft eigene Erlebnisse und genaue Recherche. Es erinnert an die weithin vergessenen Flüchtlinge Shanghais, die dort in Hunger und Elend ihre Würde verteidigten.

Frauen unterm Hakenkreuz

06.05.2004 - Nicht immer, wenn ein Autor einen griffigen Titel findet, kommt zwingend auch ein gutes Buch heraus. "Frauen unterm Hakenkreuz" des Journalisten und Historikers Wolfgang Schneider ist ein Beleg dafür. Abgesehen von einer reichhaltigen Sammlung an Original-(Nazi-)Dokumenten hat der Band wenig zu bieten, doch selbst bei der Quellenauswahl bleibt oftmals offen, welchen Zusammenhang Dokument und Thema haben.

Verweigerte Rückkehr - Erfahrungen nach dem Judenmord

06.05.2004 - Er hat die Hölle von Auschwitz gesehen - und hat darüber geschwiegen, jahrzehntelang. Erst in den 80er Jahren begann Hans Frankenthal wieder über sein Leben zu sprechen, das er bis 1940 und wieder seit 1945 im sauerländischen Städtchen Schmallenberg geführt hat. Über die Jahre dazwischen, in Meschede, Auschwitz, Mittelbau-Dora, aber eben auch über die Jahre in seiner Heimatstadt erzählt seine im Fischer Taschenbuch Verlag erschienene Biographie: "Verweigerte Rückkehr - Erfahrungen nach dem Judenmord".

Jüdisches Vermächtnis

06.05.2004 - Der leitende und deshalb titelgebende Gedanke dieser großangelegten Essaysammlung wurzelt in der jüdischen Glaubensüberlieferung. Er lautet in den Worten des Heidelberger Rabbiners Salman Baruch Rabinkow, dessen humanistische Interpretation des jüdischen Gesetzes Erich Fromm, der zwischen 1920 und 1925 beinahe täglich bei ihm zum Studium war, tief beeinflußt hat:"\'Jedermann ist berechtigt und verpflichtet zu sagen: "Meinetwegen ist die Welt erschaffen" (Sanhedrin, Mischna, Kap. 4), denn jedes menschliche Wesen ist Selbstzweck und ist gleichsam mit der Verantwortung für die ganze Schöpfung belastet\'...

Heldentöchter

06.05.2004 - Über Antifaschisten wurde etliches geschrieben, doch wie die Kinder von Widerstandskämpferinnen und Widerstandkämpfern den Terror der Nazi-Zeit, Verhaftung und Ermordung der Eltern erlebten, welche Spuren sich damit in ihrem Leben eingruben ­ dieser Komplex war bisher kein Thema.

Lehrstück Novemberprogramm 1938, Ein Lesebuch der DGB-Jugend.

06.05.2004 - Unter dem Titel "Lehrstück Novemberpogrom 1938" hat die bayerische Gewerkschaftsjugend ein Lesebuch vorgelegt, das ihre Aktivitäten zur Erinnerung an den 9. November 1938 dokumentiert und darüber hinaus an den Widerstand erinnert, eine Analyse der gegenwärtigen gesellschaftlichen Lage bietet und Überlegungen zur Abwehr antidemokratischer Entwicklungen anstellt.

Der Holocaust vor Gericht. Der Prozess um David Irving

06.05.2004 - Nachdem die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt den britischen Revisionisten David Irving in einem Buch als „einen der gefährlichsten Holocaust-Leugner“ bezeichnet hatte, klagte dieser, da er in der Äußerung eine nicht vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckte Verleumdung sah. Daraufhin kam es zu einer juristischen Auseinandersetzung in Form eines Prozesses, der vom Januar bis April 2000 in London durchgeführt wurde.

Franz Pfemfert: Erinnerungen und Abrechnungen. Texte und Briefe

06.05.2004 - "Die Aktion", eine Berliner Wochenschrift mit dem Untertitel "Zeitschrift für freiheitliche Politik und Literatur", erschien zum ersten Mal am 20. Februar 1911. Sie tritt, so die programmatische Note am Endes ersten Heftes, deren Urheberschaft später Kurt Hiller für sich in Anspruch genommen hat, "für die Idee der Großen Deutschen Linken ein ... will den imposanten Gedanken einer "Organisierung der Intelligenz" fördern und dem lange verpönten Wort "Kulturkampf"...wieder zu seinem alten Glanz verhelfen..."Die Aktion" hat den Ehrgeiz, ein Organ des ehrlichen Radikalismus zu sein."