Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein

Bei der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein handelt es sich um das Ausbildungszentrum der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken. Der Namensgeber Kurt Löwenstein setzte sich unter anderem als Stadtschulrat während der Weimarer Republik für Kinderrechte ein.
Die außerschulischen Angebote der Jugendbildungsstätte richten sich an Jugendliche und jugendliche Erwachsene. Es werden Fortbildungen für Multiplikatoren durchgeführt. Ebenso zielen die Seminare darauf ab, auch bildungsbenachteiligte junge Menschen zu erreichen.

Die Institution sieht ihre Bildungsarbeit als Teil der Auseinandersetzung für eine Welt, in der Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit herrschen und Extremismus keinen Platz hat. Das menschliche Miteinander soll von umfassender Selbstbestimmung, Respekt, Solidarität, Anerkennung von Differenz und Demokratie als Lebensform bestimmt sein. Demokratische Einstellungen werden durch die Bildungsangebote ebenso gezielt gefördert wie die Bereitschaft zum gesellschaftspolitischen Engagement.

Kontakt:
Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein e.V.
Freienwalder Allee 8-10
16356 Werneuchen/Werftpfuhl
Telefon: 033398-8999-11
Telefax: 033398-8999-13
E-Mail: info@kurt-loewenstein.de

Weitere Artikel

Noël-und Jacqueline-Martin-Fonds

Noël Martin wird am 23. Juli 1959 auf Jamaika geboren. Als er zehn Jahre alt ist, holen ihn seine zuvor ausgewanderten Eltern zu sich nach Birmingham. Mit sechzehn Jahren beendet Noël die Schule und wird Gipser. Er arbeitet sich hoch und macht sich schließlich selbständig.
Sein Unternehmen erhält Großaufträge aus vielen Ländern Europas. 1994 wird Martin für einen Bau in Mahlow (Brandenburg) engagiert. Am 16. Juni 1996 schließlich wird er Opfer eines rechtsextremistischen Anschlages. Seitdem sitzt Martin im Rollstuhl und ist vom Hals abwärts gelähmt.

Nach dem Anschlag wird er vier Jahre lang zu Hause in Birmingham von seiner langjährigen Lebensgefährtin Jacqueline gepflegt. Das Paar heiratet zwei Tage bevor Jacqueline im Jahr 2000 an Krebs verstirbt.

Fünf Jahre nach dem Anschlag kehrt Noël Martin zu einer Demonstration gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nach Mahlow zurück. Hier regt er Jugendbegegnungen zwischen Jugendlichen aus Brandenburg und Birmingham an, die seit dem Jahr 2002 regelmäßig stattfinden.

Kontakt:
Noël- und Jacqueline-Martin-Fonds
bei der Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam"
Breite Straße 9a
14467 Potsdam
Tel.: (+49) 0331-281 46-6
Fax: (+49) 0331-281 46-71

Elterninitiative gegen Rechts – Hilfen für Eltern von rechtsextremistisch orientierten Jugendlichen

Die „Elterninitiative gegen Rechts“ bietet Eltern und Angehörigen von Jugendlichen, die in den Einflussbereich rechtsextremistischer Gruppierungen bzw. der rechten Szene geraten sind, Unterstützung und Hilfe an. Sie ist Bestandteil der Maßnahmen des Landes Rheinland-Pfalz gegen den Rechtsextremismus. Die „Elterninitiative gegen Rechts“ wird gefördert vom bundesweiten Programm „entimon – gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus“. Dieses ist Teil des übergeordneten Aktionsprogramms „Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Beratungstelefon: 0 61 31/9 67-5 20
E-Mail: Elterninitiative@lsjv.rlp.de

KICK - Sport gegen Jugenddelinquenz

Das KICK-Projekt will primär präventiv mit Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden dem Abgleiten von Kindern und Jugendlichen in die Kriminalität entgegenwirken.
Die Angebote von KICK stehen allen Interessierten offen, wobei durch eine Kooperation mit der Berliner Polizei straffällige Kinder und Jugendliche auf freiwilliger Basis an das Projekt vermittelt werden.

An den acht Standorten sollen Jugendliche zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung hingeführt werden und langfristig in Sportvereine vermittelt werden.

Über das vorhandene Beratungsangebot soll mit der Zielgruppe von KICK gemeinsam ein Konzept über weitere abgestufte individuelle Hilfsangebote geklärt und entwickelt werden.
An die Beratungsphase schließt sich die weitere Planung und Durchführung an.

Während der Betreuung der Jugendlichen sollen vorhandene Defizite aufgearbeitet sowie Normen und Werte vermittelt werden, mit dem Ziel, Jugendliche zu selbstverantwortlichem Handeln im Sinne von "Hilfe zur Selbsthilfe" zu befähigen.

Insgesamt sollen die Teilnehmer durch das Erfahren von Anerkennung, Strukturen und einer eigenen Zielbestimmung neue, positive Lebensperspektiven entwickeln.

Seit Beginn des Jahres 2002 wurde KICK um eine Task-Force, einem mobilen Beratungsteam, erweitert.
Die Task-Force soll Mitarbeitern und Jugendlichen von Jugendeinrichtungen, Sportvereinen und Schulen schnelle Hilfe bei Konfliktsituationen im Bereich von Gewalt und fremdenfeindlichen Auseinandersetzungen bieten.

Kontakt:
KICK
Verein für Sport und Jugendsozialarbeit e.V.
Hanns-Braun-Str./Friesenhaus II
14053 Berlin

Gewalt Akademie Villigst

Die Gewalt Akademie Villigst ist eine Initiative des Villigster Deeskalationsteams Gewalt und Rassismus im Amt für Jugendarbeit der EKvW und dort organisatorisch eingebunden und institutionell verwurzelt.
Gewalt und Rassismus sind kein Problem an den Rändern unserer Gesellschaft, sondern haben ihre Wurzeln „in der Mitte der Gesellschaft“. Dort müssen sie auch bearbeitet werden.

In der Gewalt Akademie Villigst geht es darum, Methodenrepertoires, Thematisierungswege und konstruktive Konfliktlösungen zu entwickeln, zu erproben und zu realisieren, damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene selber herausfinden können, was gut oder schlecht für sie ist und damit sie auf Gewalt und Rassismus als scheinbare Lösungsmittel nicht zurückgreifen müssen.

Die Mitglieder der Gewalt Akademie Villigst entwickeln Konzeptionen auf der Basis der Erfahrungen in der täglichen Konfliktbearbeitungs- und Deeskalationsarbeit. Die Gewalt Akademie Villigst übernimmt hierbei Mitverantwortung für die Qualitätsentwicklung und -sicherung der Arbeit von Villigster Deeskalationstrainer/innen.
Angeboten werden Seminare, Fort- und Weiterbildungen, Trainerausbildungen und Projekte zum Thema Gewalt, Deeskalation und Konfliktlösung.

In der Edition Zebra erscheinen regelmäßig Bücher, die sich mit dem Thema Gewalt und Rassismus auseinandersetzen.
Kontaktadresse :

Bündnisbüro für Toleranz und Zivilcourage
SOS-Rassismus-NRW
Gewalt Akademie Villigst
im
Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen
c/o Ralf-Erik Posselt
Haus Villigst
58239 Schwerte
Tel: 02304-755190
Fax: 02304-755295

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