Für Volk und Vaterland. Das Mediennetz der Rechten – Presse, Musik, Internet

Von Thomas Grumke
06.05.2004 - Der Autor Thomas Pfeiffer macht gleich im Vorwort klar, was er mit seiner vor kurzem vorgelegten Studie leisten möchte: einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit rechtsextremistischem Denken und Handeln in Deutschland. Den Kern des aus seiner Dissertation an der Universität Bochum hervorgegangenen Buches stellen neun akribisch recherchierte Fallstudien zum "Mediennetzwerk der Rechten" dar. Pfeiffer formuliert als zentrale Ziele des gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus die Herstellung von "Gegenöffentlichkeit" und "kultureller Hegemonie" und beschreibt ihn als neue soziale Bewegung. Diese in der Sozialwissenschaft seit Jahren umstrittene Beschreibung wird sehr knapp, aber schlüssig unter Einbeziehung von Gegenargumenten begründet. Begrifflich unterscheidet der Autor zwischen "alter" und "neuer" Rechter, wobei letztere durch "neue strategische Orientierungen, Organisations- und Ausdrucksformen der die Neue Rechte tragenden jungen Generation" (S.24) gekennzeichnet ist und sich ideologisch in die Hauptströmungen "Nationalrevolutionäre" und "Konservative Revolutionäre" teilt. Im Sinne Wolfgang Gessenharters versteht er die "neue Rechte" als "Scharnier zwischen Rechtsextremismus und etabliertem Konservatismus" (S. 27).

Kostenpflichtiger Artikel

Sie müssen angemeldet sein.

Hier gelangen Sie zur Abonnement-Bestellung.

Erschienen in: Rezensionen