Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V.

Der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V. wurde 1990 in Köln gegründet und setzt sich für die Anerkennung und gerechte Entschädigung der NS-Verfolgten ein. Zu den Gründern des Verbandes gehören u.a. Interessenverbände der Opfer. Er ist überparteilich, unabhängig und für alle NS-Verfolgten sowie ihre Verbänden offen.
Die MitarbeiterInnen des Bundesverbandes

• beraten und informieren in Entschädigungsfragen,
• unterstützen Betroffene bei der Anerkennung und Durchsetzung ihrer Rechte auf Entschädigung,
• arbeiten für die Verbesserung der Lebenssituation der NS-Verfolgten und ihrer Angehörigen,
• setzen sich für bessere gesetzliche Regelungen im In- und Ausland ein,
• fördern und organisieren die Erforschung aller Aspekte nationalsozialistischer Verfolgung,
• stehen für die Entwicklung einer Gedenkkultur, die sich an den Erfahrungen der Überlebenden
orientiert.

In den vergangenen Jahren hat die Initiative mehr als 10.000 Opfer nationalsozialistischer Verfolgung dabei unterstützt, Entschädigung für ihr Leid zu erreichen. Neben der Beratung organisierte der Verband gemeinsam mit anderen Opferverbänden auch politische Kampagnen zur Verbesserung ihrer Lebenssituation. So erkämpften sie die Einrichtung eines Härtefonds für NS-Verfolgte in NRW (1992-94), die Entschädigung für die überlebenden Opfer der NS-Militärjustiz (1990 – 97) und organisierten die Kampagne „Gerechtigkeit für die Überlebenden des Holocaust in Mittel- und Osteuropa“ gemeinsam mit dem American Jewish Committee (1995 – 1998). Während dieser Zeit setzte sich die Initiative besonders dafür ein, dass auch die ehemaligen ZwangsarbeiterInnen nicht länger von Entschädigungen ausgeschlossen blieben. Mit dem Gesetz vom 2. August 2000 erkannte die Bundesregierung das Recht auf Entschädigung von Sklavenarbeit an und gründete gemeinsam mit Vertretern der deutschen Wirtschaft die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte E.V. ist eine von zwei Verfolgtenorganisation im 27-köpfigen Kuratorium und vertritt dort die Interessen der Opfer.

Kontakt:
BUNDESVERBAND INFORMATION & BERATUNG FÜR NS-VERFOLGTE e.V.
Holweiderstr. 13-15
51065 Köln

Telefon:
Zentrale: +49-(0)221-179294-0
Beratung: +49-(0)221-179294-17 (Di & Do: 10.00 - 12.00 Uhr)
Fax: +49-(0) 221-179294-29/-28
E-Mail: info{at}nsberatung.de

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Kontakt:
opferberatung.dresden{at}raa-sachsen.de
opferberatung.leipzig{at}raa-sachsen.de

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Die Hilfe, die der Weiße Ring e.V. Kriminalitätsopfern anbieten kann, ist vielfältiger Art: persönliche Betreuung nach der Straftat
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Beratungsscheck für die kostenlose Erstberatung bei einem frei gewählten Anwalt
Rechtsschutz
Beratungsscheck für eine kostenlose medizinisch-psychologische Erstberatung bei seelischen Belastungen in Folge einer Straftat
Begleitung zu Gerichtsterminen sowie der Vermittlung von Hilfen anderer Organisationen.

Kontakt:
Weißer Ring e. V.
Bundesgeschäftsstelle
Weberstraße 16
55130 Mainz

Tel. 06131 / 83 03-0
Fax 06131 / 83 03-45
E-Mail: info{at}weisser-ring.de

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AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt Sachsen berät Betroffene von rechtsextremer und rassistischer Gewalt, dokumentiert die Fälle anonym und leistet Aufklärung in der Öffentlichkeit über das Geschehen aus Sicht der Betroffenen. Die Opfer erhalten die Möglichkeit, über das Erlebte zu sprechen, sie erhalten Hinweise zu rechtlichen Möglichkeiten, Hilfe bei Behördengängen und Antragstellungen und auf Wunsch werden Kontakte zu weiteren Initiativen vor Ort vermittelt. Das Netzwerk für Demokratische Kultur e. V. ist Träger des Projektes und unterhält in Dresden, Görlitz und Wurzen regionale Beratungszentren.Kontaktadresse :

Büro in Görlitz:

AMAL Sachsen
Hospitalstr. 30
02826 Görlitz

E-Mail: goerlitz@amal-sachsen.de

Büro in Wurzen:

AMAL Sachsen
Domplatz 5
04808 Wurzen

Tel.: 03425 – 851541
E-Mail: wurzen@amal-sachsen.de