Lokale und regionale Initiativen und Netzwerke

Vive le courage

Es lebe der Mut! Dieses Motto wurde zum Leitmotiv einer Gruppe junger Menschen, die in ihrem Umfeld das Abdriften von Freunden und Bekannten in die rechtsextreme Szene beobachten mussten. Sie wollten die so genannte „Faschisierung der Provinz“ nicht länger hinnehmen und aktiv gegen Intoleranz, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit vorgehen.
Dies gelingt der noch recht jungen Initiative auf sehr professionelle und engagierte Weise sehr gut. Neben einer informativen und nach Themenschwerpunkten ausgerichteten Internetseite, bemühen sich die Mitstreiter vor allem um die Menschen vor Ort. So ist der Aufbau eines Vereinshauses als alternativer Rückzugspunkt für anders denkende Jugendliche in Planung. Daneben arbeitet Vive le courage aktiv mit dem Thomas-Mann-Gymnasium in Oschatz an dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit Vorträgen, Schulausflügen aber auch Flugblattaktionen soll die deutsche Vergangenheit immer gegenwärtig bleiben und so der Grundstein im Kampf gegen Rechts gelegt werden. Jedoch wird auch über aktuelle Themen wie die szenetypische Modemarke Thor Steinar informiert.

Der basisdemokratisch aufgebaute Verein lädt jeden Interessierten und Gleichgesinnte ein sich über die Arbeit vor Ort zu informieren und mitzumachen.

Kontakt:

Vive le courage e.V.
Lichtstraße 1
04758 Oschatz

Email: vive-le courage@gmx.de

nazifreie un!

Diese Initiative ist das Kind eines bereits bestehenden und erfolgreichen Projektes. Rheinhessen gegen Rechts rief sie ins Leben um ein Zeichen zu setzen gegen Rechtsradikalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Mit dieser Initiative sollen neben den Verbündeten Rheinhessen gegen Rechts auch andere Mitstreiter gewonnen werden um für eine Uni der Vielfalt und Toleranz einzutreten. Die noch sehr junge initiierte zunächst eine Resolution gegen Rechts an der Uni. Diese soll ein gesellschaftliches Zeichen setzen und so viele Unterstützer wie möglich finden. Darüber hinaus sind Veranstaltungen zum Thema bereits in Planung. Wichtig für Initiatoren ist es, den bedenkenswerten Tendenzen, nicht nur an der Mainzer Universität, etwas entgegen zu setzen und aktiv zu werden.
Kontakt:

Rheinhessen gegen Rechts
Roland Schäfer
Postfach 1502
55208 Mainz

Email: mail@rheinhessen-gegen-rechts.de

Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Dieser seit 1997 bestehende Zusammenschluss von verschiedensten demokratischen Institutionen, Organisationen aber auch Einzelpersonen gegen Rechts in Magdeburg verfolgt durch das gemeinsame Auftreten und Veranstalten das Ziel in der Stadt eine offene und liberale Bürgergesellschaft zu gewährleisten. Neben Informationsangeboten wie aktuellen Meldungen, Berichte über stattfindende oder bereits erfolgte Aktion, andere Vereine und Initiativen reagiert das Bündnis auch ad hoc auf aktuelle Entwicklungen in der Stadt.So veranstalten sie am 6.September 2008 eine Kundgebung mit dem Titel „Augen auf gegen rechte Gewalt“. Anlass ist die Ermordung des Kunststudenten Rick L. durch den zur rechtsextremen Szene gehörenden Bastian O.

Kontakt:

Bündnis gegen Rechts Magdeburg
c/o Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
Schellingstraße 3-4
39104 Magdeburg

Bürgerinitiative „Demokratie anstiften – Reinhardtsdorf-Schöna“

Das Jahr 2004 war ein Wendepunkt für das kleine Dorf Reinhardtsdorf-Schöna in Sachsen. Die NPD konnte hier den größten Stimmenanteil verzeichnen. Für Bianca Richter und zehn andere Ehrenamtlich aus dem Dorf und Ortsteil Kleingießhübel Grund genug sich gegen Rechts zu engagieren. Tatsache ist, dass das Ergebnis nicht zu einer generellen Stärkung der demokratischen Basis vor Ort führte, sondern das ein immer stärkerer Rückzug erfolgte. So wurde die Stelle der Pastorin vor Ort gekürzt. Der Jugendclub in Schönau wurde geschlossen. Wo jeder jeden kennt, ist es schwer gegen den braven Bürger und NPD-Kader vorzugehen. Mit Informations- und Kulturveranstaltungen richten sich die Mitglieder dieser Initiative deshalb vermehrt und ganz bewusst an die Bevölkerung. In Zusammenarbeit mit den Kommunen, Parteien, Behörden und Kirchen sowie der Förderung durch die „Demokratie (AN) Stiftung“ werden Projekte wie ein internationales Sommercamp oder das Gastspiel des Dresdner Staatsschauspiels organisiert und finanziert. Ziel dieses Engagements ist es letztlich die demokratischen Kräfte vor Ort zu stärken und für die, für unsere Demokratie zu werben.
Kontakt:

Bürgerinitiative „Demokratie anstiften – Reinhardtsdorf-Schöna“
Am Feldrain 51
01814 Reinhardtsdorf-Schöna

Ansprechpartnerin: Bianca Richter
info@demokratieanstiftung.de

Initiative Zivilcourage Hoyerswerda

Die Stadt Hoyerswerda hat den Ruf eine der rechtsextremen Hochburgen in Deutschland zu sein. Um diesem Bild in den Medien und der Gesellschaft etwas entgegen zu setzen, engagieren sich die Mitarbeiter dieser Initiative gegen Rassismus und rechte Gewalt. Hoyerswerda und Umland sollen für jeden Heimat sein, egal welche Hautfarbe er oder sie hat. Mit Unterschriftaktionen, kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen oder Kino sowie dem 2007 organisierten Fest der Weltkulturen machen sie auf ihr Anliegen aufmerksam.
Kontakt:

Initiative Zivilcourage Hoyerswerda
Straße des Friedens 27
02977 Hoyerswerda

zivil-hoy@t-online.de

Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

Das Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus gründete sich 2007 aufgrund der Erfahrungen mit den Aktionen gegen das rechtsextreme „Fest der Völker“. Ziel dieses Bündnisses ist es Rechtsextremismus und Intoleranz durch einen langen Atem, gewaltfreies Gesicht zeigen und kulturelle Veranstaltungen entgegen zutreten. Neben Ausstellungen, thematischen Stadtrundgängen und Lesungen gibt es auch ein Schüler-Lehrer-Netz. Menschen jeden Alters und jeder sozialen Herkunft sollen dabei für das Thema sensibilisiert werden.
Das Aktionsnetzwerk, für das ausschließlich Ehrenamtliche arbeiten, finanziert sich vorrangig durch Spendengelder und vereinzelte Stiftungszusammenarbeit sowie Fördermittel der Stadt. Die Arbeitskreise stehen jedem Interessierten offen.

Für Informationen, Mithilfe oder Anregungen:

Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus
Postfach 10 02 17
07702 Jena

Tel.: 0151/ 514 098 96
Fax: 012 12 50 57 91 308
Email: mail@aktionsnetzwerk.de

"Lola für Lulu"

Das Projekt „Lola für Lulu“ richtet sich an Mädchen und Frauen aus dem Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sollen darin bestärkt werden, sich für lebendige Demokratie und gegen Rechtsextremismus in ihrer Region einzusetzen. Das Projekt spricht auch Personen an, die sich bisher nicht für den Bereich Rechtsextremismus interessiert haben, und befähigt sie, gemeinsam mit Gleichgesinnten aktiv zu werden. Die einzelnen Teilprojekte sollen Mädchen und Frauen für die Gefahren des Rechtsextremismus sensibilisieren und demokratische Alternativen vor Ort aufzeigen. Durch die inhaltliche Arbeit werden die Teilnehmerinnen befähigt, ihre eigenen Möglichkeiten und Ressourcen besser wahrzunehmen. Diese dann auch wirksam zu nutzen und auszubauen, darum geht es im Projekt "Lola für Lulu". Mädchen und Frauen sollen als starke Akteurinnen einer lebendigen und demokratischen Gesellschaft in ihrer Region mehr Einfluss nehmen.
Der Landkreis Ludwigslust ist von Abwanderung junger Menschen betroffen. Das Projekt möchte gemeinsam mit Frauen und Mädchen berufliche Perspektiven im Kreis entwickeln.

Frauen und Mädchen, die Teil der rechtsextremen Szene sind, langfristig aber aussteigen möchten, können durch das Projekt "Lola für Lulu" Unterstützung erfahren.

Kontakt:
Projekt „Lola für Lulu“
Amadeu Antonio Stiftung
Alexandrinenplatz 7
19288 Ludwigslust

Bündnis für Menschenwürde - gegen Rechtsextremismus im Landkreis Mittweida

2007 hat sich die Vereinigung im Landkreis Mittweida gegründet. Es möchte sensibilisieren und aufklären über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, will alternative Jugendkulturen unterstützen, die Marktplätze des Landkreises zurückgewinnen, Kontakte aufbauen und vernetzen. Möglichst viele Initiativen für Menschenwürde und gegen Rechtsextremismus sollen unterstützt werden.
Die Initiative versteht sich als ein klassisches Bürgerbündnis, in welchem die Zusammenarbeit aller demokratischen Kräfte gegen Rechtsextremismus angestrebt wird. Mit Medienaktionen wird Öffentlichkeit für das Thema hergestellt. Ebenso organisiert das Bündnis eigene Projekte, wie Podiumsdiskussionen, Feste, Lesungen, um auf das Thema Rechtsextremismus aufmerksam zu machen.

2007 wurde das Bündnis mit dem sächsischen Förderpreis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ geehrt.

Kontakt:
Bündnis für Menschenwürde - gegen Rechtsextremismus im Landkreis Mittweida
Tzschirnerplatz 9a
09648 Mittweida

Ansprechpartner:  Marcus Eick, Tel.:  0176/ 96 30 21 73
E-Mail: post@buendnis-mittweida.de

Koordinierungs- und Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus des Landkreises Rems-Murr

Die Koordinierungs- und Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus ist zentrale Anlaufstelle für alle Einrichtungen und Bürger, die beruflich oder privat mit Rechtsextremismus konfrontiert sind, sich informieren oder etwas gegen Rechtsextremismus unternehmen möchten.Sie vernetzt verschiedene Institutionen auf Kreisebene (Fachbeirat Rechtsextremismus) und auf Gemeinde- und Stadtteilebene, um gemeinsam gegen Rechtsextremismus vorgehen zu können, Hilfesuchenden eine optimale Unterstützung zu gewährleisten und mit den vorhandenen Möglichkeiten mehrerer Einrichtungen Projekte durchzuführen. Sie ist Teil des Kreisjugendamtes.
Die Koordinierungs- und Beratuntsstelle berät, unterstützt und vernetzt bei der Prävention und im Umgang mit Rechtsextremismus wie z. B. bei der Aufarbeitung rechtsextremer Vorkommnisse, Erarbeitung von Leitfäden, Lösungs- und Präventionskonzepten. Neben Hilfe im Einzelfall stellt die Stelle Informationen und Arbeitsmaterial bereit und bietet Fortbildungsveranstaltungen an.
Auch Eltern und Angehörige von rechtsorientierten Jugendlichen können sich an die Informationsstelle wenden.
Rechtsorientierte Jugendliche finden hinsichtlich ihrer Lebensgestaltung Beratung, ebenso rechtsextreme Jugendliche und junge Erwachsene, die aus der Szene aussteigen möchten.
Die Informations- und Beratungsstelle leistet Prävention durch Veranstaltungen und Ausstellungen, durch Pressearbeit wird die Öffentlichkeit oder einzelne Einrichtungen gezielt über Rechtsextremismus informiert. Gemeinsam mit anderen Einrichtungen werden Präventions- und Aufklärungsprojekte entwickelt.

Kontakt:
Landkreis Rems-Murr
Kreisjugendamt
Koordinierungs- und Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus
Kreishaus in Waiblingen
Alter Postplatz 10
71332 Waiblingen
Tel.: (07151) 501-0
Fax: (07151)501-1525
E-Mail: info@rems-murr-kreis.de

Verein für soziale Arbeit und Kultur e.V. (VAKS)

Der Wunsch zur aktiven Mithilfe an der Entwicklung einer sozial gerechten und multikulturellen Gesellschaft das Hauptmotiv für die Gründung des Vereins für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. im JAHR 1985. Den Schwerpunkt der Arbeit in verschiedenen sozialen und kulturellen Bereichen bildet dabei die Hilfe und Unterstützung von Zuwanderern und Menschen ohne deutschen Pass beim Integrationsprozess in die Gesellschaft.
Kontakt:
Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. (VAKS)
Sandstraße 12
57074 Siegen
Telefon (0271) 38783-0
Telefax (0271) 38783-20
E-Mail: info@vaks.info

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