Worch als OB-Kandidat

31.07.2020 -

Hamm – Der Neonazi und Gründer der Kleinstpartei „Die Rechte“ (DR), Christian Worch, bewirbt sich bei der Kommunalwahl in Hamm als Oberbürgermeister.

Der bekannte Neonazi Christian Worch tritt bei der Oberbürgermeisterwahl in Hamm an; Photo (Archiv): Th.S.

Zwar lebt Worch in der Kleinstadt Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Jedoch betonte der langjährige Neonazi, dass sich in Hamm kein Mitglied seiner Partei für diese Kandidatur bei den nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen zur Verfügung habe stellen wollen. „Die Rechte“ habe rund ein Drittel der Kommunalwahlbezirke mit Direktkandidaten besetzen können, sagte Worch gegenüber dem „Westfälischen Anzeiger“. OB-Kandidat sei nun er, betonte der 64-Jährige.

Worch war 2012 Mitbegründer der DR und war lange Jahre deren Vorsitzender. Unterdessen ist er deren Bundesschatzmeister. Im Jahr 2017 wollte er Bürgermeister im baden-württembergischen Au am Rhein (Kreis Rastatt) werden. Seine Kandidatur sorgte dort für Wirbel, letztlich erhielt er jedoch nur acht Stimmen.

Auch in Hamm sorgt die Kandidatur seit Wochenbeginn für Aufsehen, Berichten in den Lokalmedien sowie Diskussionen in der Lokalpolitik und Verwaltung. Letztlich stimmte der Kommunalwahlausschuss am Mittwoch der Kandidatur jedoch zu. Würde Worch etwa abgelehnt und dagegen rechtlich vorgehen so stünde der Stadt ein jahrelanger Rechtsstreit darüber bevor, ob die Kommunalwahlen am 13. September rechtssicher abgelaufen sei. (mik)