Urteil mit Signalwirkung bestätigt

13.02.2017 -

Bad Waldsee – Mehrjährige Haftstrafe für Neonazis wegen Brandanschlags auf Asylsuchenden-Unterkunft ist rechtskräftig.

Im Januar 2016 warfen zwei Neonazis Feuerwerksraketen in das Schlafzimmer eines syrischen Kriegsflüchtlings. Wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchter schwerer Brandstiftung wurden sie verurteilt. Dagegen legten beide Täter Berufung ein – und zogen diese knapp vor der vergangene Woche am Landgericht Ravensburg angesetzten Gerichtsverhandlung zurück.

Die damit nun rechtskräftig zu knapp unter zwei Jahren und etwas über drei Jahren verurteilten Neonazis warfen am 10. Januar 2016 zwei Feuerwerksraketen in eine Asylsuchenden-Unterkunft im baden-württembergischen Bad Waldsee und verletzten damit einen Bewohner. Zuvor hatten sie sich via WhatsApp auf die „Mission Rocket“ genannte Aktion verständigt. Einer der Täter verwaltete eine Messenger-Gruppe „Widerstand Schwaben“, gegen zeitweise die wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt wurde. Dort schrieb der Haupttäter: „Ich will Deutschland wieder deutsch machen. Also lass mich eine Waffe kaufen und damit spielen. Ich will alles was nicht deutsch ist wegmachen.“ (bnr.de berichtete) (sl)

Weitere Artikel

Urteil mit Signalwirkung

21.09.2016 -

Im Januar warfen zwei Neonazis Feuerwerksraketen in das Schlafzimmer eines syrischen Kriegsflüchtlings. Für ihre „Mission Rocket“ wurden sie vom Amtsgericht Ravensburg wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt. Das Gericht schloss eine Bewährungsstrafe aus.

NPD in Schwerin provoziert weiter

08.12.2006 - Schwerin – Eklat vor, während und rund um die Landtagssitzung im Schweriner Schloss: Auf dem Weg ins Parlament hat eine sechsköpfige Gruppe aus dem Umfeld der NPD Abgeordnete anderer Fraktionen und deren Mitarbeiter gefilmt und fotografiert.

Rechtsauslegerin beendet Parteikarriere

21.04.2015 -

Düsseldorf – Nachdem die Dügida-Organisatorin Melanie Dittmer bereits vor vier Wochen aus dem Vorstand von „pro NRW“ ausgeschieden war, hat sie nun auch ihren Austritt aus der rechtspopulistischen Kleinpartei erklärt.

Von „pro Köln“ lernen

21.11.2006 - Bonn – Zu ihrer ersten ordentlichen Bundesversammlung traf sich die „Bürgerbewegung pro Deutschland“ am 18. November in Bonn.