Szene-bekannte Referentenriege

Von Anton Maegerle
06.01.2020 -

Vom 3. bis 5. April 2020 ist das bereits 16. „Lesertreffen“ der Neonazi-Zeitschrift „Recht & Wahrheit“ von Meinolf Schönborn angekündigt.

Bereits das 16. „RuW-Lesertreffen“ im April;

Getagt wird wieder im Ausflugs- und Ferienhotel „Hufhaus“ im nordthüringischen Ilfeld (Landkreis Nordhausen). Seit über 20 Jahren finden im Hotel „Hufhaus“ im Landkreis Nordhausen regelmäßig rechtsextreme Veranstaltungen statt.

Seit 2009 ist Schönborn (Hessen; Jg. 1955) Herausgeber des seit Mitte der 1980er Jahre erscheinenden braunen Publikation „Recht & Wahrheit“ (RuW). Die Zeitschrift richtet sich sowohl an die Neonazi-Szene als auch das in sich zersplitterte Spektrum der „Reichsbürger“.

Schönborn (Jg. 1955) war Anführer der 1992 wegen Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus verbotenen Neonazi-Truppe „Nationalistische Front“ (NF). Der knasterfahrene „Reichsbürger“ Schönborn hatte 1991 einen NF-Aufruf zur Gründung eines „Nationalen Einsatzkommandos“ (NEK) unterzeichnet. Aufgabe des NEKs sollte die Aufstellung kadermäßig gegliederter mobiler Verbände sein, die für den politischen Kampf auf der Straße und die Planung und Koordinierung überraschender Gewaltaktionen vorgesehen waren.

Metapolitik und Finanzen

Als Referenten des 16. „RuW-Lesertreffens“ sind Günter Deckert, Michael Dangel, Frank Kraemer, „Johannes Scharf“ und Stefan Lux angekündigt.

Deckert (Baden-Württemberg), ehemals NPD-Bundesvorsitzender, referiert zum Thema „Wie gehe ich mit dem Revisionismus um, ohne dem System einen Vorwand zur Repression zu liefern?“. Dangel (Baden-Württemberg), einst Funktionär der Republikaner und später Sprecher der „Burschenschaft Arminia Zürich zu Heidelberg“, will über „Suggestion und Gehirnwäschemethoden der Globalisierer“ sprechen.

Frank Kraemer aus Nordrhein-Westfalen, Gitarrist der Neonazi-Band „Stahlgewitter“ und Betreiber des „Sonnenkreuz-Versands“ verheißt in seinem Vortrag: „Werde unsterblich. Rechte Metapolitik als Lebensphilosophie“. Der unter dem Pseudonym „Johannes Scharf“ auftretende Baden-Württemberger Jonathan Stumpf, zuletzt NPD-Kommunalwahlkandidat, widmet sich dem Themenfeld „Kampf ums Dasein – Metapolitische Essays am Puls der Zeit“. Das NPD-Bundesvorstandsmitglied Stefan Lux aus Berlin trägt über die „Geschichte des Finanzwesens und seiner Gegenwart“ vor.