Sylvia Stolz erneut vor Gericht

24.05.2017 -

München – Ein Prozess gegen die Rechtsextremistin Sylvia Stolz aus dem oberbayerischen Ebersberg wird erneut aufgerollt.

Weil Stolz kurzfristig einen neuen Verteidiger benannte, der nicht rechtzeitig geladen werden konnte, platzte der erste Prozesstag am Montag, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Die ehemalige Anwältin Stolz (Jg. 1963) hatte gegen ein Urteil des Landgerichts München Revision eingelegt. Im Februar 2015 war die Holocaust-Leugnerin wegen Volksverhetzung zu 20 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es unter anderem als erwiesen an, dass Stolz bei einem Auftritt bei einer Konferenz der umstrittenen „Anti-Zensur-Koalition“ in Chur in der Schweiz 2012 den Holocaust bestritten hatte. Der systematische Mord an sechs Millionen Juden könne gerichtlich nicht bewiesen werden, sagte Stolz, da die Leichen, die Spuren der Täter und die Waffen fehlten. (jf)

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