Rechtsextremer OB-Anwärter

22.05.2019 -

Saarbrücken – Bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag in Saarbrücken steht auch ein NPD-Mann auf dem Stimmzettel.

OB-Anwärter von der NPD; (Screenshot)

Parallel mit der Stimmabgabe für das EU-Parlament am Sonntag wird in Saarbrücken auch zur Kommunalwahl und zur direkten Oberbürgermeisterwahl an die Wahlurne gebeten. Zu den insgesamt acht Kandidaturen für das höchste Verwaltungsamt der Stadt gehört mit Otfried Best auch ein Vertreter der NPD. Die Partei nutzt entsprechende Wahlen, um sich im Gespräch zu halten, auch wenn der OB-Anwärter tatsächlich chancenlos ist.

Bereits 2017 wurde Handelsvertreter Best für das höchste Amt im Völklinger Rathaus von den Nationaldemokraten ins Rennen geschickt. 678 mal wurde für ihn dabei ein Kreuzchen gemacht, das waren 3,49 Prozent der Stimmen. Der heute 62-Jährige  trat zeitweilig als Sprecher für die Gruppierung „Saarländer gegen Salafisten“ (SageSa) auf. Best tritt ebenso als Bewerber für den Posten des Regionalverbandsdirektors Saarbrücken an. Die NPD hat in der Landeshauptstadt und im neun Anrainerstädte und -gemeinden umfassenden Regionalverband Saarbrücken auch eine Parteiliste aufgestellt. Einziger Vertreter im Saarbrücker Stadtrat ist bisher der NPD-Landesvorsitzende Peter Marx. (hf)