Rückwärtsgerichtetes Gedenken in Wien

10.09.2020 -

In der österreichischen Hauptstadt soll am Samstag ein „Fackelzug“ zum Gedenken an die Verteidigung Wiens am Kahlenberg im Jahr 1683 stattfinden.

Gedenkveranstaltung für 1683; (Screenshot)

Treffpunkt ist die Josefskirche am Kahlenberg im 19. Wiener Gemeindebezirk. Veranstalter der politischen Kundgebung ist die „Kahlenberg-Allianz“. Dieser gehören der „Wiener Akademikerbund“, der Verein „Okzident“ und die Plattform „Gedenken 1683“ an. Die Veranstaltung versteht sich „prinzipiell als überparteilich und oberkonfessionell und lädt alle Gleichgesinnten ein, sich anzuschließen. Gerade in diesen Zeiten müssen wir, so wie unsere Vorfahren 1683, über alles Trennende hinwegsehen und gemeinsam die europäische Zivilisation verteidigen", so die „Kahlenberg-Allianz“. „Die ruhmreiche Geschichte unserer Ahnen ist für uns auch ein Auftrag an die Zukunft, es ihnen gleich zu tun und für Volk und Vaterland einzustehen“, gibt der „Wiener Akademikerbund“ kund. Mit dem „Fackelzug“ wolle man „ein Zeichen wider den Zeitgeist setzen“.

Als Redner der Veranstaltung sind Politiker aus Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien und der Bundesrepublik angekündigt; darunter der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron, außenpolitischer Sprecher seiner Partei. 2018 hatte der gebürtige Tscheche ausgeführt: „Die AfD lehnt einen Beitritt der Türkei zur EU (..) ab. Die Türkei gehört nicht zu Europa. Das Land ist weder geographisch noch wirtschaftlich noch kulturell jemals ein Bestandteil von Europa gewesen und sollte daher auch nicht in die EU aufgenommen werden“. Der Fackelmarsch findet zum vierten Mal in Folge statt. (am)