„Pegida“-nahe Aufmarschserie im Westen?

08.03.2018 -

Mönchengladbach – Die Veranstalter einer rechten Demo am Samstag in Mönchengladbach rechnen mit bis zu 500 Teilnehmern.

 

Für den Aufmarsch am Samstag wird bundesweit mobilisiert; (Screenshot)

Die Aktion am 10. März ist eine Art Neuauflage einer „Pegida“-nahen Aufmarschserie am Niederrhein. Laut Polizei erwarten die Organisatoren rund 500 Teilnehmer für ihre Kundgebung und den anschließenden Protestzug durch den Stadtteil Odenkirchen. Organisator ist eine örtliche „Bürgerbewegung – Wir sind das Volk“, das Motto des Aufmarsches lautet „Gerechtigkeit für Deutschland!“

Obschon die Organisatoren und Unterstützer im rechtsradikalen bis rechtsextremen Lager zu verorten sind, (bnr.de berichtete) hat auch der AfD-Kreisverband Mönchengladbach die Kundgebung auf seiner Facebook-Seite beworben. Rückenwind verspricht sich die örtliche „Bürgerbewegung“ durch ähnliche Aufmärsche wie zuletzt im pfälzischen Kandel und in Bottrop im westlichen Ruhrgebiet.

Dabei nahmen unter anderem „besorgte Bürger“, militante Rechtsextremisten und rechte Hooligans sowie Vertreter der „Identitäten Bewegung“ (IB) und der AfD teil oder waren organisatorisch eingebunden. (bnr.de berichtete) In den verschiedenen Szenen am rechten politischen Rand hofft man nun, auch in Westdeutschland eine Serie großer Aufmärsche ähnlich wie in Dresden oder Cottbus abhalten zu können. Mönchengladbach wäre am Samstag der nächste entscheidende Termin, mobilisiert wird daher bundesweit.

Abzuwarten dürfte jedoch sein, ob sich dabei die Redner am Samstag an die Auflagen der Organisatoren halten: Volksverhetzende und ausländerfeindliche Äußerungen seien untersagt, teilten diese vorab mit. Von illegalen Sprühaktionen, mit denen Neonazis für den Aufmarsch geworben haben, haben sie sich zudem distanziert. Das Bündnis „Mönchengladbach stellt sich quer“ ruft dessen ungeachtet weiterhin ab 11.00 Uhr an dem Tag zu Protesten gegen die „nationalistische und fremdenfeindliche Kundgebung“ in Odenkirchen auf. (mik)

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