Nächster Prozess gegen Dortmunder Neonazi

17.01.2020 -

Dortmund/Horn-Bad Meinberg - Dem inhaftierten Neonazi-Kader Matthias Drewer droht ein weiterer Prozess nach Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten.

Umtriebiger Dortmunder Neonazi-Kader Drewer; Photo (Archiv): S.M.

Drewer ist seit Jahren in der Neonazi-Szene aktiv, auch bei der Partei „Die Rechte“ (DR) respektive in deren Umfeld sowie als Szene-Fotograf. Im Dezember 2019 war der in Untersuchungshaft sitzende rechtsextreme Intensivtäter in Erster Instanz wegen gefährlicher Körperverletzung und antisemitischer Beleidigung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. (bnr.de berichtete) Drewer soll dagegen Berufung eingelegt haben. Sein Bruder Christoph, ein führender DR-Funktionär, trat unlängst eine Haftstrafe an. (bnr.de berichtete)

Wie die DR respektive ein parteinahes Portal nun mitteilten, liegt eine weitere Anklage gegen Matthias Drewer vor. Dabei geht es demnach um eine fremdenfeindliche Kundgebung im August 2019 im ostwestfälischen Horn-Bad Meinberg. Offenbar war deren Brisanz von den Behörden zuvor falsch eingeschätzt worden. Gegendemonstranten und Neonazis trafen aufeinander, es kam zu gegenseitigen verbalen und manchmal auch körperlichen Attacken. Dabei wird Drewer nun in der neuen Anklageschrift vorgeworfen einen Gegner getreten zu haben, wurde mitgeteilt. Die neuerliche Anklage lautet demnach auf gefährliche Körperverletzung. (mik)