„Lunikoff“ auf ausländischen Bühnen

Von Horst Freires
16.02.2018 -

Die Rechtsrock-Band „Die Lunikoff-Verschwörung“ bleibt hierzulande wie international ein Headliner, wenn Neonazis abfeiern wollen. Die Combo um Michael Regener tritt am 24. Februar in Estlands Hauptstadt Tallinn auf, am 10. März im ungarischen Györ.

„Lunikoff“ (2.v.r.) ist beliebt auf Rechtsrock-Bühnen im In- und Ausland; Photo (Archiv): Otto Belina

Der jährliche Unabhängigkeitstag in Estland wird seit einigen Jahren von den beiden estnischen Rechtsrock-Bands „Revalers“ und „PWA“ jeweils mit einem Konzert begleitet. Eingeladen wird dazu auch eine ausländische Band. Das Namenskürzel „PWA“ steht dabei für die rassistische Losung „Preserve White Aryans“. 2018 jährt sich der Unabhängigkeitstag zum 100. Mal. Dafür will man sich für den Samstag das seit 2003 existierende musikalische Nachfolgeprojekt der verbotenen Band „Landser“ um Sänger Michael Regener auf die Bühne holen, der szenebekannt in Anlehnung an eine Wodka-Marke zu DDR-Zeiten den Spitznamen „Lunikoff“ trägt.

Nicht zuletzt über Kontakte zum international agierenden „Blood&Honour“-Netzwerk bestreiten Regener & Co. immer wieder Konzerte im europäischen Ausland wie etwa in Bulgarien, Litauen oder Skandinavien. Aber auch die seit nunmehr fast 30 Jahren aktiven „PWA“ sind international bestens vernetzt, das zeigten Auftritte beispielsweise in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und Skandinavien.

Hermannsland-Versand unter den Sponsoren

Für den 10. März wird „Die Lunikoff Verschwörung“ zu einem „Defend Europe“-Konzert in Ungarn angekündigt. Dort sollen dann auch „Feher Törveny“ aufspielen. Auf dem Ankündigungsflyer ist der in Leipzig geführte Hermannsland-Versand von Nils Larisch als einer der Sponsoren vermerkt. Dieser betreibt das Merchandising rund um die Regener-Band, bietet aber auch Shirts mit der Aufschrift „Hitlerche“ an. Es verwundert also nicht, dass dort Eintrittskarten für das „Schild & Schwert“-Festival am 20./21. April im sächsischen Ostritz (bnr.de berichtete)  sowie für das Rechtsrock-Meeting „Tage der nationalen Bewegung“ am 8. und 9. Juni im thüringischen Themar angeboten werden.

Bei beiden Events steht die Combo von Michael Regener, der der in Berlin ansässigen „Ariogermanischen Kampfgemeinschaft – Vandalen“ angehört, mit auf der Programmliste. Die Örtlichkeiten von Themar kennt Regener bereits aus dem vergangenen Jahr ganz genau, spielte seine aktuelle Band „Die Lunikoff-Verschwörung“ doch dort im Juli vor über 6000 Besuchern beim „Rock gegen Überfremdung“-Festival.

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