Konspirative NPD-Veranstaltung

08.10.2019 -

Der NPD-Landesverband Hessen führt am Samstag im „Raum Wetzlar“ eine Vortragsveranstaltung durch. Als Referenten sind Ronny Zasowk und Meinolf Schönborn vorgesehen.

Vortragsveranstaltung der Hessen-NPD am Samstag; (Screenshot)

Meinolf Schönborn (Jg. 1955) war Anführer der 1992 wegen Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus verbotenen Neonazi-Truppe „Nationalistische Front“ (NF). Der knasterfahrene „Reichsbürger“ Schönborn hatte 1991 einen NF-Aufruf zur Gründung eines „Nationalen Einsatzkommandos“ (NEK) unterzeichnet. Aufgabe des NEK sollte die Aufstellung kadermäßig gegliederter, mobiler Verbände sein, die für den politischen Kampf auf der Straße und die Planung und Koordinierung überraschender Gewaltaktionen vorgesehen waren. Seit 2009 ist Schönborn Herausgeber des seit Mitte der 1980er Jahre erscheinenden Neonazi-Blatts „Recht und Wahrheit“ (RuW).

NPD-Bundesvize Zasowk (Jg. 1986), war einst politischer Ziehsohn des heute in rechtsextremen Szene-Kreisen verfemten einstigen NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel. 2010 äußerte sich Zasowk im NPD-Parteiorgan „Deutsche Stimme“ zur Frage „Wer ist ‘Nazi‘?“ folgendermaßen: „Jeder, der sich nicht von früh bis abends vor dem Zentralrat der Juden verbeugt, nicht die Kollektivschuld unseres Volkes an allen Katastrophen der Menschheitsgeschichte predigt und nicht die massive Überflutung unseres Sozialsystems mit arbeitsscheuen Einwanderern gutheißt, ist laut Duktus der BRD-Protagonisten ein ‚Nazi‘.“ (am)