Knast für „Maik aus Magdeburg“

10.05.2018 -

Magdeburg – Brauner Liedermacher wandert für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis, zwei weitere Neonazis erhalten zweieinhalbjährige Haftstrafe.

Der als „Maik aus Magdeburg“ bekannte braune Liedermacher Maik S. soll nach dem Urteilsspruch des Amtsgerichts Schönebeck für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Das teilte die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt mit. S. war mit drei anderen Mitangeklagten für schuldig befunden worden, einen 21 Jahre alten Flüchtling am 6. Februar 2016 in der Regionalbahn von Halle nach Magdeburg aus offenbar rassistischen Motiven brutal attackiert und verletzt zu haben.

Das Gericht sah den Anklagevorwurf der gemeinschaftlich gefährlichen Körperverletzung als erfüllt an. Die polizeibekannten Neonazis aus dem Umfeld der Partei „Die Rechte“ befanden sich auf der Rückreise eines rechtsextremen Gedenkmarsches in Weimar. Der mehrfach vorbestrafte Martin S. sowie David H. erhielten eine zweieinhalbjährige Haftstrafe, die 18-monatige Strafe für Steven G. wurde zur Bewährung ausgesetzt. (hf)

Weitere Artikel

Militante NPD-Jugend

31.07.2015 -

Knapp drei Monate nach dem Überfall von Neonazis auf eine DGB-Maikundgebung in Weimar gibt es weitere Erkenntnisse zu den Tätern. Gegen 36 Neonazis wird zurzeit ermittelt.

Gründungsfeier mit Rechtsrock

15.04.2013 -

Die Worch-Partei hat in Finowfurt/Brandenburg eine Veranstaltung mit Live-Konzert durchgeführt – am 18. Mai ist dort ein Benefiz-Konzert mit zahlreichen rechtsextremen Bands geplant, wobei rund 15 000 Euro eingespielt werden könnten.

Vermischte rechte Szene

04.05.2018 -

Das rechtsextreme Personenspektrum in Sachsen-Anhalt liegt dem aktuellen Landesverfassungsschutzbericht unverändert bei 1300 Kräften und setzt sich überwiegend aus parteiungebundenen Aktivisten zusammen.

Rechtsaußen-Kandidaturen in Sachsen-Anhalt

26.01.2016 -

Magdeburg – Bei der Wahl des Landtags von Sachsen-Anhalt am 13. März treten NPD und „Die Rechte“ mit Landeslisten an. Weit bessere Chancen, ins Magdeburger Parlament einzuziehen, hat die AfD.