Horst Mahlers „Heiliger Krieg“

Von Anton Maegerle
17.04.2019 -

Der in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg/Havel inhaftierte Holocaust-Leugner Horst Mahler (Jg. 1936) meldet sich wieder mit wirrer antisemitischer Hetze aus dem Knast.

Holocaust-leugnende Hetze aus dem Knast; Photo (Symbol): Bernd Kaspar / pixelio

Mahler, (Jg. 1936) hat einen „Offenen Brief an die Söhne des Bundes B`nai Brith“ (Fehler im Original) verfasst. In dem mehrseitigen Schreiben an B`nai B`rith, der größten jüdischen internationalen Vereinigung, wähnt sich der inhaftierte Antisemit im „Heiligen Krieg" mit der „Judenheit“. Deren „Fundament“ ihrer von ihm herbei phantasierten „Weltherrschaft“ sei die „Holocaust-Kirche": „Die Erfindung der Holocaust-Kirche ist euer Unternehmen“, so der im „Gefangenenlager“ einsitzende Hitler-Verehrer. Unumwunden erklärt Mahler: „Der ‘Holocaust‘ ist keine Tatsache – schon gar nicht offenkundig.“ Mahler weiter: „Das strafrechtliche Verbot,+ den ‘Holocaust‘ zu leugnen, ist das Verbot, euren Gott Jahwe und seine Macht in der Welt zu leugnen. Die ‘Holocaust-Religion‘ ist die ALLEN Völkern feindliche Fremdherrschaft des Judentums.“

Die Bundesrepublik bezeichnet Mahler in dem wirren Schreiben als „Unrechtsstaat“, dem der selbst ernannte „Reichsbürger“ gleichzeitig den Status  des Staates abspricht. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe diffamiert Mahler als „Organ der jüdischen Fremdherrschaft über das deutsche Volk“.

„Weg der Rettung aus der judaisierten Welt“

Der „Judenheit“ und Israel, „Satans Volk“, droht Mahler in seinem Machwerk „mit dem Verlust der Weltherrschaft, die euch von eurem Gott versprochen wurde als Entschädigung dafür, dass ihr auf Grund des euch von Jahwe befohlenen Zerstörungswerkes von allen Völkern gehasst werdet“.

Mahler schließt sein Schreiben an B`nai B`rith mit den Worten: „In diesem Krieg ist jeder Gewinner und Verlierer. Gegenwärtig seid ihr Gewinner und wir Verlierer. Für uns ist das die günstigere Ausgangslage; denn der Verlierer lernt und ist der Gewinner von morgen. Ihr aber verfault an der Sonne des Sieges. Amen! So sei es!“

Während der Zeit seiner Inhaftierung hatte der mehrfach wegen Volksverhetzung verurteilte frühere Rechtsanwalt Mahler auch ein antisemitisches Machwerk mit dem sperrigen Titel „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“ verfasst. In dem fast 400-seitigen pseudo-philosophisch-religiösen Traktat propagiert Mahler „die Idee des Nationalsozialismus“ für den „Weg der Rettung aus der judaisierten Welt“.