Holocaust-leugnende E-Mails

15.04.2019 -

Miltenberg – Der in Kreisen von Holocaust-Leugnern sehr aktive Henry Hafenmayer aus Oberhausen bewirbt einen Prozess wegen Volksverhetzung, der für den morgigen Dienstag vor dem unterfränkischen Amtsgericht Miltenberg terminiert ist.

Prozess wegen volksverhetzender E-Mails; Photo (Symbol): Thorben Wengert / pixelio

Auf der Anklagebank sitzt am 16. April dann nach Auskunft einer Gerichtssprecherin der aus der Region kommende Gerd W. (Jahrgang 1955). Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgehalten, dass er im Januar, Mai und Juli des vergangenen Jahres jeweils E-Mails an einen großen Verteilerkreis verschickt hatte, in der der Holocaust geleugnet wurde. Unter seinen Adressaten befanden sich demnach auch mehrere Dienststellen und Vertreter von Behörden.

Der nun angeklagte Absender der Nachricht hatte daraufhin noch 2018 einen Strafbefehl erhalten, dagegen jedoch Widerspruch eingelegt, sodass es nun zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Der Oberhausener Henry Hafenmayer hat in zwei seiner regelmäßigen wöchentlich verbreiteten Internet-Streamsendungen auf das Verfahren hingewiesen und dabei zu einem Besuch animiert. (hf)