Gedenkkonzert für Neonazi-Kultfigur

Von Horst Freires
11.09.2018 -

Italien (Verona) – Die rechtsextreme Vereinigung „Veneto Fronte Skinheads“ lädt am Samstag zu einem internationalen Rechtsrock-Meeting nach Norditalien ein.

Ian Stuart Donaldson-Memorial am Samstag; (Screenshot)

Der Todestag von Ian Stuart Donaldson am 24. September ist wie jedes Jahr seit seinem Ableben 1993 verbunden mit einer Reihe von Gedenkkonzerten der Rechtsrock-Szene. Das erste davon findet am 15. September im Raum Verona in Italien statt. Angekündigt dafür werden vier Bands, eine davon aus Baden-Württemberg.

Als Veranstalter tritt die rechtsextreme Vereinigung „Veneto Fronte Skinheads“ (VFS) auf, die seit vielen Jahren Rechtsrock-Konzerte organisiert und dazu stets auch internationale Bands einlädt. Unter anderem wird der Termin auch online auf der internationalen „Blood&Honour“-Homepage angezeigt. Das verwundert nicht, war Donaldson bis zu seinem tödlichen Verkehrsunfall doch nicht nur der Kopf der in braunen Kreisen beliebten englischen Band „Skrewdriver“, sondern auch Gründer der B&H-Bewegung, deren Sektion 2000 in Deutschland verboten wurde.

Für die Bühne in Norditalien zum internationalen Konzert sind die einheimischen Combos „Acciaio Vincente“ aus Mantova  sowie „Nessun Pentimento“ vorgesehen. „Acciaio Vincente“ erinnert auf ihrer Facebook-Seite an ihren Auftritt beim NPD-Rechtsrock-Meeting „Tage der nationalen Bewegung“ Anfang Juni in Themar mit einem Foto und einem „Danke Thüringen!“. Bei „Nessun Pentimento“ handelt es sich um ein Musikprojekt aus den Bands „Nessuna Resa“ (Lucca) und „Onda Nera“ (Gaeta), was zusammen gefunden hat, weil „Nessuna Resa“s Leadsänger Adam Alexander Mossa eine achtjährige Haftstrafe antreten musste. Außerdem sollen am Samstag  „Irreductibles“ aus Barcelona sowie „Heiliger Krieg“ aufspielen. Letztere sind die Nachfolgeband der in Deutschland als kriminelle Vereinigung eingestuften und verbotenen Gruppe „Race War“ aus dem Raum Schwäbisch Gmünd. Die Combo trat zuletzt am 24. August im sächsischen Torgau mit anderen Rechtsrock-Vertretern auf. (bnr.de berichtete)

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