DR-Kundgebung mit Dieter Riefling

10.10.2019 -

Dortmund – Der im Landkreis Hildesheim lebende bekannte Neonazi soll am 14. Oktober bei der „Montag für Meinungsfreiheit“-Demonstration der „Rechten“ (DR) in Dortmund als Redner auftreten.

Hetzredner Riefling bei einer Neonazi-Kundgebung; Photo (Archiv): M.K.

In dem Demonstrationsaufruf wird der einschlägig vorbestrafte und knasterfahrene Riefling (Jg. 1968) als „niedersächsischer Aktivist“ bezeichnet. Er sei für „seine scharfen Worte bekannt war und deshalb „immer wieder mit staatlichen Repressionen konfrontiert“, die ihm „für die freie Meinungsäußerung Gefängnisstrafen einbrachten“.

Der „aggressive neonazistische Agitator“ (Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt) Riefling ist unter anderem wegen Körperverletzung, Gefangenenbefreiung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. Der im Landkreis Hildesheim lebende Riefling gehörte einst später verbotenen Neonazi Organisationen wie der „Nationalistischen Front“ (NF) oder der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) an war und war im „Blood&Honour“-Umfeld aktiv. 2003 trat Riefling als Redner bei der Jahreshauptversammlung der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“ (HNG) auf. Im Juli 2011 wurde Riefling von Karl Richter, dem damaligen Chefredakteur des NPD-Organs „Deutsche Stimme“, der so genannte „Widerstandspreis“ überreicht.

Bei der ersten „Montag für Meinungsfreiheit“-Demonstration am 30. September in Dortmund fungierte der langjährige führende Kader Christian Worch, Gründer und ehemaliger Vorsitzender der Partei „Die Rechte“, als Redner. Die „Montage für Meinungsfreiheit“ wollen die Neonazis auch in den nächsten Wochen zu einem festen Termin machen. (am)