Dortmunder Neonazi in U-Haft

Von Michael Klarmann
01.04.2021 -

Kurz nachdem die Polizei in Dortmund darauf hingewiesen hat, dass die lokale rechtsextreme Szene geschwächt sei, wurde abermals ein Neonazi in Untersuchungshaft genommen.

Daniel E. 2013 auf einer Neonazi-Kundgebung in Aachen: Foto Michael Klarmann

Nach Angaben der Miniaturpartei „Die Rechte“ (DR) kam es am Mittwochmorgen zu einer Hausdurchsuchung bei Daniel E., der wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft genommen wurde. Für den aus Bochum stammenden Neonazi-Skinhead ist es nicht die erste Hafterfahrung.

Noch am Abend fand eine Solidaritätskundgebung vor der Justizvollzugsanstalt statt. Redner vor den rund 20 „Kameraden“ war der DR-Bundesvorsitzende Sven Skoda. Offenbar sollen weitere Demonstrationen folgen.

Erst vergangene Woche hatte die Polizei mitgeteilt, dass die Szene in der ehemaligen rechtsextremen Hochburg Nordrhein-Westfalens geschwächt sei.

Zum aktuellen Fall bestätigte die Polizei gegenüber dem Lokalportal „Nordstadtblogger“, dass die Inhaftierung E.s im Zusammenhang mit einem rassistischen Angriff auf einen Taxifahrer stehe, der sich vor eineinhalb Wochen zugetragen habe. Dabei sei dem Opfer auch mit einer Glasflasche auf den Kopf geschlagen worden.

Erschienen in: Aktuelle Meldungen