Braune Weihnachtspost

19.12.2019 -

Unter dem Motto „Drinnen und draußen eine Front!“ appelliert die Neonazi-Partei „Die Rechte“ an die einschlägige Szene, zu Weihnachten an die inhaftierten Kameraden zu denken.

Weihnachtliche Solidarität mit inhaftierten Gesinnungskameraden; (Screenshot)

Die Neonazi-Kleinstpartei „Die Rechte“ ruft Gleichgesinnte zum weihnachtlichen Briefeschreiben an „inhaftierte Aktivisten“ aus ihrem politischen Umfeld sowie „bekannten Gefangenen“ der „nationalen Bewegung“ auf. Das Motto der Aktion lautet: „Drinnen und draußen eine Front!“

Mit Post sollen die in verschiedenen Knästen einsitzenden Neonazis und Holocaust-Leugner Steven Feldmann (Justizvollzugsanstalt Werl), Christoph Drewer (JVA Castrop-Rauxel), Matthias Drewer (JVA Dortmund), Daniel Ewers (JVA Castrop-Rauxel), Alexander Waack (JVA Werl), Ursula Haverbeck-Wetzel (JVA Bielefeld-Brackwede), Horst Mahler (JVA Brandenburg), Ralph Kästner (JVA Freiburg) und Alfred Schäfer (JVA München-Stadelheim) bedacht werden.

Die von den Autonomen abgekupferte Parole „Drinnen und draußen eine Front!“ wurde in Neonazi-Kreisen erstmals Anfang/Mitte der 90er Jahre in den braunen Pamphleten „Der weisse Wolf“, „Rundbrief inhaftierter Kameraden“, „Umbruch“ und den „Nachrichten“ der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“ (HNG) propagiert. (am)