Ballspiel mit dem NPD-Nachwuchs

02.07.2020 -

Die Jungen Nationalisten bewerben für den 18. Juli ein „nationales Fußballturnier“ in Brandenburg. Ihren 4. „Europakongress“ haben sie jetzt auf Mai nächsten Jahres verschoben.

Junge Nationalisten laden zum Fußballturnier; (Screenshot)

Bei der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationalisten (JN) handhabt man den Umgang mit den Corona-Einschränkungen unterschiedlich. Während gerade offiziell ein zum vierten Mal geplanter „JN-Europakongress“ für dieses Jahr abgesagt wurde, wird ein Fußballturnier in Nord-Brandenburg noch beworben, ohne öffentlich den genauen Ort zu benennen.

„Europa in Aktion“ im Mai 2021

Die Konferenz war ursprünglich unter dem Motto „Europa in Aktion“ für 15./16. Mai geplant. Covid 19-bedingt wurde sie bereits Anfang April zunächst auf einen unbestimmten Termin verschoben. Jetzt erfolgte die endgültige Absage mit Terminhinweis 14. bis 16. Mai 2021. Das verkündete Maik Müller, stellvertretender JN-Bundesvorsitzender, stellvertretender sächsischer NPD-Vorsitzender und Kopf des Bundesarbeitskreises Europa und berief sich auf eine Entscheidung der jüngsten JN-Bundesvorstandssitzung.

Der 3. „JN-Europakongress“ fand 2018 in Riesa statt. Damals kamen rund 250 Teilnehmer zusammen. Müller ist auch der Organisator des jährlichen Neonazi-Trauermarsches im Februar in Dresden.

„Ernst-Moritz Arndt-Wanderpokal“ für den Sieger

Am 18. Juli dieses Jahres denken die Jungen Nationalisten im Übrigen schon wieder an Fußball und laden zum nationalen Kleinfeldturnier ein. Dem Sieger winkt dabei der „Ernst-Moritz Arndt-Wanderpokal“. Beim Vorjahresturnier machten die Organisatoren ein großes Event aus dem Treffen, stellten eine Hüpfburg auf, präsentierten Spielstationen. Im Nachbericht der JN hieß es dazu: „Neben der körperlichen Ertüchtigung (...) bieten derartige gemeinschaftliche Ereignisse die Möglichkeit, aufrechte pflichtbewusste Deutsche aus anderen Ländern kennenzulernen und sich über die politische Arbeit auszutauschen. Für aus deutschen Großstädten Angereiste besonders erholsam, ergab sich die immer seltenere Gelegenheit einmal einen ganzen Tag ganz ohne Fremdländer verbringen zu dürfen.“ (hf)