„Arminius-Treffen“ mit AfD-Rechtsaußen Höcke

09.07.2018 -

Björn Höcke soll bei einer Veranstaltung des AfD-nahen Vereins „Alternativer Kulturkongress Deutschland“ sprechen.

Halbkonspirative Veranstaltung mit AfD-Rechtsaußen; (Screenshot, Facebook)

Der AfD-nahe Verein „Alternativer Kulturkongress Deutschland“ (AKD) plant ein „Arminius-Treffen“ mit dem Partei-Rechtsaußen Björn Höcke. Die Veranstaltung mit dem Titel „Das wahre Europa“ soll am 17. November stattfinden. Wie aus einer in sozialen Netzwerken verbreiteten Einladung hervorgeht, sollen neben Höcke „weitere prominente Referenten“ auftreten. Vorgesehen sei auch die Unterzeichnung eines „europäischen Manifestes“.

Der AKD-Verein mit Sitz im ostwestfälischen Paderborn wird dem völkisch-nationalistischen Flügel der AfD zugerechnet. Zuletzt organisierte er Ende März eine Veranstaltung mit dem Chef der „Patriotischen Plattform“, Hans-Thomas Tillschneider, und dem nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Christian Blex. Tillschneider steuerte dabei einen Beitrag zum AfD-Dauerthema „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ bei. Blex, der kurz zuvor mit weiteren Vertretern des rechten Flügels der AfD  in Syrien unterwegs war (bnr.de berichtete), sprach zum Thema „Die Wahrheit über Syrien“. Im vorigen Jahr hatte der AKD unter anderem zu Veranstaltungen mit dem damaligen AfD-Vorstandsmitglied Armin-Paul Hampel („Deutsche Kultur“) und dem in geschichtsrevisionistischen Kreisen besonders geschätzten Ex-Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof („Deutschlands falsches Geschichtsbild“) eingeladen.

Veranstaltungsort „im Teutoburger Wald“ 

Höcke stand schon einmal auf der Gästeliste des AKD. Im Sommer 2016 hatte er dort sprechen sollen – damals über „Lösungsansätze zur Asylproblematik“. Die Veranstaltung wurde jedoch schließlich abgesagt. (bnr.de berichtete)

Wie bei früheren Veranstaltungen bevorzugt der Verein, an dessen Spitze mit Matthias Tegethoff ein Ex-Funktionär der „Jungen Alternative“ steht, auch bei der Vorbereitung seines „Arminius-Treffens“ das Halb-Konspirative: Als Veranstaltungsort wird ganz allgemein nur „im Teutoburger Wald“ angegeben. Den genauen Ort erfahren die Teilnehmer, die einen Eintrittspreis von 25 Euro entrichten müssen, erst kurz vor dem Treffen. (rr)

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