Altgedienter Neonazi-Kader

15.05.2019 -

Grevenbroich – Für braune Kleinpartei „Die Rechte“ tritt bei der Europawahl auch ein ehemaliger „Kameradschaftsführer“ der 1983 verbotenen Neonazi-Truppe „Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten“ (ANS/NA) an.

Tummelplatz auch für langjährige Neonazis; (Screenshot)

Der altgediente Neonazi Christian Malcoci (Jg.1963, wohnhaft Grevenbroich), kandidiert auf Listenplatz sechs der Partei „Die Rechte“ für die Wahl zum Europäischen Parlament. Der in Rumänien geborene Malcoci gehörte in den 1980/1990er Jahren zu den führenden nordrhein-westfälischen Neonazis. Er war einst Bundesvize der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige“ (HNG), amtierte als „Gausekretär“ des „Komitees zur Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Adolf Hitlers“ (KAH) und als „Kameradschaftsführer“ der ANS/NA. Außerdem war er Mitglied in der NSDAP/AO und „Gausekretär“ Rheinland der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP). 1992 rief Malcoci im Rheinland den „Orden von Thule“ ins Leben.

Malcoci, der 2005 auf der Landesreserveliste der NPD als Kandidat zur nordrhein-westfälischen Landtagswahl aufgeführt war, trat im Frühjahr 2002 auf der Liste der neonazistischen „Niederländischen Volksunion“ (NVU) bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden an.

Neben Malcoci kandidieren für die Wahl am 26. Mai für „Die Rechte“ auf den vorderen Listenplätzen: Ursula Haverbeck-Wetzel (inhaftiert), Sven Skoda (Düsseldorf), Christian Worch (Parchim), Dieter Riefling (Söhlde) und Siegfried Borchardt (Dortmund). (am)