Rezensionen

Vergangenheitsbewältigung in Deutschland. Die Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur von 1945 bis heute

06.05.2004 - Der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ist bis heute eine äußerst kontrovers geführte Debatte. Der Hamburger Politikwissenschaftler Peter Reichel widmet sich in seiner Untersuchung der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in Deutschland.

Im Bann der Apokalypse. Endzeitvorstellungen in Kirchen, Sekten und Kulten

06.05.2004 - Je näher wir uns dem Jahr 2000 nähern, desto mehr Sektierer erwarten den Untergang der Welt, die Ankunft eines Ufos oder sonstige Phänomene.

Stille Hilfe für braune Kameraden. Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis. Ein Inside-Report

06.05.2004 - 56 Jahre nach Ende der NS-Herrschaft ist Anton Malloth in München zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bereits 1948 war er in der CSSR zum Tode verurteilt worden. Zur Last gelegt wurden ihm Verbrechen, die er als Aufseher im Gestapo-Gefängnis "Kleine Festung" in Theresienstadt begangen hatte.

Frauen im Holocaust

06.05.2004 - Haben Frauen den Hunger, die Schläge und die Zwangsarbeit in Konzentrationslagern anders erlebt als Männer? Ruth Bondy, israelische Autorin und überlebende einstige Gefangene in Auschwitz und Bergen-Belsen, stellt klar: "Zyklon B macht keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen; derselbe Tod raffte alle dahin." Umso gründlicher begibt sich Ruth Bondy an die Aufgabe, unterschiedliche Überlebensstrategien und Lebensweisen von Frauen und Männern in Theresienstadt und im Familienlager Auschwitz-Birkenau zu beschreiben. Ihr Beitrag findet sich in dem kürzlich erschienenen Band "Frauen im Holocaust". Frauen im Holocaust – das bedeutet Exil, Verhaftung, Gefangenschaft, Widerstand, aber auch: Täterschaft. All’ diese möglichen Rollen, die Frauen in der Zeit zwischen Anfang der 40-er und 1945 in aller Regel gezwungenermaßen lebten, beschreiben die 18 beispielhaften Beiträge – unter anderem von Halina Birenbaum, Charlotte Kahane, Gabriele Mittag – des von Barbara Distel herausgegebenen Buches.

Nachbarn. Der Mord an den Juden von Jedwabne

06.05.2004 - Rund 1 600 Menschen fielen im Sommer 1941 in einer ostpolnischen Kleinstadt dem Pöbel zum Opfer.

Skinheads. Ästhetik und Gewalt

06.05.2004 - Nach der Bedeutung und Funktion der Ästhetisierung von Gewalt in der jugendlichen Subkultur der Skinheads fragt die Sozialpsychologin Susanne El-Nawab in ihrer Studie "Skinheads - Ästhetik und Gewalt", die aus ihrer Magisterarbeit hervorgegangen ist.

Die Hitler-Debatte. Auf der Suche nach dem Ursprung des Bösen

06.05.2004 - War Hitler ein fanatischer Ideologe, ein reiner Machtpolitiker oder nur ausführendes Organ einer antisemitischen Gesellschaft? Oder darf man diese Frage gar nicht stellen? Oder war Hitler nur "ausführendes Organ", wie Daniel Jonah Goldhagen unterstellte? In seinem Buch "Die Hitler-Debatte. Auf der Suche nach dem Bösen" geht Ron Rosenbaum den unterschiedlichen Erkärungsversuchen für das Phänomen Hitler nach. Stärken liegen dabei in der Beschreibung heute vergessener zeitgenössischer Erklärungsansätze und die lebendige Präsentation zeitgenössischer Autoren durch die Wahl der Interviewform. Die zentrale Schwäche ist die mangelnde Durchdringung des Themas, wie sie sich etwa am Umgang mit und der Einordnung von Irving oder am Fehen von Beiträgen wie denen von Jäckel oder Kershaw zeigt.

Hingeschaut und Weggesehen. Hitler und sein Volk.

06.05.2004 - Folgte die große Mehrheit der Deutschen Hitler aus Angst vor Repressionen oder aus Zustimmung zu seiner Politik?

Die Sprache des Hasses. Rechtsextremismus und völkische Esoterik. Jan van Helsing, Horst Mahler ...

06.05.2004 - Die besondere Symbolsprache deutscher Rechtsextremisten darstellen und untersuchen wollen die beiden Journalisten Friedrich Paul Heller und Anton Maegerle in ihrem Buch "Die Sprache das Hasses". Einführend gehen sie in einer Überblicksdarstellung auf die unterschiedlichen sprachlichen und nichtsprachlichen Symbole ein, erläutern ihren Hintergrund und ihre Funktion als Kommunikationsmittel. Dem folgen Ausführungen zur völkischen Esoterik und ihrer Renaissance im Rechtsextremismus in Gestalt der Thule-Mythologie. Insbesondere die Behauptungen über noch existierende Hakenkreuz-Ufos und sonstige "Wunderwaffen" sehen die Autoren als Ausdruck dieser Einstellung an. Dem folgend widmen sie sich kurz der "Neuen Rechten", wobei aber nur auf das "Thule-Seminar und die Organisation "Synergon" eingegangen wird.