Oktober 2021

Der Blick nach Rechts erschien bis 2010 als ePaper bzw. gedruckte Ausgabe. Seit 2010 erscheint der Blick nach Rechts ausschließlich online. Hier können Sie unsere Ausgaben bis 2010 recherchieren.

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Konsens bei der Neuen Rechten: Homogenitätsideale gegen Pluralismus

29.10.2021 -

Mit ihrem Homogenitätsideal sei die Neue Rechte gar nicht extremistisch, so reagiert das „Institut für Staatspolitik“ auf einschlägige Vorwürfe. Gleichwohl spricht man selbst von Absondern und Eliminieren, um eine Homogenität umzusetzen. Carl Schmitt ist dafür erneut das geistige Vorbild.

Gefährliche Melange

29.10.2021 -

Mit einem neuen Buch widmet sich der Sektenexperte Matthias Pöhlmann einer besonderen Personengruppe, für die die Corona-Pandemie genau wie für Reichsideologen und Verschwörungserzähler wie ein Konjunkturprogramm gewirkt hat. Die Rede ist von rechten Esoterikern.

Die Handlungsoptionen der AfD-nahen „Desiderius-Erasmus-Stiftung“

26.10.2021 -

Die AfD erhoffte sich Millionen für ihre parteinahe Stiftung. Dadurch erwachsen ihr weitere Möglichkeiten, mit Förderungen, Publikationen und Schulungen in ihrem Sinne zu wirken. Ein wichtiger Akteur dort ist eine bekannte Figur der Neuen Rechten: Karlheinz Weißmann.

Überblicksdarstellung zum deutschen Rechtsextremismus

22.10.2021 -

Der Autor Christoph Schulze legt mit „Rechtsextremismus. Gestalt und Geschichte“ eine neue Überblicksdarstellung zum Thema vor. Integriert sind auch aktuellere Entwicklungen von der AfD über die Identitären und Neue Rechte bis hin zu Reichsbürgern. Bilanzierend handelt es sich um eine inhaltliche Bündelung der Sekundärliteratur, die als gut strukturierte Einführung ins Thema dienen kann.

10 Jahre NSU: „Es kann von uns gar keinen Schlussstrich geben.“

21.10.2021 -

Am 21. Oktober beginnt das deutschlandweite Theaterprojekt „Kein Schlussstrich“. In 15 Städten erinnern Kunstprojekte an die Morde des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Warum die Aufklärung nicht Enden darf, erklärt Werkleiter Jonas Zipf.

Razzia beim „Berserker Clan“

20.10.2021 -

Bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern gegen Anhänger des rechtsextremen „Berserker Clan“ fand die Polizei unter anderem Schusswaffen und Drogen. Der Gruppe wird vorgeworfen, einen bewaffneten Aufstand geplant zu haben.

Voice of Anger expandiert nach Westfalen

15.10.2021 -

Ein gescheiterter Hammerskin baut in Westfalen ein Chapter der Allgäuer Skinhead-Kameradschaft „Voice of Anger“ auf. Die Behörden tappen im Dunkeln.

Empörung über Neonazi in jüdischem Grab

12.10.2021 -

Die Bestattung des Holocaustleugners Henry Hafenmayer in dem Grab des jüdischen Wissenschaftlers Max Friedlaender in Stahnsdorf sorgte für breite Empörung und umfangreiche Berichterstattung. Nun wurden weitere Details zu dem Vorgang bekannt.

Demozug mit vielen Führungsfiguren der extrem rechten Szene. Foto Bernd Broccoli

Neonazi „Trauermarsch” für Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt in Dortmund

10.10.2021 -

Am 9. Oktober 2021 zogen rund 500 Rechtsextreme und Hooligans in einer als „Trauermarsch” angekündigten Demonstration durch Dortmund. Der Aufmarsch galt dem kürzlich verstorbenen gut vernetzten Neonazi Siegfried Borchardt. An seinem letzten Wohnsitz in Dortmund-Dorstfeld wurden Kränze niedergelegt.

Der verhängte Grabstein von Max Friedlaender: Foto & Collage Theo Schneider

Szene-Stelldichein für Holocaustleugner bei Berlin

10.10.2021 -

Neonazis und Revisionisten kamen am Freitag zur Beerdigung von Henry Hafenmayer nach Stahnsdorf (Brandenburg). Ausgerechnet am Grab eines jüdischen Musikwissenschaftlers, den die Nazis Anfang der 1930er aus allen Ämtern verdrängt hatten, gedachten sie des Holocaustleugners.

Das Eingangstor des KZ Sachsenhausen heute. Foto: Julian Feldmann

KZ-Aufseher vor Gericht

08.10.2021 -

Brandenburg an der Havel – Vor dem Landgericht Neuruppin hat der Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann des Konzentrationslagers Sachsenhausen bei Berlin begonnen.

Götz Kubitschek beim Sommerfest der IB in Dresden. Foto: Thomas Witzgall

Denkfabrik der Neuen Rechten gesichert rechtsextrem

08.10.2021 -

Der Verfassungsschutzbericht von Sachsen-Anhalt macht offiziell, was Beobachter der rechten Szene schon lange so bewertet haben: Das in dem Örtchen Schnellroda anzutreffende Institut für Staatspolitik (IfS), das im Mai 2000 gegründet wurde, wird als gesichert rechtsextrem und damit verfassungsfeindlich eingestuft.

Ein Anhänger der AfD bei der Corona-Demonstration in Leipzig

VS-Bericht Sachsen: AfD-„Flügel“ lässt rechtsextremes Potenzial steigen

06.10.2021 -

Eine Steigerung von 3400 auf 4800 Kräfte für den rechtsextremen Bereich ist im Verfassungsschutzbericht von Sachsen die augenscheinlichste Veränderung gegenüber dem vorhergehenden Berichtsjahr. Das liegt an der erstmaligen Einbeziehung von geschätzten 1400 Angehörigen der der AfD zugerechneten „Flügel“-Bewegung. Ein weiterer zu beobachtender Trend: Die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung sinkt.

Der Verdächtige auf dem Weg zum Maitanz Foto: isso.media

Völkischer Siedler Kopf einer mutmaßlichen Wehrsportgruppe

06.10.2021 -

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt gegen eine bewaffnete Untergrundgruppe mit politischen Verbindungen bis ins Verteidigungsministerium. Bislang unbekannt: Der verdächtigte Anführer hat einen völkisch-nationalistischen Hintergrund.

Entscheidende Frage: wie öffentlich sind Chatgruppen

Hitler-Bild im Chat bleibt straffrei

05.10.2021 -

Das Amtsgericht im hessischen Alsfeld hat einen ehemaligen Polizeibeamten vom Vorwurf freigesprochen, bei WhatsApp verbotene NS-Symbole verbreitet zu haben. Die Chatgruppe sei privat gewesen, befand das Gericht. Es verurteilte den Angeklagten Fabian G. jedoch wegen illegaler Datenabfragen und Verstößen gegen das Waffengesetz.

Siegfried Borchardt bei einem Aufmarsch. Foto: Theo Schneider

"SS-Siggi": Dortmunder Neonazi Siegfried Borchardt tot

04.10.2021 -

Der als "SS-Siggi" bekanntgewordene Neonazi ist am Sonntag überraschend gestorben. Borchardt war seit Jahrzehnten in der Szene aktiv

November 1945: In Nürnberg wird der Nationalsozialismus angeklagt

01.10.2021 -

Am 20. November 1945 beginnt in Nürnberg der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Nationalsozialismus. Die juristische Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs – mit Willy Brandt als Berichterstatter.