Zivilgesellschaft

„Reichsbanner“: „Unsere Demokratie. Unsere Farben.“ (Screenshot, Facebook)

„Unsere Farben“: „Reichsbanner“ setzt Zeichen für die Demokratie

Mit einer Aktion auf Facebook stellt sich das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ gegen die Vereinnahmung nationaler Symbole durch Rechtsextreme. Auslöser war der Angriff auf das Reichstagsgebäude am Rande der Corona-Demos Ende August in Berlin.

Serpil Midyatli: Demokratie lernen, muss zu einem Eckpfeiler des deutschen Bildungssystems werden; Photo: Thomas Eisenkrätzer

SPD für Schulterschluss aller demokratischen Kräfte

Die Ereignisse am Reichstagsgebäude zeigen, wie offen Rechtsextreme inzwischen auftreten. Mit einem „Pakt für das Zusammenleben in Deutschland“ fordert die SPD den Schulterschluss aller demokratischen Kräfte. „Jetzt ist Haltung gefragt“, sagt die stellvertretende Parteivorsitzende Serpil Midyatli*.

Walter-Borjans: Ereignisse vor dem Reichstagsgebäude sind mehr als ein Fall ausschließlich für die Strafverfolgungsbehörden; Photo (Symbol): Marcel Klinger / pixelio

Sturm von Rechtsextremen: SPD verurteilt Angriff auf den Reichstag

Führende SPD-Politiker*innen haben den „Sturm“ von Rechtsextremist*innen auf das Reichstagsgebäude am Samstag scharf verurteilt. „Das Demonstrationsrecht ist kein Freibrief für die Missachtung des Parlaments und rechtsextreme Hetze“, sagte der Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans.

Die „Omas gegen Rechts“ gehen für die Demokratie sichtbar auf die Straße; (Screenshot)

Wie die „Omas gegen Rechts“ für die Demokratie kämpfen

Sie wollen ihren Kindern und Enkeln keine schlechtere Welt hinterlassen: Seit zweieinhalb Jahren gehen die „Omas gegen Rechts“ in Deutschland für die Demokratie auf die Straße. Seitdem haben sich Gruppen in mehr als 70 Städten gegründet.

Rassismus kann auch ein gesellschaftliches System prägen; (Screenshot, Verlagsseite)

Weiß sein als Privileg

Die Soziologin Robin DiAngelo weist in ihrem Buch auf die objektiven Vorteile hin, die Weiße in der Gesellschaft haben – und wie auch gerade progressiv denkende Menschen damit umgehen.

Die „Omas gegen Rechts“ gehen gegen Rechtspopulisten und Rechtsextremisten auf die Straße; Photo (Symbol): bnr.de

„Rassismus und völkisches Denken sind nach dem Krieg nicht verschwunden“

Für Samstag mobilisieren Corona-Leugner*innen und Rechte für eine Großdemo in Berlin. Die „Omas gegen Rechts“ rufen zur Gegenkundgebung auf. „Wir wollen den Menschen die Augen öffnen“, sagen sie.

Direkt nach dem Anschlag auf die Synagoge gab es zwar sehr würdige Veranstaltungen. Danach ist man aber wieder zur Tagesordnung übergegangen, kritisiert Igor Matviyets; Photo: Florian Korb

„Das Misstrauen ist nach den Anschlägen gewachsen“

Das Attentat auf die Synagoge in Halle war ein Schock. Seit Dienstag steht der Täter vor Gericht. Doch egal, wie der Prozess ausgeht: Es wird kaum etwas sein wie es vorher war, sagt Gemeindemitglied Igor Matviyets.*

Gedenken an die Opfer der Massaker von Utoya und Oslo; (Screenshot)

Neun Jahre nach Utoya

Auf der norwegischen Insel Utoya starben am 22. Juli 2011 bei einem rechtsterroristischen Anschlag 69 Menschen. Die Falken haben das Gedenken daran zum Anlass genommen, um ein Projekt zu starten, mit dem sie an die Opfer rechter Gewalt erinnern wollen.

Die Aktivistinnen und Aktivisten der "Hooligans gegen Satzbau" entlarven - oft humoristisch - rechte Propaganda; © Peter von Heesen / HogeSatzbau

„HoGeSatzbau“: Mit Ironie Rechte entlarven

Die satirische Initiative „Hooligans gegen Satzbau“ reagiert im Internet mit Witz, Klugheit und Sachkenntnis auf den zunehmenden Rechtsruck und Hassparolen. Ihr jüngstes Opfer ist der Koch und Verschwörungsideologe Attila Hildmann.

Antisemitismus in Deutschland nimmt seit Jahren zu; Photo (Symbol): Kai Doering

„Zunehmender Antisemitismus ist kein deutsches Phänomen“

Vor 70 Jahren wurde der Zentralrat der Juden in Deutschland gegründet. Dass es ihn heute noch gibt, hätte damals niemand geglaubt, sagt Zentralratspräsident Josef Schuster. Dabei sind die Aufgaben sogar größer geworden – und der Antisemitismus nicht kleiner.