Zivilgesellschaft

13. Februar in Dresden: „Es ist wichtig, gegen die Nazis präsent zu sein.“

Am 13. Februar wird in Dresden der Bombardierung der Stadt vor 76 Jahren gedacht. Seit Jahren versuchen Neonazis, die historischen Ereignisse zu verdrehen. Auch unter Corona-Bedingungen tritt ihnen das Bündnis „Dresden Nazifrei“ entgegen. Die Jusos sind dabei.

Das Gedenken wachhalten: Blumenniederlegungen für die Opfer des Nationalsozialismus sind in diesem Jahr nur individuell möglich. Foto: Kai Doering

Digitales Holocaust-Gedenken: „Die Pandemie darf uns nicht zum Verstummen bringen“

Am 27. Januar wird alljährlich der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. In diesem Jahr kann das Gedenken größtenteils nur digital stattfinden. Dabei ist es in der Corona-Pandemie besonders wichtig.

Antisemitismus ist in vielen Milieus verbreitet; Foto (Symbol): Kai Doering

Anti-Corona-Proteste: Warum Antisemitismus eine zentrale Rolle spielt

Die Corona-Leugner*innen haben offenbar Zulauf aus verschiedenen Milieus. Für Anetta Kahane von der Amadeu-Antonio-Stiftung nicht verwunderlich, da Antisemitismus in allen Milieus verbreitet ist. Kevin Kühnert will deswegen die stärken, die privat mit solchen Äußerungen konfrontiert sind.

Anne Frank-Botschafter*innen beziehen die Erfahrungen und Beobachtungen, die Anne Frank in ihr Buch schrieb, auf die Gegenwart; (Screenshot, Webseite)

Das Tagebuch von Anne Frank als Leitfaden gegen Diskriminierung

Was haben die Sätze eines jungen Mädchens aus der Nazi-Zeit mit Rassismus, Intoleranz und Sexismus zu tun? Ziemlich viel, erklären zwei Anne-Frank-Botschafterinnen, die sich für eine tolerantere und offenere Gesellschaft einsetzen.

Luisa (Mala Emde) bei einer Demo gegen Nazis: Die Ereignisse sind von Jahr zu Jahr extremer geworden; © Oliver Wolff

Julia von Heinz: „Die Antifa kann man nicht verbieten“

Wie weit darf man gehen im Kampf gegen rechts? Um die Frage dreht sich der neue Film von Julia von Heinz „Und morgen die ganze Welt“. Im Interview spricht die Regisseurin über den Wert der Demokratie und ihre eigenen Erfahrungen in der Antifa.

SPD-Bundestagsabgeordneter Helge Lindh: „Es gibt ein Heer von potenziellen Tätern“; Photo: SPD-Parteivorstand / Susie Knoll

„Diese Form von Hass und Hetze kann Leben kosten“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh erhält regelmäßig Morddrohungen. Er will sich nicht einschüchtern lassen und geht offensiv damit um. Lindh fordert härtere Strafverfolgung und sieht die AfD für Hass und Hetze mitverantwortlich.

Die Amadeu Antonio-Stiftung hat einen Forderungskatalog zum Umgang mit Verschwörungsideologie vorgelegt; (Screenshot)

Verschwörungsideologische Radikalisierung eindämmen

Ein Plädoyer, Verschwörungsnarrativen und den bei den Corona-Protesten sichtbar werdenden Anfeindungen gegen die Demokratie energisch entgegenzutreten.

SPD-Vorsitzende Sakia Esken: „Mit Faschisten und Nationalisten“ macht man keine Kompromisse; Photo (Archiv): Dirk Bleicker

Die Rechtsextremisten werden den Kampf um unser Land verlieren

Demokratien scheitern nicht an Wirtschaftskrisen oder ihren Verfassungsinstitutionen. Sie gelingen oder scheitern an den Menschen, die in diesen Institutionen handeln. Deshalb werden die Nationalisten und Rechtsextremisten den Kampf um dieses Land verlieren.

Matthias Quent warnt vor weiterem Rechtsterrorismus und der Gefahr neuer Radikalisierungen in einer kommenden Gesellschaftskrise; (Screenshot; IDZ-Website)

„Chemnitz hat das Fass zum Überlaufen gebracht“

Matthias Quent* warnt schon lange vor einem Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland. Die Ereignisse der vergangenen Monate scheinen ihm Recht zu geben. Im Interview sagt er, was Politik und Gesellschaft dem entgegensetzen können.

Rechtsextreme Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund haben deutlich zugenommen; Photo (Symbol): Kai Doering

„Viele konnten nicht verstehen, wie man im Land der Täter leben konnte“

Vor 70 Jahren wurde der Zentralrat der Juden in Deutschland gegründet. Dass es ihn heute noch gibt, hätte damals niemand geglaubt, sagt Zentralratspräsident Josef Schuster. Dabei sind die Aufgaben sogar größer geworden – und der Antisemitismus nicht weniger.