Zivilgesellschaft

Luisa (Mala Emde) bei einer Demo gegen Nazis: Die Ereignisse sind von Jahr zu Jahr extremer geworden; © Oliver Wolff

Julia von Heinz: „Die Antifa kann man nicht verbieten“

Wie weit darf man gehen im Kampf gegen rechts? Um die Frage dreht sich der neue Film von Julia von Heinz „Und morgen die ganze Welt“. Im Interview spricht die Regisseurin über den Wert der Demokratie und ihre eigenen Erfahrungen in der Antifa.

SPD-Bundestagsabgeordneter Helge Lindh: „Es gibt ein Heer von potenziellen Tätern“; Photo: SPD-Parteivorstand / Susie Knoll

„Diese Form von Hass und Hetze kann Leben kosten“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh erhält regelmäßig Morddrohungen. Er will sich nicht einschüchtern lassen und geht offensiv damit um. Lindh fordert härtere Strafverfolgung und sieht die AfD für Hass und Hetze mitverantwortlich.

Die Amadeu Antonio-Stiftung hat einen Forderungskatalog zum Umgang mit Verschwörungsideologie vorgelegt; (Screenshot)

Verschwörungsideologische Radikalisierung eindämmen

Ein Plädoyer, Verschwörungsnarrativen und den bei den Corona-Protesten sichtbar werdenden Anfeindungen gegen die Demokratie energisch entgegenzutreten.

SPD-Vorsitzende Sakia Esken: „Mit Faschisten und Nationalisten“ macht man keine Kompromisse; Photo (Archiv): Dirk Bleicker

Die Rechtsextremisten werden den Kampf um unser Land verlieren

Demokratien scheitern nicht an Wirtschaftskrisen oder ihren Verfassungsinstitutionen. Sie gelingen oder scheitern an den Menschen, die in diesen Institutionen handeln. Deshalb werden die Nationalisten und Rechtsextremisten den Kampf um dieses Land verlieren.

Matthias Quent warnt vor weiterem Rechtsterrorismus und der Gefahr neuer Radikalisierungen in einer kommenden Gesellschaftskrise; (Screenshot; IDZ-Website)

„Chemnitz hat das Fass zum Überlaufen gebracht“

Matthias Quent* warnt schon lange vor einem Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland. Die Ereignisse der vergangenen Monate scheinen ihm Recht zu geben. Im Interview sagt er, was Politik und Gesellschaft dem entgegensetzen können.

Rechtsextreme Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund haben deutlich zugenommen; Photo (Symbol): Kai Doering

„Viele konnten nicht verstehen, wie man im Land der Täter leben konnte“

Vor 70 Jahren wurde der Zentralrat der Juden in Deutschland gegründet. Dass es ihn heute noch gibt, hätte damals niemand geglaubt, sagt Zentralratspräsident Josef Schuster. Dabei sind die Aufgaben sogar größer geworden – und der Antisemitismus nicht weniger.

„Reichsbanner“: „Unsere Demokratie. Unsere Farben.“ (Screenshot, Facebook)

„Unsere Farben“: „Reichsbanner“ setzt Zeichen für die Demokratie

Mit einer Aktion auf Facebook stellt sich das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ gegen die Vereinnahmung nationaler Symbole durch Rechtsextreme. Auslöser war der Angriff auf das Reichstagsgebäude am Rande der Corona-Demos Ende August in Berlin.

Serpil Midyatli: Demokratie lernen, muss zu einem Eckpfeiler des deutschen Bildungssystems werden; Photo: Thomas Eisenkrätzer

SPD für Schulterschluss aller demokratischen Kräfte

Die Ereignisse am Reichstagsgebäude zeigen, wie offen Rechtsextreme inzwischen auftreten. Mit einem „Pakt für das Zusammenleben in Deutschland“ fordert die SPD den Schulterschluss aller demokratischen Kräfte. „Jetzt ist Haltung gefragt“, sagt die stellvertretende Parteivorsitzende Serpil Midyatli*.

Walter-Borjans: Ereignisse vor dem Reichstagsgebäude sind mehr als ein Fall ausschließlich für die Strafverfolgungsbehörden; Photo (Symbol): Marcel Klinger / pixelio

Sturm von Rechtsextremen: SPD verurteilt Angriff auf den Reichstag

Führende SPD-Politiker*innen haben den „Sturm“ von Rechtsextremist*innen auf das Reichstagsgebäude am Samstag scharf verurteilt. „Das Demonstrationsrecht ist kein Freibrief für die Missachtung des Parlaments und rechtsextreme Hetze“, sagte der Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans.

Die „Omas gegen Rechts“ gehen für die Demokratie sichtbar auf die Straße; (Screenshot)

Wie die „Omas gegen Rechts“ für die Demokratie kämpfen

Sie wollen ihren Kindern und Enkeln keine schlechtere Welt hinterlassen: Seit zweieinhalb Jahren gehen die „Omas gegen Rechts“ in Deutschland für die Demokratie auf die Straße. Seitdem haben sich Gruppen in mehr als 70 Städten gegründet.