Initiativen gegen Rechts

Jugenddemokratiepreis – Projekte für Europa

Der Jugenddemokratiepreis der Bundeszentrale für politische Bildung wird erstmals in diesem Jahr an Initiativen, Projekte oder einzelne Engagierte vergeben, die sich in besonderer Weise für die Demokratie oder die Demokratisierung in Europa einsetzen. Über das Preisgeld von 3000,- Euro entscheidet dabei eine Jugendjury, die sich aus jungen, ehrenamtlich oder politisch engagierten Menschen zwischen 16 und 26 Jahren zusammensetzt. Die Projekte sollten nicht älter als zwei Jahre und nicht kommerziell ausgerichtet sein.
Für weitere Informationen:

Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel.: 0228/ 99515509
Fax: 0228/ 99515293
e-Mail: svetlana.alenitskaya@bpb.bund.de
www.bpb.de

Naturfreundejugend Deutschlands

Bei der Naturfreundejugend handelt es sich um den Jugendverband der Naturfreunde. Hauptthemen sind Natur und Umweltschutz, Tourismus und Kinderrechte. Aber auch die Bekämpfung des Rechtsextremismus hat sich die Naturfreundejugend auf die Fahnen geschrieben und 2008 ein umfangreiches Jahresprojekt gestartet.

"Lola für Lulu"

Das Projekt „Lola für Lulu“ richtet sich an Mädchen und Frauen aus dem Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sollen darin bestärkt werden, sich für lebendige Demokratie und gegen Rechtsextremismus in ihrer Region einzusetzen. Das Projekt spricht auch Personen an, die sich bisher nicht für den Bereich Rechtsextremismus interessiert haben, und befähigt sie, gemeinsam mit Gleichgesinnten aktiv zu werden. Die einzelnen Teilprojekte sollen Mädchen und Frauen für die Gefahren des Rechtsextremismus sensibilisieren und demokratische Alternativen vor Ort aufzeigen. Durch die inhaltliche Arbeit werden die Teilnehmerinnen befähigt, ihre eigenen Möglichkeiten und Ressourcen besser wahrzunehmen. Diese dann auch wirksam zu nutzen und auszubauen, darum geht es im Projekt "Lola für Lulu". Mädchen und Frauen sollen als starke Akteurinnen einer lebendigen und demokratischen Gesellschaft in ihrer Region mehr Einfluss nehmen.
Der Landkreis Ludwigslust ist von Abwanderung junger Menschen betroffen. Das Projekt möchte gemeinsam mit Frauen und Mädchen berufliche Perspektiven im Kreis entwickeln.

Frauen und Mädchen, die Teil der rechtsextremen Szene sind, langfristig aber aussteigen möchten, können durch das Projekt "Lola für Lulu" Unterstützung erfahren.

Kontakt:
Projekt „Lola für Lulu“
Amadeu Antonio Stiftung
Alexandrinenplatz 7
19288 Ludwigslust

Jugendstiftung Baden-Württemberg

Die Jugendstiftung fördert junge Menschen in ihrem Engagement, damit sie ihre Ideen, Initiativen und Projektvorhaben in vielfältiger Weise umsetzen.In der Jugendstiftung steht die Förderung und Kompetenzentwicklung Jugendlicher und junger Menschen im Mittelpunkt. Wir fördern junge Menschen in ihrem Engagement bei der Umsetzung ihrer Ideen, Initiativen und Projektvorhaben in vielfältiger Weise. Durch die Entwicklung eigener Programmlinien greift die Jugendstiftung selbst aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen auf und setzt mit Partnern der Jugendbildung und mit Jugendlichen selbst innovative Akzente und Weichenstellungen.

Kontakt:
Jugendstiftung Baden-Württemberg
Schlossstrasse 23
74372 Sersheim

Postadresse:
Postfach 11 62
74370 Sersheim

Tel.:0 70 42 / 83 17 - 0
Fax:0 70 42 / 83 17 - 40
E-Mail: info@jugendstiftung.de

Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein

Bei der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein handelt es sich um das Ausbildungszentrum der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken. Der Namensgeber Kurt Löwenstein setzte sich unter anderem als Stadtschulrat während der Weimarer Republik für Kinderrechte ein.
Die außerschulischen Angebote der Jugendbildungsstätte richten sich an Jugendliche und jugendliche Erwachsene. Es werden Fortbildungen für Multiplikatoren durchgeführt. Ebenso zielen die Seminare darauf ab, auch bildungsbenachteiligte junge Menschen zu erreichen.

Die Institution sieht ihre Bildungsarbeit als Teil der Auseinandersetzung für eine Welt, in der Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit herrschen und Extremismus keinen Platz hat. Das menschliche Miteinander soll von umfassender Selbstbestimmung, Respekt, Solidarität, Anerkennung von Differenz und Demokratie als Lebensform bestimmt sein. Demokratische Einstellungen werden durch die Bildungsangebote ebenso gezielt gefördert wie die Bereitschaft zum gesellschaftspolitischen Engagement.

Kontakt:
Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein e.V.
Freienwalder Allee 8-10
16356 Werneuchen/Werftpfuhl
Telefon: 033398-8999-11
Telefax: 033398-8999-13
E-Mail: info@kurt-loewenstein.de

"Jugendnetz Menschenrechte"

Mit dem „Jugendnetz Menschenrechte“ hat die Jugendstiftung Baden-Württemberg eine Plattform bereitgestellt, mit der sich junge Menschen altersgerecht über Grund- und Menschenrechte informieren können. In verschiedenen Foren können die User darüber in Austausch treten, wie sie sich gegen Diskriminierung und Intoleranz wehren können und wie man sich für die Einhaltung der Grundrechte einsetzen kann. Das Portal wird im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ gefördert.
Kontakt:
Jugendforum Menschenrechte
Servicestelle Jugend der Jugendstiftung Baden-Württemberg
Schloßstr. 23
74372 Sersheim

Postadresse:
Postfach 11 62
74370 Sersheim

Tel.: 0 70 42 / 83 17 - 0
Fax: 0 70 42 / 83 17 - 40
E-Mail: service(at)jugendnetz.de

MANEO-ToleranzKampagne

Gewalttaten zählen ebenso wie diskriminierende Äußerungen zu Alltagserfahrungen vieler homosexueller Menschen.Maneo klärt mit seiner Informationskampagne über homophobe Gewalt auf. Über die gesamte Breite der Szenen wird dafür geworben, Gewalt und Diskriminierung nicht zu akzeptieren und Fälle zu melden.
Die Initiative setzt sich dafür ein, dass bürgerliche Freiheiten geschützt werden und deshalb homophobe Gewalt keinen Platz in der Gesellschaft hat.

Zu den Projektbausteinen zählen das Erstellen von Informationsmaterial für die homosexuellen Szenen, Pressearbeit, die Organisation von Veranstaltungen und weiteren öffentliche Diskussionsforen, Publikationen und eine Umfrage zur homophoben Gewalt in Berlin.

Kontakt:
MANEO -ToleranzKampagne
c/o Mann-O-Meter e.V.
Bülowstraße 106
10783 Berlin
Tel.: +49 (0)30 21 75 32 13
Fax: +49 (0)30 23 63 81 42

"komplex" - Kommunikationsplattform gegen Rechtsextremismus"

„komplex“ steht für „Kommunikationsplattform gegen Rechtsextremismus“. Sie wurde vom rheinland-pfälzischen Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung entwickelt und ist an verschiedene Zielgruppen gerichtet: Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte sind in jeweils unterschiedlichen Ausprägungen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit betroffen.Dementsprechend sind auch verschiedene Strategien und Lösungsansätze gefragt, um Rechtsextremismus einzudämmen. Die Homepage bietet Jugendlichen, Eltern und Fachkräften kompakt gebündelte Informationen zu Erscheinungsformen von Rechtsextremismus und Gegenstrategien. In einem Chat-Bereich können die User direkt miteinander in Kontakt treten.

Kontakt:
Komplex – Kommunikationsplattform gegen Rechtsextremismus
c/o Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung
Rheinallee 97-101
55118 Mainz
E-Mail: komplex@lsjv.rlp.de

Bündnis für Menschenwürde - gegen Rechtsextremismus im Landkreis Mittweida

2007 hat sich die Vereinigung im Landkreis Mittweida gegründet. Es möchte sensibilisieren und aufklären über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, will alternative Jugendkulturen unterstützen, die Marktplätze des Landkreises zurückgewinnen, Kontakte aufbauen und vernetzen. Möglichst viele Initiativen für Menschenwürde und gegen Rechtsextremismus sollen unterstützt werden.
Die Initiative versteht sich als ein klassisches Bürgerbündnis, in welchem die Zusammenarbeit aller demokratischen Kräfte gegen Rechtsextremismus angestrebt wird. Mit Medienaktionen wird Öffentlichkeit für das Thema hergestellt. Ebenso organisiert das Bündnis eigene Projekte, wie Podiumsdiskussionen, Feste, Lesungen, um auf das Thema Rechtsextremismus aufmerksam zu machen.

2007 wurde das Bündnis mit dem sächsischen Förderpreis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ geehrt.

Kontakt:
Bündnis für Menschenwürde - gegen Rechtsextremismus im Landkreis Mittweida
Tzschirnerplatz 9a
09648 Mittweida

Ansprechpartner:  Marcus Eick, Tel.:  0176/ 96 30 21 73
E-Mail: post@buendnis-mittweida.de

Schulmuseum Leipzig

Das Museum organisiert Dauer- und Wanderausstellungen, die sich mit Schulgeschichte beschäftigen. Besonders wird dabei auf die Entwicklung von Widerstand und Systemkritik im schulischen Raum eingegangen. Das Projekt „Gegen den Strom – Schule im Widerstand“ vermittelt den Besuchern auf interaktive Art und Weise Informationen und regt zum Mitmachen an. 2008 wurde das Schulmuseum mit dem sächsischen Förderpreis für Demokratie ausgezeichnet.
Kontakt:
Schulmuseum Leipzig
Schulmuseum - Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
Goerdelerring 20
04109 Leipzig
Tel.: 0341 - 2130568
Fax: 0341 - 2155843