Initiativen gegen Rechts

Buntes Reudnitz

Diese Initiative ist ein Zusammenschluss aus Reudnitzer Bürgerinnen und Bürgern die der zunehmenden Präsenz rechtsextremer Propaganda und Gewalt etwas entgegensetzen wollen. Reudnitz ist ein Stadtteil Leipzigs und erlebt immer wieder rechtsextreme Straftaten, so z.B. am 12.01.2008 als über 300 von jenen aufmarschierten. Anwohner, die offenen Protest zeigten, wurden daraufhin noch Tage später eingeschüchtert und angegriffen.
Um dies nicht zu zulassen, treffen sich Gleichgesinnte alle zwei Wochen und bilden kleine, wechselnde Arbeitsgruppen.

Sie können Kontakt über diese Email-Adresse aufnehmen: kontakt@buntes-reudnitz.de

Anschrift:
Bürgerinitiative „Buntes Reudnitz“
Vertreten durch L. Sander und S. Stach
c/o Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.
Domplatz 5
04808 Wurzen

Nazis auslachen

Folgender Ausschnitt eines Videos der Internetseite nazis-auslachen.de: Ein als Affe verkleideter junger Mann versteckt sich hinter Büschen während Passanten an einer sich selbst öffnenden Truhe vorbeigehen und neugierig stehen bleiben. In diesem Moment springt der Affe hervor und erschreckt die von der Neugierde Getriebenen. Alle gehen lachend auseinander. Als eine Gruppe Nazis die gleiche Neugierde packt und dasselbe Spiel sich wiederholt, schlagen sie zu statt zu lachen. Manche verstehen keinen Spaß.
Dieses Video ist einer der monatlich eingereichten Beiträge. Das Projekt wird von dem gemeinnützigen Verein Schüler gegen Antisemitismus, Intoleranz und Fremdenfeindlich-
keit e.V. betrieben und wurde von diesen aber auch Eltern und Studierenden gegründet. „Wir wollen mit den Videos auf unserem Portal zeigen, dass es keinen Sinn und keinen Spaß macht, vor allem überhaupt nicht cool ist, sich Rechtsextremen anzuschließen.“

Das vom Bundesprogramm „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt“ geförderte Projekt lobt jeden Monat einen Wettbewerb um das beste Video aus. Die Jury sind die Besucher der Homepage. Über einen Zugang können sie die Beiträge kommentieren und bewerten. Näheres zum Wettbewerb und den Bedingungen finden sich auf der unten angegebenen Homepage von Nazis auslachen.

Kontakt:

Schüler gegen Antisemitismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit e.V.
Friedbergerstr. 35
14057 Berlin

Projektleiter: Dietrich von der Ropp
Email: info@nazis-auslachen.de
Tel.: 030-21070713

ELTERNSTÄRKEN

Die Initiative ELTERNSTÄRKEN wurde Ende diesen Jahres gegründet. Der Träger ist der seit 15 Jahren in der Jugendhilfe tätige Verein pad e.V. Gefördert wird das Projekt von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales.
Wie der Name bereits verrät, stehen bei dieser Initiative die Eltern, Angehörigen und Freunde im Mittelpunkt des Interesses und der Hilfe. Oft empfinden jene problembewussten Eltern von rechtsextremen Kindern und Jugendlichen Scham. Sie haben das Gefühl dem Druck nicht mehr standhalten zu können und benötigen Hilfe.

ELTERNSTÄRKEN will genau hier ansetzen. Die Angehörigen sollen in ihrem Umgang mit dem eigenen Kind geschult und unterstützt werden. Dabei spielt die Vernetzung mit anderen Hilfsangeboten und Beratungsdiensten sowie die Schaffung eines längerfristigen, verlässlichen Angebots für Hilfe suchende Eltern eine große Rolle. Insgesamt baut die Arbeit der Initiative auf drei Säulen:

1. Die intensive Einzelberatung und Begleitung von Eltern, Angehörigen und Fremden.
2. Die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und das Engagement von Eltern.
3. Der Ausbau von Kooperationen und die Fortbildung der Kooperationspartner.

Mit diesem umfassenden Ansatz ist eine kompetente Hilfe möglich. Sie können über folgende Daten Kontakt mit der Initiative aufnehmen:

Licht-Blicke ELTERNSTÄRKEN
Ahrenshooper Straße 7, 13051 Berlin
Tel.: 030/99 270 555
Fax.: 030/92 45 219
Email: lichtblicke-elternprojekt@gmx.de

Beratungsstelle für Opfer und potenzielle Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten im Antidiskriminierungsbüro Sachsen-Anhalt

Die Beratungsstelle nimmt direkten Kontakt zu Betroffenen rechter Gewalt auf. Zum Teil erfahren sie von jenen Opfern, zum Teil wenden jene sich selbst an die Mitarbeiter. Diese kommen sind auch außerhalb des Büros erreichbar und gehen individuell auf die Bedürfnisse der Gewaltopfer ein. Sie begleiten sie zu Ärzten oder Behörden, beraten sie in rechtlichen Angelegenheiten oder helfen bei der Suche nach Zeugen.
Das Ziel der Beratungsstelle ist es zudem Initiativen und interessierte Menschen vor Ort zur Seite zu stehen um Perspektiven zu erarbeiten und Strukturen zu stärken.

Kontakt:

Beratungsstelle für Opfer und potenzielle Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten im Antidiskriminierungsbüro Sachsen-Anhalt/ Bitterfeld/ Wittenberg
c/o Multikulturelles Zentrum Dessau
Dipl. Päd. Marco Steckel
Parkstraße 7
06846 Dessau
Tel.: 0340/6612395
Mobil: 0177/6282860
Email: opferberatung@datel-dessau.de

Sprechzeiten sind von Montag bis Mittwoch 10:00 bis 16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Wir. Erfolg braucht Vielfalt

„ Zu jeder politischen Richtung gibt es eine Alternative – aber es gibt keine Alternative zur Demokratie.“ Dieses Zitat beschreibt die Grundeinstellung der Initiatoren und Unterstützer dieser im April 2008 gegründeten Initiative umfassend. Hier versammeln sich Menschen jeden Alters und sozialer Herkunft. Sie treten gemeinsam für ein tolerantes und weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern ein, denn sie nehmen die zunehmende rechtsextreme Gewalt, Hass und Ausgrenzung Andersdenkender und anders Aussehender nicht länger hin.

Das häufige Argument von Rechtsextremen lautet: Arbeitslosigkeit entsteht durch Fremde. Dieser menschenverachtenden Lüge stellt sich der diese Initiative mit dem Ansatz „Erfolg braucht Vielfalt“ klar entgegen. Gerade in einem Bundesland, in dem viele Menschen vom Tourismus leben, bewirken Demokratiefeindlichkeit und Extremismus genau das Gegenteil. Und so sprechen die Menschen hinter dieser Initiative, die weiterhin zu einer umfassenden Bewegung anwachsen soll, auch von einem Mecklenburg-Vorpommern in dem sich jeder wohl und akzeptiert fühlen kann, wenn sie schreiben: „Wir alle leben gerne in Mecklenburg-Vorpommern und sind stolz auf unser Land!“

Keine Stimme den Nazis!

„Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb“ - dies ist das Motto, das die Arbeit dieses breiten Bündnisses aus antifaschistischen Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, anleitet. Jener Zusammenschluss besteht nun seit 2002 und ist besonders auf lokaler Ebene aktiv. So treten die Mitglieder immer wieder gegen Aufmärsche Rechtsradikaler in Hamburg und Umgebung an und konnten neuerlich durch ihren breiten Protest die Schließung des Thor Steinar-Ladens erwirken.
Das Bündnis freut sich über Interessierte, die mitwirken wollen und sich damit gegen Rechts, Intoleranz und Antisemitismus stellen.

Kontakt:

E-Mail: kontakt@keine-stimme-den-nazis.org

Vive le courage

Es lebe der Mut! Dieses Motto wurde zum Leitmotiv einer Gruppe junger Menschen, die in ihrem Umfeld das Abdriften von Freunden und Bekannten in die rechtsextreme Szene beobachten mussten. Sie wollten die so genannte „Faschisierung der Provinz“ nicht länger hinnehmen und aktiv gegen Intoleranz, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit vorgehen.
Dies gelingt der noch recht jungen Initiative auf sehr professionelle und engagierte Weise sehr gut. Neben einer informativen und nach Themenschwerpunkten ausgerichteten Internetseite, bemühen sich die Mitstreiter vor allem um die Menschen vor Ort. So ist der Aufbau eines Vereinshauses als alternativer Rückzugspunkt für anders denkende Jugendliche in Planung. Daneben arbeitet Vive le courage aktiv mit dem Thomas-Mann-Gymnasium in Oschatz an dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit Vorträgen, Schulausflügen aber auch Flugblattaktionen soll die deutsche Vergangenheit immer gegenwärtig bleiben und so der Grundstein im Kampf gegen Rechts gelegt werden. Jedoch wird auch über aktuelle Themen wie die szenetypische Modemarke Thor Steinar informiert.

Der basisdemokratisch aufgebaute Verein lädt jeden Interessierten und Gleichgesinnte ein sich über die Arbeit vor Ort zu informieren und mitzumachen.

Kontakt:

Vive le courage e.V.
Lichtstraße 1
04758 Oschatz

Email: vive-le courage@gmx.de

nazifreie un!

Diese Initiative ist das Kind eines bereits bestehenden und erfolgreichen Projektes. Rheinhessen gegen Rechts rief sie ins Leben um ein Zeichen zu setzen gegen Rechtsradikalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Mit dieser Initiative sollen neben den Verbündeten Rheinhessen gegen Rechts auch andere Mitstreiter gewonnen werden um für eine Uni der Vielfalt und Toleranz einzutreten. Die noch sehr junge initiierte zunächst eine Resolution gegen Rechts an der Uni. Diese soll ein gesellschaftliches Zeichen setzen und so viele Unterstützer wie möglich finden. Darüber hinaus sind Veranstaltungen zum Thema bereits in Planung. Wichtig für Initiatoren ist es, den bedenkenswerten Tendenzen, nicht nur an der Mainzer Universität, etwas entgegen zu setzen und aktiv zu werden.
Kontakt:

Rheinhessen gegen Rechts
Roland Schäfer
Postfach 1502
55208 Mainz

Email: mail@rheinhessen-gegen-rechts.de

OSZ gegen Rechts

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind auch an den berufsbildenden Oberstufenzentren (OSZ) ein aktuelles Problem. OSZ gegen Rechts hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt die demokratische Kultur in den Schulen zu fördern und damit einen aktiven Beitrag zur Verdrängung von rechtsextremem Gedankengut und Aktivitäten zu leisten.
OSZ gegen Rechts richtet sich dabei vor allem an SchülerInnen und PädagogInnen. Der Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Angebot von Seminaren und Workshops zu so verschiedenen Themen wie Autoritarismus, Fremdenfeindlichkeit oder Globalisierung. Ebenso jedoch werden Argumentationshilfen, Literaturempfehlungen und Tipps für SchülervertreterInnen angeboten.

Kontakt:
Michael Hammerbacher, c/o RAA Berlin -
Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e.V.
Chausseestraße 29, D - 10115 Berlin
Phone: +49 30 240 45 - 240
Fax: +49 30 240 45 - 509
E-Mail: kontakt@osz-gegen-rechts.de

InternetGegenRechts

Vom Niedersächsischen Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung ins Leben gerufen, soll diese Internetplattform vor allem junge Menschen, Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern und Lehrer ansprechen und umfassend informieren. Die vor sieben Jahren ins Leben gerufene internetbasierte Initiative versteht sich als Gegenspieler zu den immer stärker auftretenden rechten Internetseiten.
Die im August erweiterte und aktualisierte Homepage bietet eine sehr gepflegte und umfangreiche Linksammlung an. Diese dient der Information, der Förderung eigenen Engagements und der Vernetzung. Zusätzlich bieten die Autoren Bücherrezensionen und aktuelle Artikel und Broschüren zum Herunterladen an.

Kontakt:

Niedersächsisches Landesamt für Lehrerbildung
und Schulentwicklung (NILS)
Keßlerstr. 52
31134 Hildesheim

Tel.: 05121/ 708 – 153
Fax: 05121/ 708 – 159

Email: pechel@nils.nibis.de