Initiativen gegen Rechts

Opferfonds Cura

Opferfonds CURA der Amadeu Antonio StiftungLinienstr. 139
10115 Berlin
Tel.: 030-240 886 10
Fax: 030-240 886 22

Um den Opfern fremdenfeindlicher und rassistischer Gewalt schnell zu helfen, rief Ursula Kinkel, die Ehefrau des früheren Bundesaußenministers Dr. Klaus Kinkel, unmittelbar nach dem Brandanschlag von Mölln 1993 die „Aktion CURA“ ins Leben. Seither unterstützte der Opferfonds über 120 Opfer und mehr als 60 Projekte für Opfer rechtsextremer Gewalt mit insgesamt 480.000 Euro.

2004 übernahm die Amadeu Antonio Stiftung (Berlin) die Trägerschaft für den Opferfonds. Ursula Kinkel und die langjährige Geschäftsführerin des Fonds, Robin Herrnfeld, engagieren sich weiterhin für den Opferfonds CURA. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die unmittelbare und nachhaltige Hilfe für die Opfer. Die Spenden fließen direkt in die Unterstützung der Betroffenen - jede Spende in jeder Höhe hilft.

Unterstützen

Die Hilfe durch den Opferfonds hilft den Menschen entscheidend. Häufig bleiben die Opfer rechtsextremer Übergriffe allein mit den Folgen – mit Verletzungen, traumatischen Erlebnissen und der großen Angst, Ähnliches könnte wieder passieren. Sie sind mit der Bewältigung des Geschehenen allein gelassen. Oftmals können sie sich die notwendigen Behandlungen und die Anwaltskosten zur juristischen Verfolgung der Tat nicht leisten. Viele sind infolge des Übergriffes zunächst nicht mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

Zeichen setzen

In solchen Fällen setzt die Unterstützung durch den Opferfonds CURA dort an, wo eine schnelle Hilfe am dringendsten ist. Unser Ziel ist es dabei, Opfern rechter Gewalt die Bewältigung ihrer Angst und damit eine Rückkehr in ihr normales Leben zu ermöglichen.

Die Opfer rechter Gewalt zu unterstützen heißt deshalb auch, ein praktisches Zeichen gegen rechte Gewalt und für eine demokratische Gesellschaft zu setzen!

Jugendinitiative gegen Rechtsextremismus Wunsiedel

Die Jugendinitiative gegen Rechtsextremismus ist ein Zusammenschluss von ca. 25 Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren, die überzeugt sind, dass sich Rechtsextremismus nicht durch Wegschauen oder Bagatellisieren, sondern nur durch konsequentes, engagiertes und durchdachtes Handeln aller Bürger/innen bekämpfen lässt.
Die überparteiliche Initiative fühlt sich demokratischen, humanistischen und christlichen Werten, sowie der Achtung der Menschenwürde verpflichtet.
Diakonin Andrea Heussner
für das Evang. Jugendwerk Fichtelgebirge
Jean-Paul-Platz 5
95632 Wunsiedel

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

Die "Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin" (MBR) versteht sich als Unterstützungseinrichtung für alle Berliner und Berlinerinnen, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus engagieren oder dies in Zukunft tun möchten. Ansatzpunkte der Arbeit mit diesen einzelnen Akteuren oder aber einer Bezirksverwaltung sind die konkreten Probleme mit rechtsextremistischem, rassistischem oder antisemitischem Hintergrund vor Ort, sei es in deren Einrichtung, Nachbarschaft, im Sozialraum oder Bezirk.
Die Mobile Beratung steht den demokratischen Kräften bei ihrem Engagement unterstützend zur Seite, professionalisiert sie im Aufbau nachhaltiger und lebendiger demokratischer Strukturen und stärkt sie als eigenständige Akteure im Gemeinwesen.

Das langfristige Ziel der Mobilen Beratung ist es, eine erlebbare und alltägliche Praxis demokratischer Kultur zu entwickeln und ein angstfreies und menschenrechts-orientiertes Miteinander in Berlin zu ermöglichen.

(Selbstdarstellung)
Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus
Chausseestr. 29
10115 Berlin

Tel. 030 - 240 45 430
Fax 030 - 240 45 319
info@mbr-berlin.de

Hilfe für ausländische Frauen und Kinder e.V.

Der Verein besteht bereits seit 1983 und hat es sich zur Aufgabe gemacht, ausländischen Frauen und Kindern, die hier in Berlin in einem für sie fremden Kulturkreis leben, Hilfestellung bei der Alltagsbewältigung zu geben.
Dies geschieht derzeit vorwiegend über Projekte der evangelischen Kirche in verschiedenen Berliner Kirchenkreisen: durch Beratung, praktische Hilfen sowie Unterstützung bei kleineren Finanzierungslücken, die auf Grund kirchlicher und staatlicher Bewilligungsrichtlinien sonst nicht geschlossen werden könnten.

Für seine Arbeit erhielt der Verein den Drei-Königs-Preis 2003 (Intergrationspreis) des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin

Kontakt
Hilfe für ausländische Frauen und Kinder e.V.
c/o Barbara Faccani
Marienbader Str. 11
14199 Berlin

Telefon 030 8 25 61 62
Fax 030 89 72 22 33
barbara.faccani@t-online.de

Elterninitiative gegen Rechts – Hilfen für Eltern von rechtsextremistisch orientierten Jugendlichen

Die „Elterninitiative gegen Rechts“ bietet Eltern und Angehörigen von Jugendlichen, die in den Einflussbereich rechtsextremistischer Gruppierungen bzw. der rechten Szene geraten sind, Unterstützung und Hilfe an. Sie ist Bestandteil der Maßnahmen des Landes Rheinland-Pfalz gegen den Rechtsextremismus. Die „Elterninitiative gegen Rechts“ wird gefördert vom bundesweiten Programm „entimon – gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus“. Dieses ist Teil des übergeordneten Aktionsprogramms „Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Beratungstelefon: 0 61 31/9 67-5 20
E-Mail: Elterninitiative@lsjv.rlp.de

Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten - AvS

Das Selbstverständnis und die Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten - AvS, als Zusammenschluß sozialdemokratischer Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime entstanden, sieht ihre Hauptaufgabe darin, die Traditionen des Widerstandes gegen Gewaltherrschaft wachzuhalten, das Gedenken an die Opfer der Diktaturen zu bewahren und Neonazismus, Rassismus und Extremismus zu bekämpfen.
Die Auseinandersetzung mit der NS- und SED-Diktatur und dem Neonazismus ist ein Anliegen der AvS. Sie will das Vermächtnis des Widerstandes bewahren und weitergeben, gegen das Vergessen angehen, das Gedenken an die Opfer der NS- und SED-Herrschaft wachhalten und die historischen Erfahrungen für unsere freiheitliche Demokratie nutzbar machen.

(Selbstdarstellung)

Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten - AvS
SPD-Parteivorstand
Evelyn Stratmann
10911 Berlin
Tel: 030 / 25991 211
Fax: 030 / 25991 311
http://www.avs.spd.de/
avs@spd.de

Tolerantes Sachsen

Das Netzwerk "tolerantes sachsen" ist eine Plattform lokaler Initiativen und Vereine, die sich konkret und praktisch gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitimus in jeglicher Erscheinungsform zur Wehr setzen. Das Netzwerk vertritt und fördert die Weiterentwicklung einer demokratischen und toleranten Alltagskultur in Sachsen.
Dabei orientieren sich alle Projekte und Organisationen im Netzwerk an den unveräußerlichen Menschenrechten, die von der Freiheit, Gleichwertigkeit und Würde aller Menschen und ihrer Zusammenschlüsse ausgehen. Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus widersprechen diesem Menschenbild und werden vom Netzwerk gewaltfrei und kreativ bekämpft. "tolerantes sachsen" ist natürlich offen für weitere zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen in Sachsen, gleich ob klein oder groß, locker oder weniger locker organisiert, neu oder "etabliert".

Tel.: 0178 - 5445807
E-Mail:buero@tolerantes-sachsen.de
Ansprechpartnerin: Martina Glass

Aktion Courage

AKTIONCOURAGE fordert und fördert die gesellschaftliche Teilhabe und politische Mitbestimmung von Menschen ausländischer Herkunft. Mit den verschiedenen Projekten wie:
- Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
- IKoM – Altenhilfe für Migranten
- Integration im Kindergarten
sollen Begegnungen frei von Vorurteilen und Ängsten herbeigeführt werden, Verständigungsbereitschaft und die Akzeptanz fremder Identitäten befördert werden. Extremistischen Aktionen und Tendenzen soll ein klares Nein entgegen gesetzt werden.

Zu den Leistungen, die die Initiative anbietet gehören u.a.:
- Informations-, Aufklärungs- und Pressearbeit,
- Lobbyarbeit gegenüber Parlamenten und Regierungen,
- Interkulturelles Training bei Polizei und Bundeswehr,
- Dokumentationen von Übergriffen und Diskriminierungen
- Kooperation mit Menschenrechtsorganisationen und
Anti-Rassismus-Gruppen

AKTIONCOURAGE ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgern und Organisationen unterschiedlicher Kulturen und Identitäten aus allen Regionen der Welt in Deutschland.

Sie setzen sich mit couragierten Aktionen gegen gewalttätigen und offenen Rassismus ebenso wie gegen unterschwelligen und alltäglichen Rassismus im Betrieb und auf Ämtern, in Schule und Universität, im Freizeit- und privaten Bereich, in Politik und Medien zur Wehr. Entstanden ist die Initiative als Antwort auf die rassistischen Anschläge in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock.

 

Kontakt:

AKTIONCOURAGE e.V.
Kaiserstraße 201
53113 Bonn
Tel.: 0228-213061
Fax: 0228-262978
info@aktioncourage.org

BIFOR - Bildungs- & Forschungswerk Saar-Lor-Lux

Das BIFOR - Bildungs- & Forschungswerk Saar-Lor-Lux ist ein im Herbst 2004 gegründeter Verein mit Sitz in Saarbrücken, der in der Grenzregion Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg zu den Themen Rechtsextremismus und antidemokratische Tendenzen in der Gesellschaft arbeitet.
Schwerpunkt ist die Bildung und Beratung von gesellschaftlich aktiven und interessierten Akteuren, die sich mit der Thematik Rechtsextremismus auseinandersetzen.

Neben der Informationssammlung und Analyse von antidemokratischen bis rechtsextremen Entwicklungen ist die Bildungs- & Beratungstätigkeit für gesellschaftlicher Akteure, die sich mit der Thematik Rechtsextremismus beschäftigen, ein Schwerpunkt des Vereins. Das BIFOR verfügt über ein Archiv und eine umfangreiche Informationssammlung über die Radikale Rechte in Deutschland, insbesondere in der Grenzregion.

Referenten des BIFOR stehen zudem für Seminare, Fortbildungen,
Informationsveranstaltungen und Beratungen etc. zur Verfügung.

Ein Presseinformationsdienst informiert die regionalen Medien über aktuelle Entwicklungen der organisierten Rechten in der Region.

Kontaktadresse:
BIFOR
Postfach 103 207,
66032 Saarbrücken
biforsaar@yahoo.de

Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum (ARiC) Berlin

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Hier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Die Initiative ARIC sieht darin ein großes Potential für die Gesellschaft. Die Entfaltung dieses Potentials setzt gegenseitigen Respekt, Verständnis füreinander und Offenheit voraus.
Mit ihrem Informationsangebot, ihren Beratungsleistungen und Netzwerkaktivitäten möchte ARIC einen Beitrag leisten
- zur Förderung des interkulturellen Dialog
- zum besseren Verständnis für Menschen anderer Herkunft, Kultur und Religion
- zum Abbau von rassistischen Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit
- zur besseren selbstbestimmten Integration von Migrantinnen und Migranten.

Antirassistisch-Interkulturelles Informationszentrum
ARiC Berlin e.V., Chausseestr. 29, 10115 Berlin
Fon: 030-308 799-0
Fax: 030-308 799-12
Email: aric@aric.de
Ansprechpartner: Simone Wiegratz
Bürozeiten: täglich 9.00 bis 16.00 Uhr.
Besuche (insbesondere von Gruppen) nach Absprache