Initiativen gegen Rechts in Europa

„European Networks against Racism“ (ENAR)

Das Europäische Netzwerk gegen Rassismus ist ein Zusammenschluss aus 600 Initiativen. Die Dachorganisation bündelt Informationen, Hilfsangebote (z.B. beim Thema Lobbying) und Kontakte und gibt sie an ihre Mitglieder weiter.

Rire contre le racisme (Lachen gegen Rassismus)

Über Rassismus lachen? Ja! Diese französische Initiative vereint die bekanntesten Komiker Frankreichs um ein intelligentes und öffentlichkeitswirksames Zeichen zu setzen gegen rechte Ideologie und Gewalt. 2004 gegründet, ist „Rire contre le Racisme“ ein Gemeinschaftsprojekt der über die Landesgrenzen hinweg bekannten Initiative „SOS Rascisme“ und des französischen jüdischen Studentenbunds. Ziel ist es Stereotypen und Vorurteile nicht nur lächerlich zu machen, sondern sie auch zu entlarven.

Jugenddemokratiepreis – Projekte für Europa

Der Jugenddemokratiepreis der Bundeszentrale für politische Bildung wird erstmals in diesem Jahr an Initiativen, Projekte oder einzelne Engagierte vergeben, die sich in besonderer Weise für die Demokratie oder die Demokratisierung in Europa einsetzen. Über das Preisgeld von 3000,- Euro entscheidet dabei eine Jugendjury, die sich aus jungen, ehrenamtlich oder politisch engagierten Menschen zwischen 16 und 26 Jahren zusammensetzt. Die Projekte sollten nicht älter als zwei Jahre und nicht kommerziell ausgerichtet sein.
Für weitere Informationen:

Bundeszentrale für politische Bildung
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel.: 0228/ 99515509
Fax: 0228/ 99515293
e-Mail: svetlana.alenitskaya@bpb.bund.de
www.bpb.de

Nationales Forschungsprogramm 40+

Eingesetzt vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD), sollen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet des Rechtsextremismus mit dem NFP gefördert werden. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Frage gelegt, welche Maßnahmen für die Bekämpfung von Rechtsextremismus erfolgreich sind. Das NFP evaluiert Projekte, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen.Ebenso werden aber die Entstehungsbedingungen, Ausprägungen und Erscheinungsformen von Rechtsextremismus in der Schweiz untersucht.

Kontakt:
Nationales Forschungsprogramm 40+
Zentrum für Vergleichende und Internationale Studien (CIS)
ETH Zentrum - SEI
Seilergraben 49
8092 Zürich
Schweiz

König-Baudouin-Stiftung

Die König-Baudouin-Stiftung möchte menschliches Zusammenleben verbessern und eine Welt mit mehr Demokratie, Gerechtigkeit und Respekt gestalten.
Sie ist hauptsächlich in Belgien aktiv und setzt sich dort dafür ein, dass kulturelle Verschiedenheit respektiert wird. Darüber hinaus ist sie auf europäischer Ebene (besonders in Südosteuropa) im migrationstheoretischen Kontext tätig uns setzt sich in Afrika in der Aids-Prävention ein.

König-Baudouin-Stiftung
rue Brederodestraat 21
B-1000 Brüssel (Belgien).
Fon: +32-2-511 18 40
Fax: +32-2-511 52 21
E-Mail: info@kbs-frb.be

Gesellschaft für politische Aufklärung (GfpA)

Die Gesellschaft für politische Aufklärung (GfpA) hat sich die Förderung der Qualität der österreichischen Demokratie zum Ziel gesetzt. Sie versteht sich vor allem als Plattform gegen Rechtsextremismus, engagiert sich für Solidarität und Verantwortung im politischen, sozialen und kulturellen Bereich sowie für eine höhere Sensibilität gegenüber Alltagsrassismus, Verletzungen von Menschenrechten und Diskriminierung sozialer Gruppen.
In der GfpA sind Personen unterschiedlicher politischer Orientierung verbunden, die Österreichs Demokratie als Antwort auf die Irrwege des 20.Jahrhunderts, insbesondere auf den Nationalsozialismus sehen. Ihre Mitglieder haben sich in unterschiedlicher Form beruflich profiliert – in der Publizistik oder in der Wissenschaft, in der Politik oder in der Verwaltung, im Bildungswesen oder in Kunst und Kultur.

Die Gesellschaft für Politische Aufklärung hält Österreichs Demokratie für stabil genug, um sie nicht für gefährdet zu sehen – weder von PolitikerInnen, die den Nationalsozialismus verharmlosen, noch von Medien, die den Zweiten Weltkrieg umdeuten, noch von der aktuellen, rassistisch gefärbten Intoleranz gegen „Fremde“. Es geht vielmehr um die demokratische Qualität der österreichischen Gesellschaft und Politik. Die Förderung eines kritischen Umgangs mit österreichischer Geschichte und mit prägenden Mustern österreichischer Politischer Kultur sind, vor dem Hintergrund globaler politischer und sozioökonomischer Veränderungen, dafür Voraussetzung.
Der Aktionsradius der GfpA umfasst ganz Österreich. Kontakte zu Partnerorganisationen und -institutionen im In- und Ausland, mit denen gemeinsam Projekte und Veranstaltungen durchgeführt werden, unterstützen unsere Projekte. Die GfpA versucht, eine Vielfalt an Medien und unterschiedlichste Formen der Vermittlung zu nutzen, um einen möglichst großen Kreis von Personen aller Altersgruppen und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen anzusprechen - durch Ausstellungen, Workshops, Seminare, wissenschaftliche Projekte, eine jährlich stattfindende Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und vielfältige Internetaktivitäten – inklusive Newsletter.

Kontakt:
Gesellschaft für politische Aufklärung
Reinhold Gärtner
Institut für Politikwissenschaft
Universität Innsbruck
Universitätsstrasse 15
A-6020 Innsbruck
Tel.: +43-512/ 507-7057
Fax : +43-512/ 507-2849
e-mail: reinhold.gaertner[at]uibk.ac.at

Shoah Memorial - Museum und Dokumentationszentrum zu gegenwärtigem jüdischem Leben

Ein zentraler Arbeitsbereich von Shoa Memorial ist der der Dokumentation - sowohl in Form des eigenen Archivs als auch in Gestalt des Shoa-Museums zum Holocaust.Des weiteren bietet das Zentrum pädagogisch aufgearbeitete Materialien für Lehrer und Schüler an.

Kontakt:
Mémorial de la Shoah
17, rue Geoffroy-l\'Asnier
75004 Paris
France

Téléphone
01 42 77 44 72 (Main entrance and voicemail)
N° from abroad:0033 1 42 77 44 72
Fax:01 53 01 17 44
N° from abroad:0033 1 53 01 17 44
e-mail: contact@memorialdelashoah.org

Verein Gedenkdienst

GEDENKDIENST ist eine politisch unabhängige, überkonfessionelle Organisation, die Aufklärungsarbeit über den Holocaust, seine Ursachen und Folgen leistet. Die Initiative organisiert wöchentliche Veranstaltungen zu Geschichte und Umgang mit dem Nationalsozialismus.Das Programm umfasst Vorträge, Diskussionen, Zeitzeugengespräche, Exkursionen, Filmvorführungen und Buchpräsentationen.

Auch Studienfahrten werden vom GEDENKDIENST veranstaltet, bisher in die ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Mauthausen sowie nach Warschau.

GEDENKDIENST hält jährlich eine internationale Tagung zu aktuellen zeitgeschichtlichen Themen ab, die über die Rolle Österreichs während des Nationalsozialismus und den Umgang der Zweiten Republik mit dieser Zeit reflektieren.

Kontakt:
Verein GEDENKDIENST
Rabensteig 3/18
1010 Wien, Austria
fon: +43 1 581 04 90
fax: +43 1 581 04 90 - 90

Fondation pour la Mémoire de la Shoah

Vordringliche Aufgabe der Stiftung ist es, Projekte, die mit der Geschichte der Shoah und jüdischem Leben verbunden sind, zu fördern.
Kontakt:
Fondation pour la Mémoire de la Shoah
52, bd Malesherbes
75008 Paris

Studien- und Dokumentationszentrum "Mémoire d\'Auschwitz"

Die Mémoire d\'Auschwitz, Studien- und Dokumentationszentrum und anerkanntes Fortbildungsinstitut, wurde 1980 vom Belgischen Verband der ehemaligen politischen Gefangenen von Auschwitz-Birkenau, Lager und Gefängnisse von Schlesien, gegründet. Sie hat sich als Studien- und Dokumentationszentrum etabliert, um ihre Informations- und Erziehungsarbeit effizient gestalten zu können: Sie gibt Publikationen heraus, gestaltet und unterstützt wissenschatliche Analysen und Studien über die komplexen sozio-historischen Prozesse, die zu den nationalalsozialistischen Konzentrationslagern und zu dem Völkermord an Juden, Roma und Sinti geführt haben. Sie besitzt zu diesem Zweck sowohl eine gut ausgestattete Bibliothek in den Räumen der Brüssler Stadtarchive, als auch immense Dokumentationsarchive, die für Studenten, Wissenschaftler und die breite Öffentlichkeit zugänglich ist.
Außerdem möchte die Mémoire d\'Auschwitz das Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen im heutigen historischen Gedächtnis wachhalten und ebenso das Wiederauferstehen von Ideologien oder Regimen verhindern, die die Menschenwürde verletzen.

Als weiteres Ziel hat sie sich gesetzt, die Öffentlichkeit und besonders die jungen Generationen über die Geschichte des Dritten Reichs, den Themenkomplex Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg und den von den Nazis verübten Völkermord an Juden, Roma und Sinti zu informieren.

Kontakt:
Fondation d\'Auschwitz/ Mémoire d\'Auschwitz
Rue des Tanneurs 65
B - 1000 Bruxelles
Tel: +32 - (0)2 - 512.79.98
Fax: +32 - (0)2 - 512.58.84
info.fr@auschwitz.be