Initiativen gegen Rechts in Deutschland

Förderverein für ein Dokumentations- und Begegnungszentrum der NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide

In seiner bisherigen Form wurde der Förderkreis 2004 gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Mitglieder aus Politik, Verwaltung, Stiftungen und anderen Organisationen. Ziel war die Einrichtung eines NS-Dokumentationszentrums auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Schöneweide. Dieses nahm 2006 seine Arbeit auf. Der Förderverein führt kontinuierliche Informations- und Dokumentationsarbeit durch und organisiert Ausstellungen, Bildungsprojekte und Begegnungsveranstaltungen.
Kontakt:
Förderverein für ein Dokumentations- und Begegnungszentrum zur NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide
Britzer Str. 5
12439 Berlin
E-Mail: info@zwangsarbeit-in-berlin.de
Mail: info@zwangsarbeit-in-berlin.de

"Nazis in den Parlamenten (NiP) Berlin"

Seit den Wahlen im September 2006 sind Vertreter der NPD und DVU und der Republikaner in fünf Berliner Bezirksverordnetenversammlungen vertreten. In Reaktion darauf hat sich die Initiative „Nazis in den Parlamenten (NiP) Berlin“ gebildet und beobachtet die Aktivitäten der Rechtsparteien in den Parlamenten. Darüber hinaus soll aber auch ein Netzwerk geschaffen werden, welches sich überregional mit rechtsextremistischen Parteien und ihrer Parlamentsarbeit beschäftigt.
Neben Berlin existiert auch in Sachsen ein „NiP“-Zusammenschluss, welcher die Aktivitäten der NPD im Dresdener Landtag analysiert.

NiP Berlin veröffentlicht auf seiner Internetseite Hintergrundanalysen, Porträts der Bezirksverordneten aus den Rechtsparteien und ausführliche Dokumentationen der verschiedenen Sitzungen durch Berichte. Außerdem wird hier festgehalten, wie die Mitglieder der NPD, DVU bzw. der Republikaner im außerparlamentarischen Bereich agieren. Allgemeine Informationen zu NPD, DVU und den Republikanern sowie ein umfangreiches Glossar runden das Angebot ab.

Initiative "Lernen aus der Geschichte. Nationalsozialismus und Holocaust in Schule und Jugendarbeit"

Das Online-Portal „Lernen aus der Geschichte“ beheimatet eine umfangreiche Materialsammlung zur historisch-politischen Bildung junger Menschen. In der Rubrik „Neues“ wird auf aktuelle Veranstaltungen und Wettbewerbe hingewiesen. Die Web-Projektdatenbank gibt Aktiven die Möglichkeit, ihr eigenes Tun vorzustellen oder aber gezielt nach Projekten zu suchen. In der Sparte „Unterricht“ können Lehrer und Jugendleiter nach Materialsammlungen, Quellen und Fakten zu bestimmten historischen Themen suchen. Die Rubrik „Europa“ gibt gelungene Projekte aus den europäischen Nachbarländern wieder.
Kontakt:
Lernen aus der Geschichte
c/o Institut für Gesellschaftswissenschaften und historisch-politische Bildung
FR 3-7
Technische Universität Berlin
Franklinstraße 28/29
10587 Berlin

Martin-Niemöller-Stiftung

Die 1977 gegründete Stiftung beruft sich auf den Theologen Martin Niemöller, der als Vertreter der „Bekennenden Kirche“ in den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft trat. Sie tritt für Frieden und Völkerverständigung ein, beispielsweise indem sie Vorträge und weitere Veranstaltungen organisiert oder den Julius-Rumpf-Preis auslobt. Dieser zeichnet gesellschaftliche Akteure aus, die sich für Toleranz und gewaltfreie Konfliktlösungen einsetzen.
Kontakt:
Martin-Niemöller-Stiftung e.V.
Steingasse 9
65183 Wiesbaden
Tel.: (0611) 9 54 54 86
E-Mail: info@martin-niemoeller-stiftung.de

Verein "Aktives Museum. Faschismus und Widerstand in Berlin" e.V.

Der Verein organisiert eine Vielzahl von Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Diskussionabende, und möchte vor allem Arbeit, Wirken und Lebensumstände derjenigen Menschen beleuchten, die während der Zeit des Nationalsozialismus im Exil gelebt haben und/ oder im Widerstand aktiv waren. Darüber hinaus gibt der Verein Publikationen heraus, die thematisch mit den Veranstaltungen verknüpft sind.

Kontakt:
Aktives Museum
Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin
Tel.: 030/ 263989039
Fax: 030/ 263989060

E-Mail: info@aktives-museum.de

Elterniniative gegen Rechts - Hilfe für Eltern von rechtsextremistisch orientierten Jugendlichen

Die Elterninitiative gehört dem Landesjugendamt Rheinland-Pfalz an. Sie hilft betroffenen Eltern mit einem Beratungstelefon, der Organisation von Selbsthilfegruppen und stellt ihnen Beratungsangebote durch Experten zur Seite.
Kontakt:
Elterninitiative gegen Rechts
Landesjugendamt Rheinland-Pfalz
Rheinallee 97-101
55118 Mainz

Beratungstelefon: 0631/ 967520
E-Mail: elterninitiative@lsjv.rlp.de

Verein "Zug der Erinnerung" e.V.

Verschiedene Bürgerinitiativen haben sich zum Verein „Zug der Erinnerung“ e.V. zusammengeschlossen. Sie möchten an das Schicksal derjenigen Kinder und Jugendlichen erinnern, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt worden sind. Ohne die Deutsche Reichsbahn wären die Massendeportationen nicht möglich gewesen. Der Verein wählte daher Bahnhöfe und Zugwaggons als Orte, an denen er in einer Ausstellung über diese Verbrechen berichten möchte. Hauptsächlich über Einzelbiografien werden die Informationen transportiert. Gleichzeitig besteht für die Besucher aber auch die Möglichkeit, ihre Eindrücke auf einer Freifläche in der Mitte der Waggons niederzuschreiben. Der Verein ruft alle Interessierten zudem zur „Spurensuche“ auf: Es werden Lebenszeugnisse und -zeichen von Menschen gesucht, die während der NS-Zeit aus den verschiedenen Regionen Deutschlands deportiert worden sind. Der Ausstellungszug macht Halt in verschiedenen Städten, der Fahrplan wird kontinuierlich erweitert. Detaillierte Informationen sind unter dem Link am Ende dieser Seite zu finden.
Kontakt:
Zug der Erinnerung e.V.
Hans-Rüdiger Minow
Mohrenbach 1
51598 Friesenhagen
Tel. 02297-1649
Fax: 02297-7248
E-Mail: info@zugdeu.eu

KoKont Jena

„KoKont“ steht für „Koordinierungs- und Kontaktstelle des Runden Tisches für Demokratie“. Der „Runde Tisch“ ist ein Bündnis gegen Rechtsextremismus, welches 2001 von der Jenaer Stadtverwaltung initiiert worden ist. Vertreter aus der Wirtschaft, aus Politik, Kultur und Kirchen beteiligen sich an dem Netzwerk. Bei der Koordinierungs- und Kontaktstelle „KoKont“ laufen die Fäden zusammen. Sie sorgt dafür, dass Sitzungen des Runden Tisches vorbereitet werden, vernetzt Initiativen und Organisationen gegen Rechtsextremismus, arbeitet mit Schulen, Sozialpädagogen und Jugendamt zusammen.
Kontakt:
KoKont Jena
Löbdergraben 25 a
07743 Jena Tel.: 03641 - 23 66 06
Fax: 03641 - 23 66 07
Mail: kokont@t-online.de

Most - Brücke von Berlin nach Mittel- und Osteuropa e.V.

Most e.V. möchte der Völkerverständigung, mit besonderem regionalem Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa, dienen. Zu diesem Zweck fördert der Verein den Austausch junger Menschen, organisiert Aus- und Fortbildungsprogramme, bietet Menschen aus Ost- und Mitteleuropa Hilfestellung und Betreuung an und regt einen allgemeinen Informationsaustausch zwischen den Regionen an.
Kontakt:
Most e.V.
Probststraße 1
10178 Berlin
Tel.: 030-24631988
Fax: 030-24631987
E-Mail: info@most-bruecke.de

Miteinander Leben e.V.

Der Verein wurde in Reaktion auf die Brandanschläge in Mölln im Jahr 1992 gegründet. Er möchte das Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund verbessern und Aufklärung über rechtsextremistische Strömungen betreiben. So werden integrationsfördernde Maßnahmen, z.B. Sprachkurse und Konfliktvermittlungsprogramme angeboten, aber auch Informations- und Kulturveranstaltungen durchgeführt.
Kontakt:
Miteinander Leben e.V.
Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei"
Lohgerbergang
23879 Mölln
Tel.: 04542-843309
Fax: 04542-843311
E-Mail: info@verein-miteinander-leben.de