Initiativen gegen Rechts in Deutschland

Keine Stimme den Nazis!

„Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb“ - dies ist das Motto, das die Arbeit dieses breiten Bündnisses aus antifaschistischen Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen, anleitet. Jener Zusammenschluss besteht nun seit 2002 und ist besonders auf lokaler Ebene aktiv. So treten die Mitglieder immer wieder gegen Aufmärsche Rechtsradikaler in Hamburg und Umgebung an und konnten neuerlich durch ihren breiten Protest die Schließung des Thor Steinar-Ladens erwirken.
Das Bündnis freut sich über Interessierte, die mitwirken wollen und sich damit gegen Rechts, Intoleranz und Antisemitismus stellen.

Kontakt:

E-Mail: kontakt@keine-stimme-den-nazis.org

Wir. Erfolg braucht Vielfalt

„ Zu jeder politischen Richtung gibt es eine Alternative – aber es gibt keine Alternative zur Demokratie.“ Dieses Zitat beschreibt die Grundeinstellung der Initiatoren und Unterstützer dieser im April 2008 gegründeten Initiative umfassend. Hier versammeln sich Menschen jeden Alters und sozialer Herkunft. Sie treten gemeinsam für ein tolerantes und weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern ein, denn sie nehmen die zunehmende rechtsextreme Gewalt, Hass und Ausgrenzung Andersdenkender und anders Aussehender nicht länger hin.

Das häufige Argument von Rechtsextremen lautet: Arbeitslosigkeit entsteht durch Fremde. Dieser menschenverachtenden Lüge stellt sich der diese Initiative mit dem Ansatz „Erfolg braucht Vielfalt“ klar entgegen. Gerade in einem Bundesland, in dem viele Menschen vom Tourismus leben, bewirken Demokratiefeindlichkeit und Extremismus genau das Gegenteil. Und so sprechen die Menschen hinter dieser Initiative, die weiterhin zu einer umfassenden Bewegung anwachsen soll, auch von einem Mecklenburg-Vorpommern in dem sich jeder wohl und akzeptiert fühlen kann, wenn sie schreiben: „Wir alle leben gerne in Mecklenburg-Vorpommern und sind stolz auf unser Land!“

OSZ gegen Rechts

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind auch an den berufsbildenden Oberstufenzentren (OSZ) ein aktuelles Problem. OSZ gegen Rechts hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt die demokratische Kultur in den Schulen zu fördern und damit einen aktiven Beitrag zur Verdrängung von rechtsextremem Gedankengut und Aktivitäten zu leisten.
OSZ gegen Rechts richtet sich dabei vor allem an SchülerInnen und PädagogInnen. Der Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Angebot von Seminaren und Workshops zu so verschiedenen Themen wie Autoritarismus, Fremdenfeindlichkeit oder Globalisierung. Ebenso jedoch werden Argumentationshilfen, Literaturempfehlungen und Tipps für SchülervertreterInnen angeboten.

Kontakt:
Michael Hammerbacher, c/o RAA Berlin -
Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e.V.
Chausseestraße 29, D - 10115 Berlin
Phone: +49 30 240 45 - 240
Fax: +49 30 240 45 - 509
E-Mail: kontakt@osz-gegen-rechts.de

Vive le courage

Es lebe der Mut! Dieses Motto wurde zum Leitmotiv einer Gruppe junger Menschen, die in ihrem Umfeld das Abdriften von Freunden und Bekannten in die rechtsextreme Szene beobachten mussten. Sie wollten die so genannte „Faschisierung der Provinz“ nicht länger hinnehmen und aktiv gegen Intoleranz, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit vorgehen.
Dies gelingt der noch recht jungen Initiative auf sehr professionelle und engagierte Weise sehr gut. Neben einer informativen und nach Themenschwerpunkten ausgerichteten Internetseite, bemühen sich die Mitstreiter vor allem um die Menschen vor Ort. So ist der Aufbau eines Vereinshauses als alternativer Rückzugspunkt für anders denkende Jugendliche in Planung. Daneben arbeitet Vive le courage aktiv mit dem Thomas-Mann-Gymnasium in Oschatz an dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit Vorträgen, Schulausflügen aber auch Flugblattaktionen soll die deutsche Vergangenheit immer gegenwärtig bleiben und so der Grundstein im Kampf gegen Rechts gelegt werden. Jedoch wird auch über aktuelle Themen wie die szenetypische Modemarke Thor Steinar informiert.

Der basisdemokratisch aufgebaute Verein lädt jeden Interessierten und Gleichgesinnte ein sich über die Arbeit vor Ort zu informieren und mitzumachen.

Kontakt:

Vive le courage e.V.
Lichtstraße 1
04758 Oschatz

Email: vive-le courage@gmx.de

nazifreie un!

Diese Initiative ist das Kind eines bereits bestehenden und erfolgreichen Projektes. Rheinhessen gegen Rechts rief sie ins Leben um ein Zeichen zu setzen gegen Rechtsradikalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Mit dieser Initiative sollen neben den Verbündeten Rheinhessen gegen Rechts auch andere Mitstreiter gewonnen werden um für eine Uni der Vielfalt und Toleranz einzutreten. Die noch sehr junge initiierte zunächst eine Resolution gegen Rechts an der Uni. Diese soll ein gesellschaftliches Zeichen setzen und so viele Unterstützer wie möglich finden. Darüber hinaus sind Veranstaltungen zum Thema bereits in Planung. Wichtig für Initiatoren ist es, den bedenkenswerten Tendenzen, nicht nur an der Mainzer Universität, etwas entgegen zu setzen und aktiv zu werden.
Kontakt:

Rheinhessen gegen Rechts
Roland Schäfer
Postfach 1502
55208 Mainz

Email: mail@rheinhessen-gegen-rechts.de

Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Dieser seit 1997 bestehende Zusammenschluss von verschiedensten demokratischen Institutionen, Organisationen aber auch Einzelpersonen gegen Rechts in Magdeburg verfolgt durch das gemeinsame Auftreten und Veranstalten das Ziel in der Stadt eine offene und liberale Bürgergesellschaft zu gewährleisten. Neben Informationsangeboten wie aktuellen Meldungen, Berichte über stattfindende oder bereits erfolgte Aktion, andere Vereine und Initiativen reagiert das Bündnis auch ad hoc auf aktuelle Entwicklungen in der Stadt.So veranstalten sie am 6.September 2008 eine Kundgebung mit dem Titel „Augen auf gegen rechte Gewalt“. Anlass ist die Ermordung des Kunststudenten Rick L. durch den zur rechtsextremen Szene gehörenden Bastian O.

Kontakt:

Bündnis gegen Rechts Magdeburg
c/o Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
Schellingstraße 3-4
39104 Magdeburg

InternetGegenRechts

Vom Niedersächsischen Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung ins Leben gerufen, soll diese Internetplattform vor allem junge Menschen, Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern und Lehrer ansprechen und umfassend informieren. Die vor sieben Jahren ins Leben gerufene internetbasierte Initiative versteht sich als Gegenspieler zu den immer stärker auftretenden rechten Internetseiten.
Die im August erweiterte und aktualisierte Homepage bietet eine sehr gepflegte und umfangreiche Linksammlung an. Diese dient der Information, der Förderung eigenen Engagements und der Vernetzung. Zusätzlich bieten die Autoren Bücherrezensionen und aktuelle Artikel und Broschüren zum Herunterladen an.

Kontakt:

Niedersächsisches Landesamt für Lehrerbildung
und Schulentwicklung (NILS)
Keßlerstr. 52
31134 Hildesheim

Tel.: 05121/ 708 – 153
Fax: 05121/ 708 – 159

Email: pechel@nils.nibis.de

Bürgerinitiative „Demokratie anstiften – Reinhardtsdorf-Schöna“

Das Jahr 2004 war ein Wendepunkt für das kleine Dorf Reinhardtsdorf-Schöna in Sachsen. Die NPD konnte hier den größten Stimmenanteil verzeichnen. Für Bianca Richter und zehn andere Ehrenamtlich aus dem Dorf und Ortsteil Kleingießhübel Grund genug sich gegen Rechts zu engagieren. Tatsache ist, dass das Ergebnis nicht zu einer generellen Stärkung der demokratischen Basis vor Ort führte, sondern das ein immer stärkerer Rückzug erfolgte. So wurde die Stelle der Pastorin vor Ort gekürzt. Der Jugendclub in Schönau wurde geschlossen. Wo jeder jeden kennt, ist es schwer gegen den braven Bürger und NPD-Kader vorzugehen. Mit Informations- und Kulturveranstaltungen richten sich die Mitglieder dieser Initiative deshalb vermehrt und ganz bewusst an die Bevölkerung. In Zusammenarbeit mit den Kommunen, Parteien, Behörden und Kirchen sowie der Förderung durch die „Demokratie (AN) Stiftung“ werden Projekte wie ein internationales Sommercamp oder das Gastspiel des Dresdner Staatsschauspiels organisiert und finanziert. Ziel dieses Engagements ist es letztlich die demokratischen Kräfte vor Ort zu stärken und für die, für unsere Demokratie zu werben.
Kontakt:

Bürgerinitiative „Demokratie anstiften – Reinhardtsdorf-Schöna“
Am Feldrain 51
01814 Reinhardtsdorf-Schöna

Ansprechpartnerin: Bianca Richter
info@demokratieanstiftung.de

Initiative Zivilcourage Hoyerswerda

Die Stadt Hoyerswerda hat den Ruf eine der rechtsextremen Hochburgen in Deutschland zu sein. Um diesem Bild in den Medien und der Gesellschaft etwas entgegen zu setzen, engagieren sich die Mitarbeiter dieser Initiative gegen Rassismus und rechte Gewalt. Hoyerswerda und Umland sollen für jeden Heimat sein, egal welche Hautfarbe er oder sie hat. Mit Unterschriftaktionen, kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen oder Kino sowie dem 2007 organisierten Fest der Weltkulturen machen sie auf ihr Anliegen aufmerksam.
Kontakt:

Initiative Zivilcourage Hoyerswerda
Straße des Friedens 27
02977 Hoyerswerda

zivil-hoy@t-online.de

Keine Stimme den Nazis

„Keine Stimme den Nazis“ ist eine Online-Plattform die Newsletter mit aktuellen Informationen über Aktionen, Infoblätter zu unterschiedlichen Themen wie ‚Rechte Parteien’, ‚Kameradschaften’ oder „Brauner Lifestyle’ sowie einen ständig aktualisierten Terminkalender veröffentlicht um Engagierten gegen Rechts mit gutem und fundiertem Material zu versorgen. Die Online-Initiative versteht sich als Netzwerk verschiedener Bündnispartner gegen Rechts und als Netzwerkvermittler. Wer sich engagieren will, kann über die Internetseite Kontakt aufnehmen und kostenlos Material für Informationsveranstaltungen oder eigene Internetseiten herunterladen.

Kontakt:

Email: kontakt@keinestimmedennazis.de