Initiativen gegen Rechts in Deutschland

[moskito]

[moskito] führt Projekte, Seminare und Veranstaltungen durch, hilft bei der Verwirklichung von Ideen und Aktionen, vernetzt Akteure und fördert den Austausch zu den Themen Rassismus und Rechtsextremismus. Insbesondere Stadtteilzentren, Jugendeinrichtungen und Schulen in Pankow sind hierbei Kooperationspartner.

Die Aufgabe der Netzwerkstelle ist es, Anlaufstelle und Knotenpunkt für die Bürger/innen, für Jugendliche, Gruppen, Initiativen, Schulen, Multiplikator/innen zu sein.

Kontakt:
Fehrbelliner Straße 92
10119 Berlin

Fon: 030 / 4 43 83 - 459
Fax: 030 / 44 37 17 - 1
Mail: moskito{at}pfefferwerk.de

Bunt statt Braun e.V. Eine Initiative aus Rostock

m Jahr 2000 gründeten Mitglieder des 1998 initiierten losen Rostocker Bündnisses gegen Rechtsradikalismus den überparteilichen Verein "Bunt statt braun e.V.", der seither kontinuierlich und mit vielfältigen Aktivitäten für ein demokratisches gesellschaftliches Engagement arbeitet.
Die Bürgerinitiative engagiert sich gegen jede Form von Rechtsextremismus und tritt gegen die Ausübung von Gewalt auf. Sie will Toleranz, Völkerverständigung und Demokratie fördern. Dabei soll das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung geweckt und unterstützt werden.

Zu den über 250 Mitgliedern zählen auch große Institutionen wie Scandlines Deutschland GmbH, die Universität Rostock und die Gewerkschaft ver.di. Alle großen Vorhaben realisiert Bunt statt braun gemeinsam mit einem breiten, lebendigen Netzwerk an Partnern aus allen gesellschaftlichen Kreisen.

Chronik L.E.

Projekt zur Dokumentation diskriminierender Ereignisse in Leipzig.

Online–Portal „Zwangsarbeit 1939-1945 – Erinnerung und Geschichte“

590 Zeitzeugen aus 26 Ländern. Menschen, die verfolgt und in Konzentrationslager deportiert wurden, die menschenunwürdige Arbeit leisten mussten, welche für viele mit dem Tod endete – es sind Erlebnisse die bis in unsere Gegenwart hinein wirken. Zeugnisse die nicht mit dem Wegbrechen einer Generation aus unserem Gedächtnis verschwinden dürfen.

Handeln statt wegsehen

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg, ver.di Berlin sowie der DGB Berlin-Brandenburg gründeten zusammen mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus am 14. Oktober 2008 auf dem Gelände des Konzentrationslagers Sachsenhausen die Initiative „Handeln statt wegsehen“. Damit entstand das erste überregionale Bündnis gegen Rechtsextremismus von Arbeitgebern und Gewerkschaften.
Mit der Formulierung des Kodexes: „Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus haben in unserem Betrieb keinen Platz! Wir tolerieren keine diskriminierenden Äußerungen oder körperlichen Angriffe, zum Beispiel wegen Hautfarbe, Religion, Nationalität oder sexueller Orientierung! Wir stehen für Gleichbehandlung und Achtung der Menschenwürde ein!“, der auch die grundlegende Überzeugung der Bündnispartner darlegt, wenden sie sich mit ihrer Kernkompetenz an kleine und mittlere Betriebe sowie Berufsschulen. Sie unterstützen sie in ihrer Haltung gegen Rassismus und Antisemitismus durch kostenlose Materialien und Workshops.

Sie können mit der Initiative „Handeln statt wegsehen“ Kontakt aufnehmen:

Initiative „Handeln statt Wegsehen“
Mehringdamm 48
10961 Berlin
Tel.: 030-8817738

oder

Initiative „Handeln statt Wegsehen“
c/o ver.di Bezirk Berlin
Köpenicker Str. 30
10179 Berlin
Tel.: 030-8866-6

ELTERNSTÄRKEN

Die Initiative ELTERNSTÄRKEN wurde Ende diesen Jahres gegründet. Der Träger ist der seit 15 Jahren in der Jugendhilfe tätige Verein pad e.V. Gefördert wird das Projekt von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales.
Wie der Name bereits verrät, stehen bei dieser Initiative die Eltern, Angehörigen und Freunde im Mittelpunkt des Interesses und der Hilfe. Oft empfinden jene problembewussten Eltern von rechtsextremen Kindern und Jugendlichen Scham. Sie haben das Gefühl dem Druck nicht mehr standhalten zu können und benötigen Hilfe.

ELTERNSTÄRKEN will genau hier ansetzen. Die Angehörigen sollen in ihrem Umgang mit dem eigenen Kind geschult und unterstützt werden. Dabei spielt die Vernetzung mit anderen Hilfsangeboten und Beratungsdiensten sowie die Schaffung eines längerfristigen, verlässlichen Angebots für Hilfe suchende Eltern eine große Rolle. Insgesamt baut die Arbeit der Initiative auf drei Säulen:

1. Die intensive Einzelberatung und Begleitung von Eltern, Angehörigen und Fremden.
2. Die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und das Engagement von Eltern.
3. Der Ausbau von Kooperationen und die Fortbildung der Kooperationspartner.

Mit diesem umfassenden Ansatz ist eine kompetente Hilfe möglich. Sie können über folgende Daten Kontakt mit der Initiative aufnehmen:

Licht-Blicke ELTERNSTÄRKEN
Ahrenshooper Straße 7, 13051 Berlin
Tel.: 030/99 270 555
Fax.: 030/92 45 219
Email: lichtblicke-elternprojekt@gmx.de

Beratungsstelle für Opfer und potenzielle Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten im Antidiskriminierungsbüro Sachsen-Anhalt

Die Beratungsstelle nimmt direkten Kontakt zu Betroffenen rechter Gewalt auf. Zum Teil erfahren sie von jenen Opfern, zum Teil wenden jene sich selbst an die Mitarbeiter. Diese kommen sind auch außerhalb des Büros erreichbar und gehen individuell auf die Bedürfnisse der Gewaltopfer ein. Sie begleiten sie zu Ärzten oder Behörden, beraten sie in rechtlichen Angelegenheiten oder helfen bei der Suche nach Zeugen.
Das Ziel der Beratungsstelle ist es zudem Initiativen und interessierte Menschen vor Ort zur Seite zu stehen um Perspektiven zu erarbeiten und Strukturen zu stärken.

Kontakt:

Beratungsstelle für Opfer und potenzielle Opfer rechtsextremer Straf- und Gewalttaten im Antidiskriminierungsbüro Sachsen-Anhalt/ Bitterfeld/ Wittenberg
c/o Multikulturelles Zentrum Dessau
Dipl. Päd. Marco Steckel
Parkstraße 7
06846 Dessau
Tel.: 0340/6612395
Mobil: 0177/6282860
Email: opferberatung@datel-dessau.de

Sprechzeiten sind von Montag bis Mittwoch 10:00 bis 16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Buntes Reudnitz

Diese Initiative ist ein Zusammenschluss aus Reudnitzer Bürgerinnen und Bürgern die der zunehmenden Präsenz rechtsextremer Propaganda und Gewalt etwas entgegensetzen wollen. Reudnitz ist ein Stadtteil Leipzigs und erlebt immer wieder rechtsextreme Straftaten, so z.B. am 12.01.2008 als über 300 von jenen aufmarschierten. Anwohner, die offenen Protest zeigten, wurden daraufhin noch Tage später eingeschüchtert und angegriffen.
Um dies nicht zu zulassen, treffen sich Gleichgesinnte alle zwei Wochen und bilden kleine, wechselnde Arbeitsgruppen.

Sie können Kontakt über diese Email-Adresse aufnehmen: kontakt@buntes-reudnitz.de

Anschrift:
Bürgerinitiative „Buntes Reudnitz“
Vertreten durch L. Sander und S. Stach
c/o Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.
Domplatz 5
04808 Wurzen

Geschichtswerkstatt “DenkZeichen ErZgebirge”

Gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit starkmachen, sensibilisieren für Ungerechtigkeiten und Ausgrenzungen heute, die Geschichte lebendig halten – dies sind Ziele der Geschichtswerkstatt “DenkZeichen ErZgebirge”. Ihr Engagement richtet sich u.a. an benachteiligte Jugendliche. Junge Menschen die selbst Stigmatisierung über den sozialen Status oder ihre Herkunft erleben und manchmal anfälliger sind für rechte Parolen erfahren durch die Recherchearbeit z.B. für die Legung von acht Stolpersteinen in der Region des Erzgebirges welches Unrecht anderen angetan wurde.
Das Projekt wird durch das Christliche Jugenddorfwerk Chemnitz finanziert und durch viele Ehrenamtliche getragen. Sie schafften es auch eine regionalgeschichtliche Bibliothek zu diesem Themenkomplex aufzubauen.

Ansprechpartner für das Projekt ist Dr. Michael Düsing.
Geschichtswerkstatt „DenkZeichen ErZgebirge“
Himmelfahrtsgasse 20
09599 Freiberg
Tel.: 03731-67690
Fax: 03731-676913
Email: michael.duesing@cjd-chemnitz.de

Nazis auslachen

Folgender Ausschnitt eines Videos der Internetseite nazis-auslachen.de: Ein als Affe verkleideter junger Mann versteckt sich hinter Büschen während Passanten an einer sich selbst öffnenden Truhe vorbeigehen und neugierig stehen bleiben. In diesem Moment springt der Affe hervor und erschreckt die von der Neugierde Getriebenen. Alle gehen lachend auseinander. Als eine Gruppe Nazis die gleiche Neugierde packt und dasselbe Spiel sich wiederholt, schlagen sie zu statt zu lachen. Manche verstehen keinen Spaß.
Dieses Video ist einer der monatlich eingereichten Beiträge. Das Projekt wird von dem gemeinnützigen Verein Schüler gegen Antisemitismus, Intoleranz und Fremdenfeindlich-
keit e.V. betrieben und wurde von diesen aber auch Eltern und Studierenden gegründet. „Wir wollen mit den Videos auf unserem Portal zeigen, dass es keinen Sinn und keinen Spaß macht, vor allem überhaupt nicht cool ist, sich Rechtsextremen anzuschließen.“

Das vom Bundesprogramm „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt“ geförderte Projekt lobt jeden Monat einen Wettbewerb um das beste Video aus. Die Jury sind die Besucher der Homepage. Über einen Zugang können sie die Beiträge kommentieren und bewerten. Näheres zum Wettbewerb und den Bedingungen finden sich auf der unten angegebenen Homepage von Nazis auslachen.

Kontakt:

Schüler gegen Antisemitismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit e.V.
Friedbergerstr. 35
14057 Berlin

Projektleiter: Dietrich von der Ropp
Email: info@nazis-auslachen.de
Tel.: 030-21070713