Information, Dokumentation und Bildung

Arbeitsstelle Holocaustliteratur

Veröffentlichungen und Projekte rund um "Holocaustliteratur", also Schriftgut sowohl von Opfern als auch von Tätern.Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur versteht sich auch als Archiv und Bibliothek und ist daher sehr daran interessiert, mit Menschen, die entweder selbst Erinnerungstexte verfaßt haben oder aber im Besitz von Manuskripten/Büchern sind, in Kontakt zu treten.

Kontakt:
Arbeitsstelle Holocaustliteratur am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Str. 10 B / 1
D-35394 Gießen

Telefonnummer:
(06 41) 99 29093, 99 29072, 99 29073 und 99 29083

Telefaxnummer:
(06 41) 9 92 90 94

E-Mail:
arbeitsstelle.holocaustliteratur{at}germanistik.uni-giessen.de

Nadeshda e.V.

Die Initiative betreibt mit ihrem Projekt "Mailbox NADESHDA" seit Anfang der 1990er Jahre ein Informations- und Kommunikationsmedium für Politik, Umwelt und Kultur e.V.Dies richtet sich an gesellschaftlich und politisch interessierte Menschen und soll ihnen als Forum dienen. Dabei stehen die inhaltlichen Möglichkeiten der elektronischen Medien im Vordergrund.

Nadeshda sieht die elektronischen Medien als eine wichtige Möglichkeit, in den Bereichen Politik, Kultur und Umwelt aktive Menschen und Gruppen miteinander zu vernetzen und ins Gespräch zu bringen. Dafür stellen sie umfangreiche Informations- und Diskussionsangebote bereit.

Den Schwerpunkt im Bereich der Datennetze bietet Nadeshda hauptsächlich durch das /CL-Netz, schule.* solinet.*, ausgewählte newsgroups des Usenets, u.ä., abgerundet durch diverse Archive (z.B. GIV, MD-Asyl, DISA)

Hinzu kommt ein umfassender Lokalbereich, das NADESHDA Magazin /NM, eine Bibliothek mit Archiven und Datensammlungen, sowie eine direkte Unterstützung einzelner Gruppen zur individuellen Vernetzung durch die Einrichtung von eigenen newsgroups.

Zum Nadeshda-Angebot gehören inzwischen auch Archive im WWW - diese Dokumentensammlungen zu den Themen Antifaschismus, Atomtechnik und Asyl & Migration werden laufend erweitert.

Die Initiative sieht sich jedoch ausdrücklich nicht nur als BereitstellerIn von Kommunikationsmitteln, sondern bezieht auch selbst Stellung: Für eine lebenswertere Umwelt, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Kontakt:
Nadeshda e.V.
Mindener Strasse 101
40227 Düsseldorf
Telefon: +49 - 211 - 9053865
Telefax: +49 - 211 - 9053865

Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim

Der Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim hat sich zum Ziel gesetzt, dass Georg Elser in der Erinnerungskultur des deutschen Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur ein herausragender Stellenwert eingeräumt wird. Dazu werden auf der Homepage zahlreiche Infomationen zum Leben Elsers vorgestellt. Zusätzlich unterhält die Initiative zusammen mit der Gemeinde Königsbronn (bei Heidenheim) die Georg-Elser-Gedenkstätte und verleiht alle zwei Jahre den Georg-Elser-Preis, um besonders zivilcouragiertes Handeln zu würdigen.
Kontakt:
Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim
c/o Herrn Manfred Maier
Hans-Holbein-Straße 53
89520 Heidenheim
Telefon: 07321 965909
Telefax: 07321 965909
e-Mail: mail{at}georg-elser-arbeitskreis.de

Bildungswerk Stanislaw Hantz

"Er erzählte uns von seinen Erfahrungen, Erinnerungen an die Zeit in Auschwitz. Von Hunger und Durst, von Todesangst. Von den Menschen, denen er dort begegnete, Freunden wie Peinigern. Von seinen Gedanken über die Vergangenheit und die Gegenwart mit der Vergangenheit."
1995 fuhren Vertreter der Initiative erstmals mit dem ehemaligen Auschwitz-Häftling Stanislaw Hantz in die Gedenkstätte Auschwitz. Seither begleitet der Namensgeber des Bildungswerks ihre Reisen in das frühere Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und gibt sein Wissen an die TeilnehmerInnen weiter.

Mittlerweile kennzeichnen zahlreiche Kontakte zu Gedenkstätten, HistorikerInnen und Überlebenden wie auch gewachsene Erfahrung, viele Projekte und noch mehr Ideen die Arbeit der Initiative.

Jährlich veranstaltet das Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. Studienreisen zu ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagern, organisiert Tagesseminare, Lesungen und ZeitzeugInnengespräche; es arbeitet mit dem Club der ehemaligen Konzentrationslagerhäftlinge in Zgorzelec (Polen) zusammen wie auch mit den Gedenkstätten Sobibór und Belzec.

Zusammengefasst zeichnet sich die Arbeit des Bildungswerks durch acht Arbeitsfelder aus:

Studienfahrten zu Gedenkstätten ehemaliger Konzentrations- und Vernichtungslager.
Einmal jährlich bietet das Bildungswerk Interessierten beiderlei Geschlechts eine Fahrt in das ehemalige Lager Auschwitz/Birkenau an. Eine weitere Frauenstudienfahrt dorthin beschäftigt sich vorrangig mit weiblichen Erfahrungen in Auschwitz auf der Verfolgten- wie auch auf der Täterinnenseite. Des Weiteren werden regelmäßige Studienfahrten nach Ostpolen in die ehemaligen Vernichtungslager der so genannten „Aktion Reinhardt“ veranstaltet: Sobibór, Treblinka und Belzec. Im Zentrum der Bildungsreise nach Lodz stehen das ehemalige Getto „Litzmannstadt“ wie auch ein Besuch der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Chelmno (Kulmhof).

Projekt einer Gedenkallee in Sobibór.
Im Jahr 2002 initiierte das Bildungswerk die Errichtung eines Gedenkweges für die Ermordeten von Sobibór. Anlässlich des 60. Jahrestages des Aufstandes von Sobibòr wurde er im Jahre 2003 eingeweiht. Auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers wurde eine Allee des Gedenkens angelegt, die an den letzten Weg der Deportierten von der Rampe zu den Gaskammern erinnert und die Möglichkeit bietet, dem Schicksal Einzelner zu gedenken, die hier ermordet wurden. Dieses offene Projekt werden in enger Zusammenarbeit mit der niederländischen Stichting Sobibór durchgeführt.

Publikationen
Neben Materialiensammlungen zu Aspekten der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager gab das Bildungswerk außerdem die Neuauflage der wissenschaftlichen Abhandlung „Vernichtungslager Sobibòr“ von Jules Schelvis heraus. Weitere Planungen sehen die Übersetzung und Veröffentlichung eines Berichtes des Treblinka-Überlebenden Samuel Willenberg vor.

Organisation von Veranstaltungen.
Die Initiative bietet die Koordination und Planung von Lesungen und Berichten mit Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager wie auch NS-geschichtliche Vorträgen von HistorikerInnen an. Aufgrund des überregionalen Charakters des Vereins können diese Abend- oder auch Schulveranstaltungen gegebenenfalls in mehreren Städten in Folge angeboten werden.

Unterstützung bei Gruppenreisen zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wie auch zu den ehemaligen Vernichtungslagern der „Aktion Reinhardt".
PädagogInnen bietet das Bildungswerk an, sie inhaltlich und organisatorisch bei Besuchen der Konzentrations- und Vernichtungslager zu unterstützen. Bei entsprechender Nachfrage werden Fahrten mit besonderen thematischen Schwerpunkten organisiert, wie z.B. der Vernichtungspolitik, Ghettoisierung oder Verfolgungsgeschichte von Sinti und Roma.

Unterstützung der Gedenkstätte Sobibór in ihrer Arbeit.
Über Spenden möchte das Bildungswerk die Gelegenheit nutzen, zum Ausbau eines Arbeits- und Dokumentationsraums, der Publikation von Broschüren des Museums und der Finanzierung einer neuen Ausstellung beizutragen.

Erinnerungsarbeit in Izbica, ehemaliges Durchgangsghetto in Ostpolen.
Gemeinsam mit Lehrern und Lehrerinnen der Maria-Konopnicka-Schule in Izbica veranstaltete die Initiative 2003 einen Schülerwettbewerb zum Thema „Erinnern an die Juden in Izbica“. 2005 errichteten sie auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof in Izbica Stelltafeln, die auf die dort befindlichen Massengräber hinweisen.

Internationale Zusammenarbeit.
Die Initiative verbindet eine langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit sowohl mit den Gedenkstätten in Belzec und Sobibór wie auch mit der niederländischen Stichting Sobibór. Darüber hinaus pflegen sie einen intensiven Kontakt zu polnischen Vereinigungen ehemaliger Konzentrationslagerhäftlinge und zu einzelnen ehemaligen Häftlingen. Dieser Kontakt besteht neben einer oftmals intensiven Zusammenarbeit im kontinuierlichen Austausch über aktuelle Probleme, in der Unterstützung durch Medikamentensammlung und in gemeinsamen Unternehmungen.

Kontakt:
Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V.
Dörnbergstrasse 12
34119 Kassel
info{at}bildungswerk-ks.de

Argumente e.V.

argumente ist ein Zusammenschluss von Projekten und Einzelpersonen aus Ost-und Westdeutschland, die teilweise seit über zehn Jahren in antifaschistischer Bildungs- und Informationsarbeit aktiv sind. Sie bieten Veranstaltungen, Workshops und Seminare zu Entwicklungen in der rechtsextremen Szene, zur rechten Unterwanderung von Jugendkulturen an und wollen mit unserer Bildungsarbeit antirassistische und antifaschistische Perspektiven entwickeln und fördern.Ergebnisse der Zusammenarbeit dieser Projekte sind u.a. die Buchveröffentlichungen "White Noise - Rechts-Rock, Skinhead-Musik, Blood & Honour - Einblicke in die internationale Neonazi-Musik-Szene" und "Ästhetische Mobilmachung -Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien" (rat/UNRAST-Verlag).

Kontakt:
argumente e.V.
lausitzerstraße 10
10999 berlin
T/F 030.61 07 64 68
mail{at}argumente-netzwerk.de

Initiative "Engagierte Wissenschaft"

Die Initiative setzt sich aus Studierenden und jungen Forschenden aus verschiedenen Disziplinen zusammen.Die Basis von EnWi ist die Diskurswerkstatt, ein regelmäßiges Treffen, das als Lese-, Diskussions- und Ideenraum fungiert. Ansonsten dient EnWi als Klammer für kleinere und größere Ideen und Projekte. Das Spektrum ging dabei bisher von z.B. Anregung und Kritik für Diplomarbeiten u.ä. im kleinen Kreis bis hin zu öffentlichen Vortragsreihen mit externen Referenten. So gab es beispielsweise schon einen Vortragsabend zur Methode der Diskursanalyse und eine zweiteilige Vortragsreihe zum Thema "Das soziale Denken" .

Aktuell läuft wie immer die Diskurswerkstatt und darüber hinaus gibt es das aktuelle Projekt, das \'Forum für Kritische Rechtsextremismusforschung \' (vormals: \'Forschungsgruppe NPD und Neue Rechte Sachsen\') .

der braune mob e.V.

Der braune mob e.V. ist ein Zusammenschluss schwarzer Deutscher, die durch ihre Tätigkeit in Medien oder meinungsbildenden Berufen oder Funktionen Multiplikatoren sind. Die Öffentlichkeit für einen korrekten Sprachgebrauch im Umgang mit Schwarzen zu sensibilisieren ist dabei das Hauptanliegen des Vereins. So wurde in Zusammenarbeit mit der Internetplattform "Mut gegen rechte Gewalt" ein Leitfaden mit Hinweisen zur Dokumentation rechtsextremer Straftaten erstellt.In einem umfangreichen Sprachglossar legt die Initiative Ursprünge und Bedeutung der gängigen Termini dar, mit denen Schwarze im gängigen Sprachgebrauch beschrieben werden.
In der Rubrik "Knapp danben" geht der Verein Vorgängen aus Werbung und Medien nach, in denen Schwarze diskriminiert werden.

Mahnung gegen Rechts

Ziel der Initative ist es, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit im "Dritten Reich" zu fördern.Dazu werden auf der Homepage Fakten und Informationen über die Zeit der Hitler-Diktatur in deutschen Städten und Gemeinden von 1933 - 1945 präsentiert. Bisher ist eine Auswahl sächsischer und baden-württembergischer Städte aufgelistet, deren Geschichte während des Nationalsozialismus beleuchtet wird.

Neben dieser Zusammenstellung beinhaltet die Homepage einen geschichtlichen Abriss der NS-Diktatur und stellt so genannte "Flüsterwitze" aus den Reihen des Widerstandes dar.

Cicero Werkstudio
Talgrabenstr. 6
70499 Stuttgart

Ansprechpartner: Hans-Ulrich Suckert (Chefredakteur)
                              0176-68178303

 

Stiftung Geissstrasse Sieben

Benannt hat sich die Inititive nach dem Haus in der Stuttgarter Geißstraße 7, das 1994 Ziel eines Brandanschlages wurde und in dem sieben Menschen starben.
Mit dem Ziel, am Ort von Tod und Leid eine friedliche und lebendige, soziale und kulturelle Stätte für Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu schaffen, gründete sich 1996 die Stiftung Geissstrasse Sieben und baute das Haus wieder auf.

Haupttätigkeit der Stiftung ist die Organisation von Vorträgen, Lesungen, Diskussionen, Workshops und Ausstellungen, die das Zusammenleben der eigenen mit fremden Kulturen thematisieren. Aktuelle, gesellschaftlich brisante und philosophisch orientierte Fragen werden dort debattiert und mit der Geschichte der Stadt verbunden.

Die Veranstaltungen werden häufig in Kooperation durchgeführt. Projekte und Publikationen nehmen sich wichtiger Figuren und Probleme der Stadtgeschichte an.

Darüber hinaus gibt die Stiftung Gedenkblätter heraus, die unter anderem an das Schicksal von Zwangsarbeitern, Deportierter und im Widerstand aktive Menschen erinnert.

Kontakt:
STIFTUNGGEISSSTRASSESIEBEN
Stiftung des bürgerlichen Rechts
Geißstraße 7
70173 Stuttgart
Tel. 0711 - 23 60 201
Fax 0711 - 23 60 204
E-Mail: stiftung{at}geissstrasse.de

Holocaust-Referenz. Informationsseite mit Informationen gegen Auschwitzleugner

Die umfangreiche Homepage stellt die gängigsten Argumentationsmuster, Personen und Literatur aus dem Kreis von Holocaustleugnern dar.In ausführlicher Weise werden die bekannten Argumente zur Leugnung des Judenmords schliesslich als Täuschungsmanöver enthüllt und widerlegt.