Information, Dokumentation und Bildung

adip - Antifaschistisches Dokumentations- und Informationsprojekt

Das Antifaschistische Dokumentations- und Informationsprojekt (adip) ist ein Zusammenschluss junger Menschen aus verschiedenen Städten Deutschlands. Das adip hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf rassistische, antisemitische, nationalistische Tendenzen und auf rechte bzw. rechtsextreme Strukturen in der Gesellschaft hinzuweisen und diesen entgegenzuwirken. Hierfür werden Primärquellen, Tageszeitungen, Fachliteratur und weitere Informationen ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Diese Öffentlichkeitsarbeit geschieht beispielsweise in Form von Zeitungsartikeln, Broschüren oder auch mittels der Internetseite. Dabei konzentriert sich die Arbeit vor allem auf den Großraum Nürnberg und die Region Nordbayern.
Kontakt:
adip - Antifaschistisches Dokumentations- und Informationszentrum
Königswarter Straße 16
90762 Fürth

Villigster Forschungsforum zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus

Das Villigster Forschungsforum besteht seit September 2000. Es wurde von Promovierenden des Evangelischen Studienwerks gegründet, die sich mit der Erforschung von Holocaust und Genozid beschäftigen.Im November 2003 konstituierte sich das Forum als Verein.

Der Verein ist interdisziplinär ausgerichtet und interessiert sich für ein breites Themenspektrum. Bisher sind folgende Disziplinen vertreten: Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie, Rechtswissenschaft und Soziologie.
Das Forschungsforum arbeitet eng mit dem Evangelischen Studienwerk e.V. Villigst zusammen. Daher existieren strukturelle und organisatorische Verbindungen, die den Austausch über wissenschaftliche, philosophische, politische und künstlerische Auseinandersetzungen und Forschungen zur Geschichte und Wirkung von Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus sicherstellen.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Wissenschaft und Forschung zur Entstehung, Struktur, Bedeutung und Wirkung von Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus sowie zu den geschichtlichen Weisen ihrer Reflexion.
Darüber hinaus soll die Forschungsförderung des Evangelischen Studienwerks e. V. Villigst speziell auf dem Gebiet der Holocaust- und Antisemitismusforschung unterstützt und intensiviert werden.
Schließlich strebt der Verein die überregionale und internationale Zusammenarbeit mit Personen sowie mit anderen wissenschaftlichen (öffentlichen und privaten) Einrichtungen und Organisationen an, die an den gleichen Themen arbeiten.

Zur Umsetzung dieser Ziele werden wissenschaftliche Veranstaltungen und Forschungsprojekte durchgeführt und wissenschaftliche Publikationen zu den oben genannten Themen gefördert und veröffentlicht.

Bundesarchiv - Außenstelle: Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung der NS-Verbrechen

Das in der Zentralen Stelle Ludwigsburg verwahrte Archivgut bietet einen fast vollständigen Überblick über die an bundesdeutschen Staatsanwaltschaften und Gerichten anhängig gewesenen NS-Verfahren. Aufgrund ihrer systematisch betriebenen Vorermittlungen sowie ihrer Koordinierungsfunktion für NS-Verfahren hat die Zentrale Stelle eine besondere Bedeutung für die juristische Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen in der Bundesrepublik.
Archivbenutzung:
Die Ludwigsburger Außenstelle des Bundesarchivs übernimmt die nicht mehr zum Zwecke der Strafverfolgung benötigten Unterlagen der Zentralen Stelle und macht sie für die Benutzung zugänglich.

Angebote für Schulen:
Vergangenheit ist Gegenwart:
Das Archivgut bietet tiefe Einblicke in Ursachen und Ausmaß der NS-Barbarei. Ein spezielles pädagogisch-didaktischen Angebot für Schüler und Lehrer unterstützt das nachhaltige Lernen in den Fächern Geschichte, Gemeinschaftskunde, Ethik und Religion.

Ausstellung:
"Die Ermittler von Ludwigsburg" - ständige Ausstellung über die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen im historischen Schorndorfer Torhaus."

Kontakt:
Bundesarchiv
Außenstelle Ludwigsburg
Postfach 1144
71611 Ludwigsburg

Postanschrift:
Schorndorfer Str. 58
71638 Ludwigsburg
Tel.: 07141/8992-83
Fax: 07141/8992-12
Email:
ludwigsburg@barch.bund.de

Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933 - 1945 e.V.

"Der Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933 - 1945 e.V. wurde 1967 in Frankfurt/M gegründet. Zu seinen Gründungsmitgliedern gehörten unter anderen Wissenschaftler wie Prof. Dr. Wolfgang Abendroth, Prof. Dr. Hans W. Bartsch, Prof. Dr. Walter Fabian, Prof. Dr. Heinz Joachim Heydorn, Prof. Dr. Walter Klafki, Dr. Arno Klönne und Edgar Weick sowie ehemalige Widerstandskämpfer und Opfer der Nazi-Diktatur wie Oskar Müller, D. Martin Niemöller, Dr. Max Oppenheimer, Dr. Josef Rossaint, Robert Scholl und Günter Weisenborn.
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, den antifaschistischen Widerstand in den Jahren 1933 bis 1945 in seinem gesamten politischen und sozialen Spektrum zu erforschen und vor allem die in der Öffentlichkeit wenig beachteten oder ausgeklammerten Aspekte des Widerstands bekannt zu machen.

An drei Tagen in der Woche ist das Dokumentationsarchiv des deutschen Widerstands für alle geöffnet, die Informationen und Erkenntnisse über die Zeit 1933-1945, vor allem über den antifaschistischen Widerstand, über NS-Verfolgung, Zwangsarbeit, das NS-Lagersystem und über die verschiedenen Opfergruppen der Nazidiktatur suchen.

Umfangreiche wissenschaftliche Literatur, Schrift- und Bilddokumente, darunter auch Interviews mit ehemaligen WiderstandskämpferInnen, wissenschaftliche Beratung, Gespräche mit Zeitzeugen, die Vermittlung von Kontakten - dies alles gehört zu den Leistungen, die das Dokumentationsarchiv seinen BesucherInnen für ihre unterschiedlichsten Vorhaben anbietet.

Lokalgeschichtliche Forschung oder Projekte von SchülerInnen, StudentInnen werden begleitet. In unregelmäßigen Abständen organisiert der Studienkreis Veranstaltungen, Lesungen und Seminare. Der Studienkreis arbeitet direkt oder unterstützend und beratend in zahlreichen Gedenkstätteninitiativen, Organisationen und Initiativen ehemaliger KZ-Häftlinge oder Verfolgter mit.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Dokumentationstätigkeit des Studienkreises haben sich im Laufe der Jahrzehnte geändert, sie versuchten aber immer, ein Korrektiv zur selektiven Widerstandswahrnehmung durch die bundesrepublikanische Öffentlichkeit zu sein.

Stand anfangs der Widerstand aus der Arbeiterbewegung im Mittelpunkt der Forschung, so kamen später die Erforschung der Widerstandsgeschichte anderer wenig beachteter Gruppen wie Frauen, Jugendliche, Jüdinnen/Juden und Zeuginnen/Zeugen Jehovas hinzu."

Kontakt:
Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 e.V.
Rossertstr. 9
60323 Frankfurt/Main
kontakt@studienkreis-widerstand-1933-45.de

FASENA: Forschungs- und Arbeitsstelle "Erziehung nach/ über Auschwitz"

Zum Hintergrund der FAS: Am 20. Mai 1998 wurde die Forschungs- und Arbeitsstelle (FAS) »Erziehung nach/über Auschwitz« in Hamburg mit Unterstützung des Vereins SterniPark e.V. gegründet. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger haben sich für diese Einrichtung eingesetzt, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, Hilfestellungen für die pädagogische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen zu bieten.Zur Zeit ist die Forschungsstelle nicht personell besetzt - dennoch finden sich auf der Homepage zahlreiche didaktisch aufbereitete Infomaterialien für die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit.

Kontakt:
Forschungs- und Arbeitsstelle »Erziehung nach/über Auschwitz«
c/o SterniPark e.V.
Amandastraße 60
20357 Hamburg
info@fasena.de

Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus

"Für Demokratie und Toleranz - Gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit": Unter diesem Motto informieren die Verfassungsschutzbehörden Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein über aktuelle Erscheinungsformen von Rechtsextremismus. Aus den beteiligten Länderbehörden können aktuelle Meldungen abgerufen werden, darüber hinaus wird auch in einem theoretischen Rundumschlag über programmatische Entwicklungen von rechts informiert.Ebenso finden sich Rufnummern zur Meldung rechtsextremistischer Vorfälle sowie generelle Informationen zu den Aufgaben des Verfassungsschutzes.

Zum Beispiel Dachau. Arbeitsgemeinschaft zur Erfassung der Dachauer Zeitgeschichte e.V.

Die Ziele des Vereins:
* die Rolle Dachaus vor und während des Nationalsozialismus
beleuchten
* den damaligen Alltag der Bürger kennenlernen und erforschen
* sich mit dem Leben und Leiden der KZ-Häftlinge und dem
Verhalten der \'Dachauer\' SS beschäftigen
* das Verhältnis Stadt - KZ herausarbeiten.

Auf zwei Wegen sollen diese Ziele erreicht werden: Ein Schwerpunkt ist die Erschließung, Benutzung und Erforschung von Quellen aller Art (Akten, Dokumente, Interviews mit ehemaligen Häftlingen, SS-Angehörigen, Dachauer Bürgern und anderen Zeugen, Literatur, Filme).
Ein anderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit nach außen (Publikationen, Vorträge, Diskussionen, Führungen, Seminare).

Stiftung "Topographie des Terrors"

"Der Zweck der Stiftung Topographie des Terrors besteht in der Vermittlung historischer Kenntnisse über den Nationalsozialismus und seine Verbrechen sowie der Anregung zur aktiven Auseinandersetzung mit dieser Geschichte, einschließlich ihrer Folgen nach 1945. Darüber hinaus übernimmt die Stiftung bei entsprechenden Fragestellungen beratende Funktionen für das Land Berlin.
Die Stiftung Topographie des Terrors, hervorgegangen aus einem temporären Ausstellungsprojekt, kann auf eine lange wechselvolle Vorgeschichte zurückschauen. Ihre Gründung ist das Ergebnis eines mehrjährigen öffentlichen Meinungsprozesses, wobei die beharrliche Unterstützung gesellschaftlicher Gruppen und Einzelpersonen eine besondere Rolle spielte und der langjährigen Phase des Verdrängens und Vergessens der Geschichte des Ortes ein Ende zu setzen vermochte."

Kontakt:

Stiftung Topographie des Terrors

Geschäftstelle
Stresemannstrasse 111
10963 Berlin
Telefon 030/25 45 09-0
Fax 030/25 45 09-99

Open-Air Ausstellung
Niederkirchnerstrasse 8
10963 Berlin
Telefon 030/254 86 703
Fax 030/262 71 56

Email: info@topographie.de

Verein "Erinnern und Lernen"

"Der Verein \'Erinnern und Lernen e.V.\' hat folgende Aufgaben:
Der Zweck des Vereins ist es, die Aufarbeitung des Nationalsozialismus zu erforschen und zu fördern.
Darüber hinaus fördert der Verein die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit Vorurteilen und Gewalt gegenüber Minderheiten oder Fremden.
Dies geschieht insbesondere durch pädagogische Projekte, die zu Toleranz und Verständigung zwischen Individuen, Ethnien und Nationen beitragen.“

Kontakt:
Erinnern und Lernen e.V.
Kartäuserstr. 61 b
79104 Freiburg
Tel. 0761-682 915
E-mail: marks@ph-freiburg.de

Institut für Zeitgeschichte

Das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) wurde 1949 auf Initiative der Alliierten als Gemeinschaftsprojekt des Bundes und des Freistaats Bayern ins Leben gerufen.Aufgabe ist die wissenschaftliche Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte. Mit einem umfangreichen Archiv, einer Bibliothek, einer eigenen Publikation (den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte) und weiteren Ausstellungsprojekten wird ein Schwerpunkt auf die wissenschaftliche Aufarbeitung der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft gesetzt.

Kontakt:
Institut für Zeitgeschichte
Leonrodstr. 46b
80636 München