Überregional tätige Bündnisse, Initiativen und NGOs

Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.

Der Deutsche Koordinierungsrat (DKR) und seine über 80 Gesellschaften setzen sich ein für die Verständigung zwischen Christen und Juden, den Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus sowie für ein friedliches Zusammenleben der Völker und Religionen.
Die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sind in der Bundesrepublik Deutschland nach der Befreiung vom nationalsozialistischen Unrechtsstaat entstanden. Die über 80 einzelnen Gesellschaften werden vom überregionalen Deutschen Koordinierungsrat (DKR) getragen.

Begründet in der biblischen Tradition folgt der DKR der Überzeugung, dass im politischen und religiösen Leben eine Orientierung nötig ist, die Ernst macht mit der Verwirklichung der Rechte aller Menschen auf Leben und Freiheit ohne Unterschied des Glaubens, der Herkunft oder des Geschlechts.

Der DKR setzt sich ein für Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden bei gegenseitiger Achtung aller Unterschiede, für Erinnerung an die Ursprünge und Zusammenhänge von Judentum und Christentum, für Selbstbesinnung in den christlichen Kirchen hinsichtlich der Judenfeindschaft, für die Bewahrung der noch erhaltenen, vielfältigen Zeugnisse jüdischer Geschichte, für die Entfaltung freien, ungehinderten jüdischen Lebens in Deutschland, für die Achtung der Eigenständigkeit und für Solidarität mit dem Staat Israel als jüdischer Heimstätte.

Die Arbeit des DKR richtet sich gegen Judenfeindschaft, Rechtsextremismus, Intoleranz und Diskriminierung.

Kontakt:
Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Deutscher Koordinierungsrat e.V.
Otto-Weiß-Straße 2
61231 Bad Nauheim
Fon 0 60 32 / 91 11 - 0
Fax 0 60 32 / 91 11 25
info@deutscher-koordinierungsrat.de

Violence Prevention Network e.V.

"Das Violence Prevention Network ist ein Zusammenschluss von Fachleuten, die seit vielen Jahren im Bereich der Rechtsextremismus- und Gewaltprävention tätig sind.
Hier kommen unterschiedliche Qualifikationen und Perspektiven zusammen, um die Thematik interdisziplinär zu beleuchten. U. a. sind für das Violence Prevention Network Pädagogen/innen, Historiker/innen, Politologen/innen und Sportwissenschaftler/innen tätig.

Ziel des Vereins ist die Entwicklung, Anwendung und Ausweitung von pädagogischen Konzepten und politischer Bildung zur Prävention von Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus.

Dabei steht die Entwicklung und Anwendung von Verfahren der (sozial-)pädagogischen Prävention in Jugendmilieus und bei jungen Menschen mit erhöhter Gewaltlatenz und ethnisch motiviertem Rassismus im Mittelpunkt."

Kontakt:
Violence Prevention Network e.V.
Ernst-Reuter-Haus
Haus des Deutschen Städtetages
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin
Fon: (030) 917 05 464 & 917 05 466
Fax: (030) 398 35 284
Mail: info@violence-prevention-network.de
Postfach 613141
10942 Berlin

tacheles reden! e.V.

Die Berliner Initiative widmet sich der Bekämpfung von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Insbesondere gegen Antisemitismus als "politisches Bindemittel für die extreme Rechte" möchte der Verein dabei vorgehen.Die Hauptaktivitäten des Vereins konzentrieren sich auf die Bereitstellung von Informationen (z.B. Vermittlung von Vorträgen, Online-Unterrichtsmaterialien und Chronologien antisemitischer Vorfälle).

Kontakt:
tacheles reden e.V.
Lausitzer Str. 10
10999 Berlin
Fon: 030 - 69 51 68 15
Fax: 030 - 69 51 68 17
email: tacheles@tacheles-reden.de

Augen auf e.V.

Zentrales Anliegen von "Augen Auf" ist die Stärkung von Zivilcourage. Unter diesem Motto kooperiert der Verein mit dem englischen Label Londsdale gegen Rechts, veranstaltet Aktivitäten an Schulen und organisiert interkulturelle Veranstaltungen.
Kontakt:
Augen auf e.V.
Postfach 60 01 07
14401 Potsdam
ruf (01 73) 360 80 67
E-mail: info{at}augenauf.net

"Schöner leben ohne Nazis"

Die Kampagne »Schöner leben ohne Nazis« wurde im Frühjahr 2005 von iDemokratie.de, der Initiative für interaktive Demokratie, in Berlin gestartet. Zentrales Anliegen von iDemokratie.de ist die Schaffung neuer politischer Beteiligungsformen durch die Nutzung des Internets.Ziel der Initiative "Schöner leben ohne Nazis" ist es, viele Menschen zu motivieren, ihren Protest gegen Rechtsextremismus in Deutschland offen zum Ausdruck zu bringen.

Eine der Ausdrucksformen von "Schöner leben ohne Nazis" sind bunte T-Shirts, die Farbe bekannt machen soll. Mit "Gesicht Zeigen" wurde ein riesiges virtuelles Bild aus vielen einzelnen Gesichtern geschaffen, in das ständig neue Fotos eingefügt werden können und das über das Internet auf der Welt zu sehen ist.

Kontakt:
idemokratie.de
Initiative für interaktive Demokratie
Kampagne »Schöner leben ohne Nazis«
Chausseestraße 8
10115 Berlin

Tel. 0 30 / 28 09 42 86
Fax 0 30 / 28 09 42 89

Tolerantes Sachsen

Das Netzwerk "tolerantes sachsen" ist eine Plattform lokaler Initiativen und Vereine, die sich konkret und praktisch gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitimus in jeglicher Erscheinungsform zur Wehr setzen. Das Netzwerk vertritt und fördert die Weiterentwicklung einer demokratischen und toleranten Alltagskultur in Sachsen.
Dabei orientieren sich alle Projekte und Organisationen im Netzwerk an den unveräußerlichen Menschenrechten, die von der Freiheit, Gleichwertigkeit und Würde aller Menschen und ihrer Zusammenschlüsse ausgehen. Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus widersprechen diesem Menschenbild und werden vom Netzwerk gewaltfrei und kreativ bekämpft. "tolerantes sachsen" ist natürlich offen für weitere zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen in Sachsen, gleich ob klein oder groß, locker oder weniger locker organisiert, neu oder "etabliert".

Tel.: 0178 - 5445807
E-Mail:buero@tolerantes-sachsen.de
Ansprechpartnerin: Martina Glass

Aktion Courage

AKTIONCOURAGE fordert und fördert die gesellschaftliche Teilhabe und politische Mitbestimmung von Menschen ausländischer Herkunft. Mit den verschiedenen Projekten wie:
- Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
- IKoM – Altenhilfe für Migranten
- Integration im Kindergarten
sollen Begegnungen frei von Vorurteilen und Ängsten herbeigeführt werden, Verständigungsbereitschaft und die Akzeptanz fremder Identitäten befördert werden. Extremistischen Aktionen und Tendenzen soll ein klares Nein entgegen gesetzt werden.

Zu den Leistungen, die die Initiative anbietet gehören u.a.:
- Informations-, Aufklärungs- und Pressearbeit,
- Lobbyarbeit gegenüber Parlamenten und Regierungen,
- Interkulturelles Training bei Polizei und Bundeswehr,
- Dokumentationen von Übergriffen und Diskriminierungen
- Kooperation mit Menschenrechtsorganisationen und
Anti-Rassismus-Gruppen

AKTIONCOURAGE ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgern und Organisationen unterschiedlicher Kulturen und Identitäten aus allen Regionen der Welt in Deutschland.

Sie setzen sich mit couragierten Aktionen gegen gewalttätigen und offenen Rassismus ebenso wie gegen unterschwelligen und alltäglichen Rassismus im Betrieb und auf Ämtern, in Schule und Universität, im Freizeit- und privaten Bereich, in Politik und Medien zur Wehr. Entstanden ist die Initiative als Antwort auf die rassistischen Anschläge in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock.

 

Kontakt:

AKTIONCOURAGE e.V.
Kaiserstraße 201
53113 Bonn
Tel.: 0228-213061
Fax: 0228-262978
info@aktioncourage.org

Deutsch-Israelische Gesellschaft e. V. (DIG)

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. (DIG) informiert über Israel, seine Menschen, seine Jahrtausende alte Geschichte und seine vielfältige Kultur. Sie gibt Informationen über die politischen und kulturellen Geschehnisse in Israel und engagiert sich für eine Verständigung zwischen Deutschen und Israelis. Sie wendet sich ausdrücklich gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und anderswo.

Kontakt:

DIG-Arbeitsgemeinschaft Berlin
Auguststraße 80
10117 Berlin
Vorsitzender: Jochen Feilcke, MdB a.D.

E-Mail: schalom@digberlin.de
Tel: 030 - 28 39 5215
Fax: 030 - 28 39 5116

Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland e.V.

Gesicht Zeigen! ist eine im Jahre 2000 von Uwe-Karsten Heye und Paul Spiegel gegründete bundesweite Initiative gegen rechte Gewalt und für mehr Zivilcourage. Der Verein initiiert öffentliche Kampagnen gegen Rechtsextremismus, unterstützt Aktionen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und ist zur Anlaufstelle geworden für Menschen, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren wollen und dabei Unterstützung brauchen. Gesicht Zeigen! hilft, prominente Persönlichkeiten für Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen zu vermitteln, ist Mitveranstalter bei Demonstrationen, organisiert Zeitzeugengespräche an Schulen und stellt Know how und Informationsmaterialien gegen rechte Gewalt zur Verfügung.

Kontaktadresse:

Gesicht Zeigen!
Koppenstr. 93
10243 Berlin

Tel: 030- 30 30 808 0
Fax: 030- 30 30 808 30
E-Mail: kontakt@gesichtzeigen.de

Interkultureller Rat in Deutschland e.V.

Der Interkulturelle Rat
Der Interkulturelle Rat wurde am 30. August 1994 gegründet. In ihm arbeiten Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität sowie verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Religionsgemeinschaften, Migranten- und Menschenrechtsorganisationen, Kommunen und staatlichen Stellen, Medien und Wissenschaft zusammen.

Funktion und Zweck des Interkulturellen Rates

Die Globalisierung ist nicht nur auf die Wirtschaft beschränkt. Sie bringt auch kulturelle und politische Herausforderungen mit sich. Wanderungsbewegungen nehmen zu. Gesellschaften werden multikulturell.

Das macht eine interkulturelle Politik erforderlich, die Interessen von ethnischen, religiösen und kulturellen Minderheiten ebenso berücksichtigt wie Erwartungen und Ängste der Mehrheitsgesellschaft. Der Interkulturelle Rat tritt für die Entwicklung und Umsetzung einer interkulturellen Politik ein.

Der Interkulturelle Rat arbeitet mit staatlichen Stellen, Migranten- und Menschenrechtsorganisationen und anderen gesellschaftliche Gruppen zusammen und fördert den Dialog der verschiedenen Gruppen miteinander. Auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene werden Runde Tische, Gesprächsforen oder Gremien befürwortet und initiiert, in denen an der Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt gearbeitet wird.

Darüber hinaus bildet die Vernetzung auf nationaler und europäischer Ebene einen Schwerpunkt der Arbeit, wie zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien. Der Interkulturelle Rat veröffentlicht Argumentationshilfen und Broschüren, um über aktuelle Themen zu informieren und führt eigene Veranstaltungen wie die Interkulturellen Konferenzen und Fachtagungen durch. Presseinformationen und Medienarbeit tragen zur öffentlichen Bewußtseinsbildung bei.

Ziele des Interkulturellen Rates

* Wir wollen interkulturelle und interreligiöse Dialogstrukturen zwischen deutschen und ausländischen Bürgerinnen und Bürgern und ihren Organisationen entwickeln und so den Tendenzen zum ethnischen Rückzug der Minderheiten entgegenwirken.
* Wir wollen durch eine langfristig angelegte Aufklärungsarbeit Vorbehalte in der Bevölkerung abbauen und Akzeptanz für Deutschland als Einwanderungsland schaffen
* und fremdenfeindliche Einstellungen überwinden und zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen.

Interkultureller Rat in Deutschland
Geschäftsstelle
Göbelstraße 21
64293 Darmstadt
Tel: 06151-339971
Fax: 06151-3919740
Email: info@interkultureller-rat.de
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