06.05.2004 - So sehr Rechtsextremisten zwar die politische Moderne ablehnen, so sehr nutzen sie aber auch die Errungenschaften der technologischen Moderne. Letzteres gilt insbesondere für die neuen Kommunikationsmittel wie Info-Telefone, Mail-Boxen und das Internet. Speziell zu dem letztgenannten Medium haben die Mitarbeiter des "Dokumentenarchivs des österreichischen Widerstandes" in Wien einen Sammelband herausgegeben, der sich mit den verschiedensten Aspekten des Themas beschäftigt. »
06.05.2004 - "Zecken", "Asylbetrüger", "Demokratur", "multikriminelle Gesellschaft" - deutsche Neonazis haben einen Jargon geschaffen, der deutlicher kaum sein könnte. Ihr Vokabular dient der beständigen Vergewisserung der eigenen Klientel, auf der richtigen Seite zu stehen, und der Abgrenzung von politischen Gegnern, genauer: der Bezeichnung der Feinde. »
06.05.2004 - Als im März 1993 der Mailbox-Verbund "Thule-Netz" startete, 1995 die Stormfront-Page aus Florida als erste neonazistische Seite im Internet auftauchte und im folgenden Jahr die deutsche Szene nachzog, ließ sich erahnen, dass computergestützte Kommunikation den internationalen Rechtsextremismus verändern würde. »
06.05.2004 - Der Autor Thomas Pfeiffer macht gleich im Vorwort klar, was er mit seiner vor kurzem vorgelegten Studie leisten möchte: einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit rechtsextremistischem Denken und Handeln in Deutschland. Den Kern des aus seiner Dissertation an der Universität Bochum hervorgegangenen Buches stellen neun akribisch recherchierte Fallstudien zum "Mediennetzwerk der Rechten" dar. Pfeiffer formuliert als zentrale Ziele des gegenwärtigen deutschen Rechtsextremismus die Herstellung von "Gegenöffentlichkeit" und "kultureller Hegemonie" und beschreibt ihn als neue soziale Bewegung. Diese in der Sozialwissenschaft seit Jahren umstrittene Beschreibung wird sehr knapp, aber schlüssig unter Einbeziehung von Gegenargumenten begründet. Begrifflich unterscheidet der Autor zwischen "alter" und "neuer" Rechter, wobei letztere durch "neue strategische Orientierungen, Organisations- und Ausdrucksformen der die Neue Rechte tragenden jungen Generation" (S.24) gekennzeichnet ist und sich ideologisch in die Hauptströmungen "Nationalrevolutionäre" und "Konservative Revolutionäre" teilt. Im Sinne Wolfgang Gessenharters versteht er die "neue Rechte" als "Scharnier zwischen Rechtsextremismus und etabliertem Konservatismus" (S. 27). »
06.05.2004 - Der Autor Thomas Pfeiffer macht gleich im Vorwort klar, was er mit seiner vor kurzem vorgelegten Studie leisten möchte: einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit rechtsextremistischem Denken und Handeln in Deutschland. »
06.05.2004 - Nachdem die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt den britischen Revisionisten David Irving in einem Buch als „einen der gefährlichsten Holocaust-Leugner“ bezeichnet hatte, klagte dieser, da er in der Äußerung eine nicht vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckte Verleumdung sah. Daraufhin kam es zu einer juristischen Auseinandersetzung in Form eines Prozesses, der vom Januar bis April 2000 in London durchgeführt wurde. »
15.03.2010 - Das Fürstentum Liechtenstein muss sich mit einer militanten rechtsextremen Szene auseinandersetzen – besonders türkischstämmige Menschen sind häufiger Opfer teilweise brutaler Übergriffe. »
12.03.2010 - Mit seinem rassistischen Plakat bedient der rechtsextreme französische Front National im Wahlkampf Ressentiments gegen Migranten − die algerische Regierung hat bereits offiziell gegen den Missbrauch ihrer Nationalsymbole protestiert. »
11.03.2010 - Neonazis „outen“ im Netz nicht nur ihre politischen Gegner − in mehreren Fällen sollen die Betroffenen offenbar auch mit Gewalt zum Schweigen gebracht werden. »
09.03.2010 - Die FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz ist gern gesehene Referentin in rechtsextremen Kreisen − sie muss sich auch die Bezeichnung „Kellernazi“ gefallen lassen. »
04.03.2010 - Die extreme Rechte in Europa sucht Wege einer verstärkten Zusammenarbeit. Parteien aus verschiedenen Ländern wie der französische Front National, die British National Party sowie die ungarische „Jobbik“ und mehrere Splitterparteien haben sich zu einem „Europäischen Bündnis der nationalen Bewegungen“ zusammengeschlossen. »
03.03.2010 - Neonazis begleiten Stadtratssitzung in Pirna in der Sächsischen Schweiz − in der Stadt hat es nach dem 13. Februar mehrere zum Teil brutale rechtsextreme Gewalttätigkeiten gegen politische Gegner gegeben. »
02.03.2010 - Die NPD will durch ein gemäßigtes Erscheinungsbild mehr Bürgernähe erreichen, Parteimitglieder sollen einen auf nett machen, sich als „sympathische“ Menschen mit Beruf und Hobbys darstellen. »
02.03.2010 - Neonazis haben am letzten Februarwochenende bei Neubrandenburg den so genannten Tollensemarsch sowie in Rostock einen Fackelmarsch durchgeführt − für den 6. März ist ein „Trauer- und Gedenkmarsch“ auf Rügen geplant. »
01.03.2010 - Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr vom 15. bis zum 28. März in ganz Deutschland statt. Zahlreiche Organisationen und Einrichtungen engagieren sich in dieser Zeit für Verständnis und Toleranz unter den Menschen, ganz gleich welcher Herkunft. »
26.10.2009 - Initiativen und Organisationen erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie das Problem Rechtsextremismus ernst nimmt. Der Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bedürfe eines langen Atems. Nötig sei die Förderung und Verstetigung der Arbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure. »
15.09.2009 - Am 6. September 2009 fand in der "Alten Försterei" das Abschlusskonzert des Bandwettbewerbs "Nazis aus dem Takt bringen" statt. 5000 Menschen kamen ins Köpenicker Stadion und machten deutlich, dass Nazis in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. vorwärts.de war live dabei und zeigt in diesem Video Impressionen und Statements vom Konzert. »